Bachelorarbeit, 2021
38 Seiten, Note: 1
1. Die Verwendung der Modalität im Deutschen
1.1. Begriffsbestimmung der Modalität
1.2. Modalitätsformen
2. Modalitätstypen
2.1. Ereignismodalität
2.2. Propositionsmodalität
3. Bedeutung und Gebrauch der Modalverben
3.1. Die Erläuterung des Modalverbes müssen
3.2. Die Erläterung des Modalverbes sollen
3.3. Die Erläuterung des Modalverbes wollen
3.4. Halbmodalverben
4. Kriminalroman – Genre der Literatur
4.1. Geschichte und Erklärung des Begriffes Kriminalroman
4.2. Aufbau des Kriminalromans
5. Analyse der Modalverben wollen, müssen und sollen am Beispiel ausgewählter Kriminalromanen
5.1. Das Ziel der Analyse
5.2. Ergebnisse der Analyse der Modalverben wollen, sollen und müssen
6. Schlussfolgerungen
Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung und Verwendung der Modalverben wollen, sollen und müssen innerhalb der deutschen Grammatik zu untersuchen und anhand von Beispielen aus der Kriminalliteratur – konkret aus Das Parfüm und Kein Sterbenswort – detailliert zu analysieren, um ihre funktionalen Nuancen und ihre Rolle beim Ausdruck subjektiver Einstellungen zu verdeutlichen.
3.1. Die Erläuterung des Modalverbes müssen
Die Bedeutung des Modalverbes müssen wurde in dem digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) wie folgt verfasst: „drückt aus, dass der im Infinitiv genannte Prozess oder Zustand auf Grund bestimmter Umstände oder Voraussetzungen zwingend notwendig ist: a) bei vorangehendem Infinitiv steht der Infinitiv von »müssen« statt des Partizips II b) drückt aus, dass der Inhalt des Infinitivs eine notwendige Voraussetzung für etw. ist c) [umgangssprachlich] abgeblasst d) drückt eine notwendige logische Folgerung, zwingende Vermutung aus“ (Internet 2).
Klappenbach und Steinitz betrachten zwischen zwei Typen von Notwendigkeit bezüglich des Verbes müssen. Die erste betrifft die Bestimmung des Subjekts z. B. ich musste im Bett bleiben, weil ich Fieber hatte (Klappenbach, Steinitz 1971-1977, Bd. 4: 2576 in: Öhlschläger 1989: 146.). Der zweite Typ wiederum hängt davon ab, welche Entscheidung eine andere Person getroffen hat, z. B.: Er muss jeden Morgen um 6 Uhr aufstehen. Des Weiteren sollte beachtet werden, dass u. a. nach Wahrig die Bedeutung des Verbes müssen der Bedeutung von nötig haben entspricht, z. B., ich muss wissen, ob… bzw. ich habe es nötig zu wissen, ob… (Wahrig 1966: Sp.2499 in: Öhlschläger 1989: 147).
Müssen in Bezug auf den epistemischen Gebrauch wird als „eine starke, zwingend Annahme“, wobei, die Wahrscheinlichkeit des angenommenen Sachverhaltes … in der Regel durch äußere Gegebenheiten gestützt“ verstanden (Kątny 2000: 679).
1. Die Verwendung der Modalität im Deutschen: Dieses Kapitel definiert Modalität als komplexen Begriff und erläutert verschiedene Ausdrucksmittel sowie die grundlegenden Modalitätsformen im Deutschen.
2. Modalitätstypen: Hier werden die verschiedenen Arten der Modalität, wie Ereignis- und Propositionsmodalität, detailliert unterteilt und in ihrem funktionalen Kontext erklärt.
3. Bedeutung und Gebrauch der Modalverben: Dieses Kapitel analysiert die semantischen Eigenschaften und den konkreten Gebrauch der Modalverben müssen, sollen und wollen sowie die Gruppe der Halbmodalverben.
4. Kriminalroman – Genre der Literatur: Das Kapitel bietet eine Einführung in die Geschichte und den strukturellen Aufbau des Kriminalromans, unterteilt in Detektiv- und Verbrechensgeschichten.
5. Analyse der Modalverben wollen, müssen und sollen am Beispiel ausgewählter Kriminalromanen: Dieser Teil enthält die empirische Auswertung und Analyse der Modalverben in den gewählten Kriminalromanen anhand eines Korpus von 90 Sätzen.
6. Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Analyse die theoretischen Erkenntnisse zur Vielseitigkeit der Modalverben stützt.
Modalität, Modalverben, Kriminalroman, müssen, sollen, wollen, Ereignismodalität, Propositionsmodalität, Sprachwissenschaft, Grammatik, Literaturanalyse, Semantik, Deontik, Epistemik, Hilfsverben.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und den Gebrauch der deutschen Modalverben wollen, sollen und müssen im Kontext der Kriminalliteratur.
Die Schwerpunkte liegen auf der linguistischen Definition von Modalität, der systematischen Differenzierung der drei gewählten Modalverben und ihrer praktischen Anwendung in literarischen Texten.
Ziel ist es, die semantische Bedeutung der Modalverben zu ergründen und zu zeigen, wie diese im Deutschen – speziell in Krimis – objektive und subjektive Modalität ausdrücken.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Satzanalyse, bei der 90 Beispielsätze aus zwei Kriminalromanen systematisch nach ihrer modalen Funktion ausgewertet werden.
Neben der theoretischen Herleitung von Modalitätstypen und der Beschreibung der Modalverben bietet der Hauptteil eine fundierte Einführung in das Genre des Kriminalromans und präsentiert die detaillierte Analyse der Sätze in tabellarischer Form.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Modalität, Modalverben, Kriminalroman, Semantik und linguistische Analyse definieren.
Der Hauptunterschied liegt darin, dass bei müssen meist ein innerer oder äußerer Zwang vorliegt, während bei sollen die Notwendigkeit häufig durch eine externe Instanz bestimmt wird.
Der Kriminalroman dient als lebendiges Sprachmaterial, da er durch seine Handlungsstränge und Charaktervielfalt eine Sprache verwendet, die nah am Alltag liegt und vielfältige modale Ausdrucksweisen ermöglicht.
Die Untersuchung bestätigt, dass wollen primär zur Artikulation von Wünschen, Plänen und Absichten verwendet wird, wobei der Aspekt des Wunsches besonders stark hervortritt.
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