Bachelorarbeit, 2018
115 Seiten, Note: 1,0
Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde
1. Einleitung
2. Stand der Forschung
2.1 Beschreibung und Klassifikation des Flusssystems
2.2 Die Stellung von Auensedimenten innerhalb der fluvialen Geomorphodynamik im Spätglazial und Holozän
2.3 Modelle zur Landschaftsentwicklung und Einflussnahme des Menschen
2.4 Berechnung des Sedimentvolumens holozäner Auensedimente – verschiedene Quantifizierungsmethoden
3. Das Untersuchungsgebiet
3.1 Lage und Abgrenzung
3.2 Geologie
3.3 Relief und Böden
3.4 Hydrologie
3.5 Klima
3.6 Landschafts- und Siedlungsgeschichte
4. Arbeitsmethoden
4.1 Geländearbeit
4.2 Sedimentanalyse
4.3 GIS-Analyse und Ermittlung der Auenfläche
4.4 Fehlerberechnung und Berechnung der Durchschnittsmächtigkeit
5. Ergebnisse
5.1 Profilbeschreibung und Errechnung der Sedimentmächtigkeiten an den Profilen im Einzugsgebiet des Schöpfleinsgrabens
5.1.1 Oberlauf 1
5.1.2 Oberlauf 2
5.1.3 Mittellauf
5.1.4 Unterlauf 1
5.1.5 Einzelbohrung
5.1.6 Unterlauf 2
5.1.7 Unterlauf 3
5.2 Berechnung der Auenfläche
5.3 Berechnung des Sedimentvolumens
5.3.1 Oberlauf
5.3.2 Mittellauf
5.3.3 Unterlauf
5.3.4 Gesamtvolumen
6. Diskussion
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Quantifizierung der holozänen Auensedimente im Einzugsgebiet des Schöpfleinsgrabens (Nördliche Frankenalb). Hierzu wurde eine methodische Grundlage geschaffen, um basierend auf Bohrdaten die Grenze zum Pleistozän zu definieren und das abgelagerte Sedimentvolumen seit Beginn der ackerbaulichen Nutzung zu bestimmen. Die Forschungsarbeit untersucht dabei insbesondere den Zusammenhang zwischen menschlichen Eingriffen in die Landschaft, Bodenerosion und der darauffolgenden fluvialen Sedimentation.
Die Stellung von Auensedimenten innerhalb der fluvialen Geomorphodynamik im Spätglazial und Holozän
Eine zeitliche Einordnung der Sedimente lässt sich anhand verschiedener Parameter vornehmen. Die Abgrenzung anhand morphostratigraphischer Eigenschaften gestaltet sich in der Regel jedoch als schwierig. Aufgrund von Ausräumungs- und Umlagerungsphasen sowie pedogenetischer Prozesse sind Auensedimente vielfach gestört (NOLTE 2000: 8). Außerdem besteht ein generelles Problem darin, dass die Datierung von umgelagertem Material, wie zum Beispiel alluvialen und kolluvialen Sedimenten, nur Informationen über das Alter des Materials, aber nicht zwangsläufig über das Alter zum Zeitpunkt der Ablagerung geben. Um verlässlichere Informationen darüber zu erhalten, sind Datierungsmethoden wie OSL nötig um eine zeitliche Differenzierung alluvialer und kolluvialer Sedimente vorzunehmen (SEIDEL & MÄCKEL 2007: 205-207).
Die hierzu notwendigen Untersuchungen wurden mit konventionellen geomorphologischen Arbeitsmethoden durchgeführt. Die Einordnung der Sedimente soll deshalb auf Grundlage aktueller Forschungsergebnisse zur Abgrenzung holozäner Auensedimente mittels morphostratigraphischer Parameter erfolgen. Dabei spielt der Einfluss des Klimas eine nicht unwesentliche Rolle. Das Ende der letzten Eiszeit vor ca. 12.000 Jahren (DEUTSCHE STRATIGRAPHISCHE KOMMISSION 2012) markiert den Beginn der heutigen Warmzeit, dem Holozän. Damit verbunden änderten sich nicht nur die klimatischen Verhältnisse, sondern auch alle davon abhängigen Bestandteile der Umwelt. Der Einfluss eines solchen Wandels hat weitreichende Folgen für alle betroffenen Umweltsysteme, darunter auch das fluviale System.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Mensch-Umwelt-Beziehung ein und erläutert die Bedeutung fluvialer Prozesse für das Landschaftsbild sowie das Ziel, holozäne Auensedimente im Einzugsgebiet des Schöpfleinsgrabens zu quantifizieren.
