Bachelorarbeit, 2019
43 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Universitäre Lehre
2.1 Charakteristiken und Zielsetzungen der Hochschuldidaktik
2.1.1 Kompetenz in der Hochschuldidaktik
2.1.2 Die Vorlesung
2.1.3 Das Seminar
2.2 Merkmale guter Lehre
2.3 Gelingensbedingungen in der akademischen Bildung: ein systematischer Überblick durch Schneider und Preckel
3 Multimodale Informationspräsentation
3.1 Relevanz audiovisueller Lerngelegenheiten in der heutigen Zeit
3.2 Aufbau eines Erklärvideos
3.3 Aufmerksamkeit im Lernprozess
3.3.1 Motivation zum Lernen
3.3.2 Emotionen während des Lernens
3.4 Kognitions- und Kommunikationspsychologische Reaktionen auf informative Reize
3.4.1 Mehrspeichermodell nach Atkinson und Shiffrin
3.4.2 Arbeitsgedächtnismodell nach Baddeley et.al.
3.4.3 Cognitive Load Theory nach Sweller et al.
3.4.4 Effekte diverser Informationspräsentationsarten
3.4.5 Dual Coding Theory nach Paivio
3.5 Aktueller Forschungsstand zur Wirkung von Erklärvideos in der Lehre
3.5.1 Begleitstudie zur Sicht der Studierenden über den Einsatz von Erklärvideos in der Hochschuldidaktik durch Bischof & Mehner 2015
3.5.2 Erklärvideos von Studierenden und ihr Einsatz in der Hochschullehre – Erfahrungsbericht von Feurstein 2017
3.6 Resümee
4 Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Potenzial von (Erklär-)Videos in der universitären Lehre, insbesondere im Hinblick auf ihre lernförderliche Ausgestaltung, die didaktische Einbettung sowie ihre kognitions- und kommunikationspsychologische Wirkungsweise.
3.2 Aufbau eines Erklärvideos
Als eine besonders erfolgreiche Art der Informationsvermittlung hat sich das Infotainment, zu dem auch das Erklärvideo zuzuordnen ist, durchgesetzt (vgl. Lauber 2005, S.164). Der Begriff Infotainment bewegt sich demnach zwischen den beiden Rezeptionskategorien der Information und Unterhaltung (englisch: Entertainment) und wird häufig im Bereich des Fernsehens angewandt (vgl. ebd., S.166). Das Erklärvideo kann im Bereich der Vermarktung von Unternehmen, wie es im Fernsehen häufig der Fall ist (vgl. Rensing & Després, 2017, S.2) oder aber auch im Bereich der Lehre (vgl. Bischof & Mehner 2015) eingesetzt werden. Dabei werden Erklärvideos sowohl von Experten als auch in Laienarbeit produziert (vgl. Zander et al. 2018, S.3), da bereits die intensive Auseinandersetzung mit dem zu erklärenden Gegenstand einen positiven Lerneffekt mit sich bringt (vgl. 3.5.2 Erfahrungsbericht: Erklärvideos von Studierenden). Als audio-visuelle Kommunikationsform verbindet das Video auditive (z.B. Sprache oder Musik) und visuelle (z.B. Bilder oder Zeichnungen) Reize um somit ein „unterhaltsames Storytelling“ (vgl. Rensing und Després, 2017, S.2) zu ermöglichen. Das Anwendungsgebiet eines Erklärvideos ist dabei vielfältig.
Zum einen werden sie im unternehmerischen Bereich verwendet, um Kunden mit geringem Vorwissen in kurzer Zeit ein Produkt näherzubringen (vgl. ebd.). Dies kann beispielsweise im Rahmen von Messen der Fall sein. Zum anderen ist der Einsatz von Videos als gängiges didaktisches Mittel etwaiger Lehrveranstaltungen nicht mehr wegzudenken (vgl. Eisenbürger & Vogelgesang 2005, S.406). Unabhängig vom Einsatzgebiet steht jedoch die Informationsvermittlung im Kern eines jeden Erklärvideos. Dabei ist es entscheidend, dass es zu keiner Überlastung des menschlichen Arbeitsspeichers kommt (vgl. 3.4.3 Cognitive Load Theory).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Vorlesung als klassische Lehrform und diskutiert das Potenzial, diese durch moderne Technologien wie Erklärvideos sinnvoll zu ergänzen.
2 Universitäre Lehre: Dieses Kapitel behandelt die Anforderungen an eine moderne Hochschuldidaktik, die sich durch den "Shift from Teaching to Learning" auszeichnet, sowie die Charakteristika traditioneller Lehrformen und Gelingensbedingungen.
3 Multimodale Informationspräsentation: Hier werden die kognitionspsychologischen Grundlagen der Informationsverarbeitung, die Struktur von Erklärvideos und deren Wirkungsweisen im universitären Kontext detailliert analysiert.
4 Ausblick: Der Ausblick thematisiert die Notwendigkeit weiterer Forschung zur methodisch-didaktischen Integration von Medien, um der Heterogenität der Studierenden und den Herausforderungen steigender Studierendenzahlen zu begegnen.
Erklärvideo, Hochschuldidaktik, Multimodale Informationspräsentation, Cognitive Load Theory, Arbeitsgedächtnis, Kompetenzorientierung, Lehrmethoden, Blended Learning, Mediatisierung, Lernförderlichkeit, Aufmerksamkeit, Wissensvermittlung, Universitäre Lehre.
Die Arbeit analysiert das Potenzial von Erklärvideos als modernes Medium zur Unterstützung und Optimierung der Wissensvermittlung in der universitären Lehre.
Die zentralen Felder sind die aktuelle Hochschuldidaktik, kognitionspsychologische Theorien zur Informationsverarbeitung, die Gestaltung und Typologie von Erklärvideos sowie deren praktische Einbindung in Lehrkontexte.
Das Ziel ist zu ergründen, ob und wie Erklärvideos lernförderlich in die Hochschullehre integriert werden können, unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse zur kognitiven Belastung und Motivation.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender Forschungsstudien und Praxisberichte.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse didaktischer Anforderungen, die kognitionspsychologischen Reaktionen auf informative Reize und eine Bestandsaufnahme zum Einsatz und zur Wirkung von Erklärvideos anhand spezifischer Studien.
Charakterisierende Begriffe sind unter anderem Erklärvideo, Hochschuldidaktik, Kompetenzorientierung, Cognitive Load Theory und Multimodale Informationspräsentation.
Diese Unterscheidung ist entscheidend, da die Summe beider Belastungsfaktoren die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses nicht übersteigen darf, um einen erfolgreichen Lernprozess zu gewährleisten.
Die studentische Erstellung der Videos fördert die intensive Auseinandersetzung mit dem Stoff ("Lernen durch Lehren"), steigert die Motivation und fördert digitale Kompetenzen.
Das Kohärenzprinzip besagt, dass irrelevante visuelle und auditive Bestandteile exkludiert werden müssen, damit Bild und Ton komplementär sind und das Dargestellte miteinander verknüpft werden kann.
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