Bachelorarbeit, 2020
75 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Zuschauernachfrage im Fußballsport und Soziodemographie
2.1 Charakteristika und ökonomische Besonderheiten eines Stadionbesuches
2.2 Einflussfaktoren der Zuschauernachfrage
2.2.1 Konsumentenpräferenzen
2.2.2 Ökonomische Faktoren
2.2.3 Qualität des Zuschauens
2.2.4 Qualität des sportlichen Wettbewerbs
2.2.5 Angebotskapazität
2.3 Erfolgsfaktoren für die Stadionauslastung
2.4 Soziodemographische Merkmale
2.5 Fantypologien im Fußball
2.5.1 Terminologie
2.5.2 Soziodemographische Merkmale von Fans
2.6 Zwischenfazit zu „Zuschauernachfrage im Fußballsport und Soziodemographie“
3 Der Bundesliga-Verein Hertha BSC Berlin
3.1 Berlin als Bezugsrahmen
3.2 Sportliche Entwicklung von Hertha BSC Berlin
3.3 Auslastung des Berliner Olympiastadions
3.4 Tennor Holding B.V.
3.5 Zwischenfazit zu „Der Bundesliga-Verein Hertha BSC Berlin“
4 Empirische Analyse der Stadionauslastung des Bundesliga-Vereins Hertha BSC Berlin
4.1 Untersuchungsdesign
4.1.1 Umfrage
4.1.2 Experteninterview
4.2 Darstellung der Ergebnisse
4.2.1 Deskriptive Auswertung der Fragebogenitems
4.2.2 Einfluss der soziodemographischen Merkmale
4.2.3 Hertha BSC Berlin-Fans
4.3 Interpretation und Experteninterview
4.3.1 Fragebogenitems
4.3.2 Soziodemographische Merkmale
4.3.3 Hertha BSC Berlin-Fans
4.4 Methodenkritik
4.5 Handlungsempfehlungen
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Nachfrageverhalten der Zuschauer beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC Berlin mit einem besonderen Fokus auf den Einfluss soziodemographischer Merkmale. Ziel ist es, durch eine Kombination aus quantitativer Umfrage unter Stadionbesuchern und einem qualitativen Experteninterview neue Erkenntnisse über die Fanstruktur zu gewinnen und fundierte Handlungsempfehlungen für das Management des Vereins abzuleiten.
2.1 Charakteristika und ökonomische Besonderheiten eines Stadionbesuches
Der professionelle Fußball und die Spiele, die zwischen professionellen Fußballteams ausgetragen werden, gehören dem Dienstleistungssektor an. Die Ermöglichung eines Stadionbesuches und des Miterlebens eines Fußballspieles sind also eine Dienstleistung, die von „Spielern, Betreuern, Ordnern und weiterem Personal an die Zuschauer“ (Hallensleben, 2011, S.18) erbracht wird (ebd.). Der Stadionbesucher bezieht seinen Konsumnutzen durch den Unterhaltungswert. Somit handelt es sich um ein nicht-tangibles, ein immaterielles Gut. Der Unterhaltungswert ist im Vorhinein ungewiss, was den Stadionbesuch zu einem Erfahrungsgut macht. Es wird ein Leistungsversprechen abgegeben, das aber nicht zwingend eingehalten wird. Die Erfüllung ist unter anderem von der Performance der Sportler abhängig (Horch et al., 2014, S.210).
Die Nachfrage und die damit verbundene Zahlungsbereitschaft verhalten sich stark heterogen. Manche Sportveranstaltungen können trotz freiem Eintritt nicht die gewünschte Nachfrage generieren (Budzinski & Feddersen, 2016, S.43).
Bei sehr hoher Nachfrage und einer begrenzten Angebotskapazität (wie z.B. beim Finale der UEFA Champions League) kann der Erwerb eines Tickets kostspielig werden. Die Onlineplattform SeatGeek bot im Januar 2020 Tickets für den Super Bowl LIV an, deren Durchschnittspreis bei über 6.000 US-Dollar lag. Für das teuerste angebotene Ticket lag der Preis bei über 70.000 US-Dollar (Kim, 2020).
