Bachelorarbeit, 2021
54 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Fragestellung
1.3 Thematischer Umriss der Arbeit
2. Interkulturelle Pädagogik
2.1 Begriffserklärung: Interkulturelle Pädagogik
2.2 Ausländerpädagogik
2.3 Der Paradigmenwechsel: Von Ausländerpädagogik zur Interkulturellen Pädagogik
2.3.1 Historischer Kontext
2.3.2 Ein Vergleich der paradigmatischen Ansätze
2.4 Ziele
2.5 Kritische Gesichtspunkte
3. Rassismus
3.1 Begriffsgeschichtliche Hintergründe
3.2 Begriffserklärung: Rassismus
3.3 Ebenen von Rassismus
3.3.1 Individueller Rassismus
3.3.2 Institutioneller Rassismus
3.3.3 Kultureller Rassismus
4. Bildungsbenachteiligung und Diskriminierung
4.1 Begriffsgeschichtliche Hintergründe
4.2 Bildungsbenachteiligung
4.3 Diskriminierung
4.4 Institutionelle Diskriminierung
4.5 Intersektionalität
5. Inklusion
5.1 Begriffserklärung: Inklusion
5.2 Inklusion im historischen Kontext
5.3 Ziele
5.4 Legitimität: Inklusion
6. Interkulturelle Pädagogik und Inklusion
6.1 Gemeinsamkeiten
6.2 Differenzen
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Verhältnis zwischen der Interkulturellen Pädagogik und dem Inklusionsdiskurs, um zu klären, inwieweit Inklusion als relevantes Thema innerhalb der Interkulturellen Pädagogik verstanden werden kann. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Differenzen beider Diskurse im Hinblick auf ihre pädagogischen Ansätze und Zielsetzungen herauszuarbeiten und so einen Beitrag zur erziehungswissenschaftlichen Diskussion zu leisten.
2.3.2 Ein Vergleich der paradigmatischen Ansätze
Die Ausländerpädagogik und die Interkulturelle Pädagogik geben grundlegende pädagogische Reaktionen auf migrationsgesellschaftliche Unterschiede wieder und umfassen als Bezeichnung für Prinzipien, die in bestimmten historischen Perioden und in bestimmten politischen Kontexten herrschend sind, eine Vielzahl von Handlungsansätzen, theoretischen Referenzen und Selbstverständnissen (vgl. Mecheril 2010, S. 60). In dem Lehrbuch „Migrationspädagogik“ werden die Unterschiede der paradigmatischen Ansätze „Ausländerpädagogik“ und „Interkulturelle Pädagogik“ tabellarisch aufgezeigt. Mecheril markiert Merkmale beider Paradigmen (Siehe Tabelle 1): Die Ausländerpädagogik richtet sich an die Zielgruppe „Ausländer“ und auf deren Pass/Herkunft (Nationalitäten), während die Interkulturelle Pädagogik nicht auf „spezifische Andere“ Bezug nimmt, sondern rückt die Unterscheidung aller Menschen und deren Kulturen in den Vordergrund.
Die Ausländerpädagogik beurteilt die „Anderen“ nach ihren (Sprach-)Fertigkeiten, während bei der Interkulturellen Pädagogik hingegen die Akzeptanz des Unterschieds zwischen den kulturellen Identitäten von Wichtigkeit ist. Die Ausländerpädagogik basiert auf einer Defizitperspektive und die „Anderen“ werden an die deutsche Kultur assimiliert bzw. müssen sich angleichen. Im Gegensatz dazu erkennt die Interkulturelle Pädagogik die Differenz der Migrantinnen und Migranten an und trifft für dessen Anerkennung ein. Die Kultur der Zugewanderten und ihrer Kinder werden bei der Ausländerpädagogik als defizitär und lediglich bei der Interkulturellen Pädagogik different zur Kultur der „Einheimischen“ betrachtet (vgl. Nohl 2014, S. 9).
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz des Themas im Kontext von Interkultureller Pädagogik und Inklusion sowie die zentralen Fragestellungen der Untersuchung.
2. Interkulturelle Pädagogik: Dieses Kapitel definiert die Interkulturelle Pädagogik, grenzt sie von der Ausländerpädagogik ab und beleuchtet den historischen Paradigmenwechsel.
3. Rassismus: Hier werden die begriffsgeschichtlichen Hintergründe und Ebenen des Rassismus, insbesondere im Hinblick auf den schulischen Kontext, dargelegt.
4. Bildungsbenachteiligung und Diskriminierung: Dieses Kapitel analysiert Ursachen und Formen von Bildungsbenachteiligung sowie Diskriminierung und deren strukturelle Verankerung im Bildungssystem.
5. Inklusion: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung des Inklusionsbegriffs, seiner historischen Wurzeln, Ziele und seiner Legitimität in der Bildungspolitik.
6. Interkulturelle Pädagogik und Inklusion: Das Hauptkapitel untersucht Gemeinsamkeiten und Differenzen beider Diskurse und prüft, inwiefern sie sich wechselseitig ergänzen oder abgrenzen.
7. Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und zieht ein abschließendes Fazit zur Integration von Inklusionsaspekten in die Interkulturelle Pädagogik.
Interkulturelle Pädagogik, Inklusion, Ausländerpädagogik, Rassismus, Diskriminierung, Bildungsbenachteiligung, Migration, Diversität, Intersektionalität, Schulentwicklung, soziale Gerechtigkeit, Teilhabe, institutionelle Diskriminierung, Migrationspädagogik
Die Arbeit untersucht das Verhältnis und mögliche Bezugsmöglichkeiten zwischen der Interkulturellen Pädagogik und dem Inklusionsdiskurs in Deutschland.
Die zentralen Themen sind Interkulturelle Pädagogik, Inklusion, Rassismus, Diskriminierungsformen und Bildungsbenachteiligung im Schulsystem.
Die zentrale Kernfrage lautet: „Inwiefern ist die Inklusion ein Thema für die Interkulturelle Pädagogik?“
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und dem Vergleich pädagogischer Paradigmen, um Gemeinsamkeiten und Differenzen herauszuarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Interkulturellen Pädagogik und Inklusion sowie Analysen zu Rassismus, Diskriminierung und Bildungsbenachteiligung, um die Kernfrage fundiert zu beantworten.
Neben den Hauptthemen wie Interkulturelle Pädagogik und Inklusion sind dies Begriffe wie institutionelle Diskriminierung, Rassismuskritik und Diversität.
Da beide Begriffe in der deutschen Bildungslandschaft koexistieren, jedoch selten in einem gemeinsamen Kontext wissenschaftlich verglichen werden, liefert die Arbeit einen wichtigen Diskussionsbeitrag.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Inklusion ein Teilthema der Interkulturellen Pädagogik ist, jedoch aufgrund unterschiedlicher Entstehungsgeschichten und Definitionsunsicherheiten nur partiell umfassend integriert ist.
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