Bachelorarbeit, 2020
31 Seiten, Note: 2
Einleitung
1 Die Epoche der Romantik
1.1 Phasen der deutschen Romantik
1.2 Literarische Gattungen
1.3 Symbol der Wanderschaft in der romantischen Literatur
2 Joseph von Eichendorff – Leben und Werk
3 Wandermotiv in ausgewählten Werken von Joseph von Eichendorffs
3.1 Die romantische Wanderung in die Welt in der Novelle Aus dem Leben eines Taugenichts
3.2 Die Bedeutung des Wanderns anhand des Gedichts Der frohe Wandersmann
4 Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit untersucht das literarische Motiv des Wanderns in der deutschen Romantik am Beispiel der Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" und des Gedichts "Der frohe Wandersmann" von Joseph von Eichendorff. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche symbolische und existenzielle Bedeutung das Wandern für die romantische Heldenfigur hat und wie es als Flucht vor dem philisterhaften Alltag fungiert.
Die romantische Wanderung in die Welt in der Novelle Aus dem Leben eines Taugenichts
Das Werk Aus dem Leben eines Taugenichts entstand 1825 und gehört zu den bekanntesten Werken von Eichendorff. Der Autor wollte zuerst einen anderen Titel für seine Erzählung wählen, nämlich Der neue Troubadour, welcher zusammen mit der „bereits im 18. Jahrhundert angefangenen Beschäftigung mit dem Minnesang“ in Verbindung steht. Das Werk Taugenichts verrichtet eine Art modernen Minnedienst und „verklärt seine ‚Angebetete’ ebenso wie es die Minnesänger des Mittelalters taten“.
Jedoch aus dem Grund, dass die wichtige mittelalterliche Minne-Ethik und damit zusammenhängende strenge Formen im Werk fehlten, wurde das Modell des Troubadours durch anderes Bild ersetzt, „das ebenfalls zu den Leitbildern der Romantik gehörte: das vom wandernden Handwerksburschen, vom volkstümlichen Helden, der jedoch alle Formen bürgerlichseßhaften Philisterdaseins meidet”. Weiterhin ist wichtig zu erwähnen, dass die Geschichte aus der Perspektive eines Ich-Erzählers dargestellt wurde, der bereits im Titel erwähnt wurde und zwar als Taugenichts. Der Der Ich Erzähler stellt dem Leser die Welt nur aus seiner eigenen Sicht, die Denkweise und Verhaltensweise anderer Personen im Text werden nicht beschrieben.
Einleitung: Die Einleitung definiert das Wandern als ein zentrales, doppeldeutiges Motiv der Romantik, das sowohl physische Ortswechsel als auch eine metaphorische Reise zum eigenen Inneren beschreibt.
1 Die Epoche der Romantik: Dieses Kapitel verortet die Romantik historisch zwischen 1790 und 1850 und beleuchtet deren philosophische sowie künstlerische Ausprägungen, einschließlich wichtiger Gattungen und Symbole.
2 Joseph von Eichendorff – Leben und Werk: Das Kapitel zeichnet die Biografie Eichendorffs nach und betrachtet, wie prägende Lebensstationen und sein Wirken als Dichter und Beamter in sein literarisches Schaffen einflossen.
3 Wandermotiv in ausgewählten Werken von Joseph von Eichendorffs: Hier erfolgt die tiefgehende Untersuchung des Wanderns in zwei konkreten Werken, wobei die Bedeutung von Naturerfahrung, Freiheit und Weltflucht analysiert wird.
4 Schlussfolgerungen: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und betont die Rolle des romantischen Helden als isolierten Rebellen, der durch das Wandern seine Freiheit gegenüber gesellschaftlichen Normen sucht.
Romantik, Eichendorff, Taugenichts, Der frohe Wandersmann, Wandermotiv, Reise, Natur, Weltflucht, Philister, Minnesang, Lyrik, Novelle, Freiheit, Individuum, Religion.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Wandermotivs in der deutschen Romantik, speziell fokussiert auf das Werk von Joseph von Eichendorff.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Epoche der Romantik, den biographischen Einflüssen auf Eichendorff und der Bedeutung des Wanderns als Existenzform.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Wandern in der Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" und dem Gedicht "Der frohe Wandersmann" als Ausdruck romantischer Weltsicht dient.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primär auf der Auswertung der Quellentexte und der Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Epoche und zu Eichendorff sowie in eine praktische Analyse der beiden gewählten literarischen Werke.
Zentrale Begriffe sind Wandermotiv, Romantik, Weltflucht, Philisterkritik und die Suche nach Selbstverwirklichung.
Weil seine Wanderungen als bewusste Abkehr von einem monotonen, bürgerlichen "Philisterleben" und als Suche nach ästhetischer Freiheit interpretiert werden.
Das Wandern wird oft als eine Art Rückkehr der Seele zu Gott und als Erfahrung der Natur als göttliche Schöpfung dargestellt.
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