Um der Heterogenität der Nachfrage Rechnung zu tragen, werden in der Praxis intelligente Systeme zur Preispolitik und Kapazitätssteuerung eingesetzt. Dabei spielt das s.g. Yield Management eine immer größere Rolle. Hierbei handelt es sich um ein Steuerungsinstrument, das eine Preisdifferenzierung im Sinne der Maximierung der Ticketeinnahmen in Echtzeit erlaubt (Oettgen, 2008, S.240).
Bei Stadionbesuchen ist das Uno-actu-Prinzip erfüllt, d.h. dass der Sportkonsument in die Leistungserstellung integriert wird und diese zur selben Zeit wie der Konsum an sich stattfindet. Der Konsumnutzen durch den Unterhaltungswert entsteht nur dann, wenn sich der Konsument zum Zeitpunkt des Wettkampfes im Stadion befindet. In diesem Zusammenhang spricht man auch von der Verderblichkeit einer Dienstleistung, da sie außerhalb des gegebenen Zeitfensters nicht bereitgestellt werden kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Zuschauernachfrage in der Fußball-Bundesliga ein und benennt den Fokus auf Hertha BSC Berlin sowie die Zielsetzung der empirischen Untersuchung.
2 Zuschauernachfrage im Fußballsport und Soziodemographie: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen des Stadionbesuchs als Erfahrungsgut sowie die vielfältigen Einflussfaktoren auf die Zuschauernachfrage, inklusive soziodemographischer Merkmale und Fantypologien.
3 Der Bundesliga-Verein Hertha BSC Berlin: Hier werden der Verein Hertha BSC, die Rahmenbedingungen des Standorts Berlin, die sportliche Historie und die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Stadionauslastung detailliert betrachtet.
4 Empirische Analyse der Stadionauslastung des Bundesliga-Vereins Hertha BSC Berlin: Das Kapitel erläutert das Mixed-Methods-Untersuchungsdesign, präsentiert die Ergebnisse der Umfrage sowie des Experteninterviews und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen ab.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Potenziale für Hertha BSC Berlin, insbesondere durch die sportliche Neuausrichtung und die geplante Stadionentwicklung.
Zuschauernachfrage, Fußball-Bundesliga, Hertha BSC Berlin, Soziodemographische Merkmale, Stadionauslastung, Sportökonomie, Konsumentenpräferenzen, Stadionbesuch, Fanstruktur, Experteninterview, Empirische Untersuchung, Markenführung, Sportmanagement, Zielgruppenanalyse, Dienstleistungssektor.
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die die Zuschauernachfrage bei Hertha BSC Berlin beeinflussen, wobei der Schwerpunkt auf den soziodemographischen Hintergründen der Stadionbesucher liegt.
Die Arbeit verknüpft sportökonomische Theorie zur Nachfrage mit soziologischen Ansätzen (Soziodemographie) und wendet diese auf den konkreten Fall des Vereins Hertha BSC Berlin an.
Das Hauptziel ist es, durch eine empirische Erhebung und Expertenmeinungen zu verstehen, wie soziodemographische Merkmale das Verhalten der Hertha-Fans prägen, um daraus Empfehlungen für eine bessere Stadionauslastung zu generieren.
Der Autor nutzt einen sogenannten Mixed-Methods-Ansatz, welcher eine quantitative Umfrage unter Stadionbesuchern bei einem Heimspiel mit einem qualitativen Experteninterview verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Nachfragefaktoren im Profifußball, eine Vorstellung des Vereins Hertha BSC sowie die empirische Analyse und Interpretation der gewonnenen Daten.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Zuschauernachfrage, Soziodemographische Merkmale, Stadionauslastung, Hertha BSC Berlin, Fanstruktur und Sportökonomie.
Berlin wird als "Fluch und Segen" beschrieben; die Multikulturalität und die Vielzahl an Konkurrenzangeboten in der Hauptstadt prägen die Struktur der Fanbasis maßgeblich.
Der Experte sieht ein großes Potenzial in Berlin und dem Umland (über 1,5 Millionen Menschen), betont jedoch, dass das Berliner Olympiastadion für dieses spezifische Produkt aktuell zu groß und in der Auslastung schwer zu optimieren ist.
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