Masterarbeit, 2019
98 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Arbeit
2 Grundlagen der Financial Repression
2.1 Definition und Herkunft des Begriffs Financial Repression
2.2 Volkswirtschaftliche Hintergründe
2.2.1 Die Bedeutung der Staatsverschuldung
2.2.2 Mittel zur Verringerung der Staatsverschuldung
2.2.3 Grundlegende Wirkungsweisen der Financial Repression
2.3 Die Bedeutung der Banken für die Staatsfinanzierung und die Financial Repression
2.4 Instrumente der Financial Repression
2.5 Historische Beispiele für Financial Repression
2.5.1 Financial Repression in den USA 1945 - ca. 1980
2.5.2 Financial Repression in China bis heute
3 Kriterien zur Feststellung von Financial Repression
3.1 Festlegung eines methodischen Rahmens
3.2 Kriterien zur Beurteilung der repressiven Wirkung bankaufsichtlicher Instrumente
4 Analyse der Basel III-Regelungen auf ihre Wirkung als Instrumente der Financial Repression
4.1 Einführung in das Basel III-Regelwerk
4.1.1 Die Grundstruktur von Basel III
4.1.2 Zeitliche Einordnung der Basel III-Reform
4.2 Anforderungen an das Eigenkapital der Institute
4.2.1 Die Definition der Eigenmittel nach Basel III
4.2.2 Die Eigenmittelanforderungen nach Basel III
4.3 Die Ermittlung der Risk Weighted Assets (RWA)
4.3.1 Ermittlung der RWA für Kreditrisiken
4.3.1.1 Überblick
4.3.1.2 RWA-Ermittlung für Forderungen an Staaten
4.3.1.3 RWA-Ermittlung für andere Forderungsklassen und sonstige Aktiva
4.3.1.4 Beurteilung der repressiven Wirkung im Kreditrisiko-Regelwerk
4.3.2 Ermittlung der RWA für Markrisiken
4.3.3 Ermittlung der RWA für CVA Risiken
4.3.4 Ermittlung der RWA für operationelle Risiken
4.3.5 Der Output-Floor bei Kredit- und Marktpreisrisiken
4.4 Die Leverage Ratio
4.5 Anforderungen an die Liquidität der Institute
4.5.1 Die Liquidity Coverage Ratio
4.5.2 Die Net Stable Funding Ratio
5 Fazit
Die Arbeit untersucht, ob und in welchem Umfang die bankaufsichtlichen Vorschriften des Basel III-Regelwerks zu Eigenkapital und Liquidität als Instrumente der Financial Repression wirken. Dabei wird analysiert, ob diese Regulierungen dazu führen, dass Banken verstärkt Staatsanleihen halten oder in ihren Anlagemöglichkeiten eingeschränkt werden.
2.1 Definition und Herkunft des Begriffs Financial Repression
Unter Financial Repression werden nach Hileman alle Maßnahmen seitens staatlicher Einrichtungen verstanden, die darauf abzielen, die Finanzierungskosten des Staates zu verringern, indem die Renditeerwartung der Investoren unter die marktübliche Verzinsung bei Abwesenheit der repressiven Maßnahmen gedrückt wird.
Die Ökonomen Reinhart und Kirkegaard sprechen in diesem Zusammenhang von „capture and underpay“, also der erzwungenen Bindung von Geldern der Sparer und Investoren in Staatsanleihen, deren Verzinsung durch diese zinsunelastischen Nachfrager reduziert wird.
Eine vereinfachte Definition, die auf die Auswirkung der Financial Repression abstellt, gibt der Sachverständigenrat im Rahmen seines Gutachtens 2012 / 2013: „Im Grunde handelt es sich bei dieser Financial Repression um eine verdeckte Umverteilung von Inhabern der Staatsanleihen zugunsten des Staates“.
Das wesentliche Ziel der Financial Repression ist es somit, die Zinslast, das Haushaltsdefizit und letztlich die Staatsverschuldung zu reduzieren. Dabei ist die Wirkung der Financial Repression deutlich intransparenter und weniger spürbar als andere Maßnahmen der Haushaltskonsolidierung wie Einsparungen oder Steuererhöhungen.
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet den Kontext der Staatsverschuldung und die Relevanz der bankaufsichtlichen Regulierung als potenzielles Instrument der Financial Repression.
2 Grundlagen der Financial Repression: Dieses Kapitel definiert den Begriff, erläutert die ökonomischen Hintergründe und analysiert, warum Banken für die Staatsfinanzierung eine zentrale Rolle spielen.
3 Kriterien zur Feststellung von Financial Repression: Es wird ein methodischer Rahmen entwickelt, um einzelne Basel III-Regelungen anhand spezifischer Kriterien auf ihre repressive Wirkung zu prüfen.
4 Analyse der Basel III-Regelungen auf ihre Wirkung als Instrumente der Financial Repression: Das Kernstück der Arbeit untersucht detailliert die Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen von Basel III auf ihre lenkende Wirkung in Richtung Staatsanleihen.
5 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Basel III repressive Elemente enthält, insbesondere durch die Privilegierung von Staatsanleihen, während direkte Auswirkungen auf die Nominalzinsen nur schwer nachweisbar sind.
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Die Arbeit analysiert, ob die Basel III-Bankenregulierung dazu genutzt wird oder den Effekt hat, die Staatsfinanzierung zu begünstigen – ein Konzept, das als "Financial Repression" bezeichnet wird.
Zentrale Themen sind die staatliche Schuldenfinanzierung, die Regulierung von Banken durch Basel III, die Konzepte von Financial Repression sowie die Auswirkungen auf Anlageentscheidungen von Instituten.
Das Ziel ist die Untersuchung, ob und in welchem Umfang die Basel III-Vorschriften für Eigenkapital und Liquidität eine repressive Wirkung aufweisen, um Investitionen in Staatsanleihen zu fördern.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Analyse, bei der nach der Definition eines theoretischen Rahmens die einzelnen Basel III-Regelungen anhand spezifischer Kriterien auf ihre repressive Wirkung hin untersucht werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Herleitung der Kriterien und die detaillierte Analyse der regulatorischen Anforderungen wie Eigenkapitalquoten, RWA-Ermittlung, Leverage Ratio sowie Liquiditätskennzahlen wie LCR und NSFR.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Financial Repression, Basel III, Eigenkapitalanforderungen, Staatsanleihen, RWA und Bankenregulierung.
Die Nullgewichtung sorgt dafür, dass Banken für Staatsanleihen weniger Eigenkapital vorhalten müssen, was einen Anreiz zur Förderung der Nachfrage nach diesen Papieren schafft.
Die Analyse zeigt, dass die Leverage Ratio im Gegensatz zu anderen Instrumenten keine direkte repressive Wirkung auf die Bevorzugung von Staatsanleihen entfaltet, da sie keine risikogewichteten Bestände betrachtet.
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