2. Stand der Forschung: Dieser Abschnitt beschreibt das fluvialmorphologische Prozessresponssystem, die Klassifikation von Flusstypen und den aktuellen Forschungsstand zur Sedimentkaskade und zur historischen Bodenerosion.
3. Das Untersuchungsgebiet: Hier werden die naturräumliche Lage, Geologie, Hydrologie, Klima sowie die historische Siedlungsentwicklung des Schöpfleinsgraben-Einzugsgebiets in der Nördlichen Frankenalb detailliert vorgestellt.
4. Arbeitsmethoden: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen: von der Durchführung der Rammkernsondierungen und Sedimentanalysen im Gelände bis hin zur GIS-basierten Flächenermittlung und Fehlerberechnung.
5. Ergebnisse: Dies ist der empirische Teil der Arbeit, in dem die Bohrprofile detailliert beschrieben und die Auenflächen sowie das gesamte Sedimentvolumen für die einzelnen Flussabschnitte berechnet werden.
6. Diskussion: Das abschließende Kapitel interpretiert die Ergebnisse, stellt sie in den Kontext der aktuellen Forschung und beleuchtet die Einflussfaktoren wie Geologie, Vegetation und anthropogene Aktivität.
Holozän, Auensedimente, Schöpfleinsgraben, Bodenerosion, Fluviale Geomorphodynamik, Sedimentbudget, Nördliche Frankenalb, Rammkernsondierungen, GIS-Analyse, Landschaftsentwicklung, Alluvium, Kolluvium, Geoarchive, Flussdynamik, anthropogener Einfluss.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Quantifizierung von holozänen Auensedimenten im Einzugsgebiet des Schöpfleinsgrabens in der Nördlichen Frankenalb, um Rückschlüsse auf die Mensch-Umwelt-Beziehung zu ziehen.
Die zentralen Themenfelder umfassen die fluviale Geomorphodynamik, die Auswirkungen menschlicher Landnutzung auf die Bodenerosion und die Speicherfunktion von Auensedimenten als Geoarchive.
Das Hauptziel ist es, die Grenze vom Pleistozän zum Holozän zu bestimmen und das in der Aue seit Beginn der ackerbaulichen Nutzung abgelagerte Sedimentvolumen zu berechnen.
Die Autorin nutzte Rammkernsondierungen für die punktuelle Erfassung, eine sedimentologische Profilanalyse sowie GIS-Methoden zur räumlichen Abgrenzung der Auenflächen und Volumenberechnung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Untersuchungsgebiets, die detaillierte Beschreibung der methodischen Vorgehensweise sowie die Präsentation und Berechnung der Ergebnisse aus den Profilbeschreibungen.
Besonders prägend sind Begriffe wie Holozän, Auensedimente, Sedimentbudget, Bodenerosion, Geoarchive und fluviale Geomorphodynamik.
Das Gebiet liefert als ein Einzugsgebiet erster Ordnung wichtige Daten für das Verständnis kleinräumiger Sedimentdynamik und deren Reaktion auf anthropogene Eingriffe und Klimaveränderungen.
Es wurde eine Fehlerberechnung durchgeführt, die unter anderem die lineare Stauchung der Bohrkerne und die Unsicherheit bei der Flächenermittlung (10 % Fehlerannahme) berücksichtigt.
Die Arbeit legt nahe, dass menschliche Aktivitäten, insbesondere Rodungen und Ackerbau seit der Bronze- und Eisenzeit, maßgeblich die Bodenerosionsraten und die daraus resultierende Akkumulation von Sedimenten in den Auen beeinflusst haben.
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