Bachelorarbeit, 2020
51 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Wirtschaftswachstum
2.1 Wachstumstreiber
2.2 Wirtschaftswachstum und Umwelt
3. Degrowth
4. Methodik
5. Analyse
5.1 Organisation von Austausch über den Markt
5.2 Investitionen
5.3 Finanzwesen
5.4 Konsumgesellschaft
5.5 Eigentum
5.6 Rolle des Staats
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob Degrowth einen tragfähigen Lösungsvorschlag für eine nachhaltige, wachstumsunabhängige Ausgestaltung des Wirtschaftssystems bietet. Dabei werden zentrale Wachstumstreiber der kapitalistischen Marktwirtschaft identifiziert und analysiert, inwieweit unterschiedliche Strömungen innerhalb der Degrowth-Bewegung hierfür Alternativen bereitstellen können.
5.1 Organisation von Austausch über den Markt
Wie anfangs herausgearbeitet, befördert die Organisation von Austausch von Gütern und Dienstleistungen über den Markt durch ständige Konkurrenz zwischen den Marktteilnehmenden das Wirtschaftswachstum. Nur durch beständigen technischen Fortschritt, gesteigerte Arbeitsproduktivität und Effizienzleistungen können Unternehmen bestehen, ohne von anderen Marktteilnehmenden verdrängt zu werden.
Im suffizienzorientierten Ansatz wird deshalb vor allem die Abhängigkeit von der Fremdversorgung durch den globalisierten Markt kritisiert. Diese setze einen hoch ausdifferenzierten arbeitsteiligen Wertschöpfungsprozess voraus, welcher durch seinen immensen Kapital- und Investitionsbedarf zu ökonomischem Wachstum beiträgt und die KonsumentInnen in ein finanzielles Abhängigkeitsverhältnis zu Geld bringt und ihre Fähigkeiten zur Selbstversorgung mindert (Paech 2010, S.34). Paech plädiert anstatt dessen für Versorgungsstrukturen mit geringerer Distanz zwischen Verbrauch und Produktion, was durch eine Umverteilung der Erwerbsarbeit hin zu einem größeren Anteil zur Selbstversorgung erreicht werden soll.
1. Einleitung: Beleuchtung der Klimakrise, der ökologischen Grenzen des Wachstums und der Einordnung von Degrowth als wachstumskritische Alternative.
2. Wirtschaftswachstum: Analyse des BIP als Wachstumsindikator, der kapitalistischen Wachstumstreiber sowie der ökologischen Auswirkungen anhaltender Expansion.
3. Degrowth: Historische Entwicklung und definitorische Einordnung der Degrowth-Bewegung sowie Vorstellung ihrer zentralen Strömungen.
4. Methodik: Erläuterung des qualitativen Analyseansatzes basierend auf der Literaturrecherche zur Prüfung der Degrowth-Konzepte.
5. Analyse: Detaillierte Untersuchung von Markt, Investitionen, Finanzwesen, Konsum, Eigentum und Staat im Kontext verschiedener Degrowth-Strömungen.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beurteilung der Degrowth-Ansätze und Reflexion über die Notwendigkeit einer ganzheitlichen makroökonomischen Theorie.
Degrowth, Wirtschaftswachstum, Postwachstum, Kapitalismus, Nachhaltigkeit, Marktwirtschaft, Konsumgesellschaft, Gemeingüter, Commons, Klimawandel, Ökologie, Transformationsforschung, Wirtschaftsordnung, Suffizienz, Umverteilung.
Die Arbeit analysiert kritisch das Konzept Degrowth als Antwort auf die ökologische Krise und prüft, ob es eine tragfähige Alternative zum wachstumsorientierten kapitalistischen Wirtschaftssystem darstellen kann.
Die zentralen Themen sind der Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltbelastung, die Funktionsweise des Kapitalismus sowie die Ansätze der Degrowth-Bewegung zur Transformation von Markt, Konsum, Eigentum und staatlichem Handeln.
Die Forschungsfrage lautet, ob Degrowth einen Lösungsvorschlag für eine nachhaltige, nicht auf Wachstum basierte Ausgestaltung des Wirtschaftssystems bietet.
Die Autorin führt eine qualitative Literaturanalyse durch, um die unterschiedlichen Strömungen innerhalb der Degrowth-Bewegung systematisch zu vergleichen und kritisch einzuordnen.
Der Hauptteil analysiert spezifische wachstumstreibende Elemente – Organisation über den Markt, Investitionen, Finanzwesen, Konsum, Eigentum und die Rolle des Staates – und diskutiert diese aus Perspektive verschiedener Degrowth-Strömungen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Degrowth, Postwachstum, Kapitalismuskritik, Ökologische Nachhaltigkeit, Commons und sozio-ökonomische Transformation charakterisiert.
Sie legt den Fokus stark auf das individuelle Verhalten, Selbstversorgung und das Konzept des Nicht-Konsums, während andere Strömungen stärker auf strukturelle, politische oder kollektive Transformationen setzen.
Die Arbeit kritisiert unter anderem, dass der Degrowth-Bewegung oft eine fundierte makroökonomische Theorie fehlt und die Fragen der politischen Durchsetzbarkeit sowie der Finanzierung in einer Postwachstumsgesellschaft unzureichend geklärt sind.
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