Bachelorarbeit, 2020
58 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
2 Zentrale Begriffe der Medienpädagogik
2.1 Medienbildung
2.2 Medienkompetenz
2.3 Medienpädagogische Kompetenz
2.4 Digitale Bildung
3 Rettungsdienstliche Strukturen in Deutschland
3.1 Entwicklung der Strukturen des nicht-ärztlichen Personals nach 1945
3.2 Aus-, Fort- und Weiterbildung
3.3 Professionalisierung und Akademisierung der Lehrkräfte
4 Digitale Medien im Rettungsdienst
4.1 Digitale Medien im Arbeitsprozess
4.2 Digitale Medien in der Berufsausbildung
4.3 Digitale Medien in der betrieblichen Bildung
5 Kritische Betrachtung digitaler Medien in der betrieblichen Bildung des Rettungsdienstes
5.1. Medienkompetenz der Mitarbeiter*innen
5.2 Herausforderungen an medienpädagogische Kompetenzen des betrieblichen Lehrpersonals
5.3 Möglichkeiten zur Implementierung digitaler Medien
5.4 Hindernisse und Grenzen digitaler Bildung
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert die Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen bei der Einführung neuer digitaler Bildungsmedien im betrieblichen Rettungsdienst, um angesichts zunehmender Digitalisierungsprozesse und veränderter Anforderungen an das Rettungsdienstpersonal fundierte Empfehlungen für die betriebliche Bildung zu entwickeln.
4.1 Digitale Medien im Arbeitsprozess
Die Medizintechnik auf den Rettungsmitteln hat sich über die Jahre vom mechanischen Beatmungsgerät über einfache computergestützte EKG- und erste Kontrollgeräte bis hin zu hochmodernen Rettungs-Tablets entwickelt, die dem Personal bei Therapieentscheidungen helfen und telemedizinisch die Daten schon vor dem Eintreffen in der Klinik analysieren und die Qualität der Versorgung von Patient*innen überwachen (vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2017). Die zur Überwachung und Diagnostik eingesetzten und zu großen Teilen digital gesteuerten Medizinprodukte unterliegen gesetzlichen Auflagen, die durch das Medizinproduktegesetz (MPG) und die Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBetreibV) definiert werden. Medizinprodukte sind nach §3 Abs. (1) MPG alle Instrumente, Apparate, Software und Vorrichtungen, die zu Diagnose und Therapiezwecken am menschlichen Körper eingesetzt werden. Die MPBetreibV regelt hingegen die Durchführung und Befristung sicherheitstechnischer Kontrollen und bestimmt, dass bei Neubeschaffung oder Änderung die Medizinprodukte der Einweisung durch die Hersteller*innen oder beauftragter Personen nach dem MPG bedürfen. Dies sind MPG-Beauftragte, wie sie in Kapitel 3.2 beschrieben wurden.
Auch die rettungsdienstliche Dokumentation erfolgt zunehmend digital. Die erforderlichen Geräte werden dazu im Rettungseinsatz mitgeführt und ermöglichen sowohl die Erleichterung der Arbeitsprozesse als auch die Qualitätssicherung (vgl. Lohs, Wnent & Jakisch. 2018, S. 393). Es sind regional sehr unterschiedliche Methoden der digitalen Einsatzdokumentation etabliert. Zum einen existieren Lösungen mit digitalem Papier, welches in Verbindung mit einem speziellen elektronischen Stift zum Einsatz kommt, zum anderen werden Einsatzprotokolle mithilfe eines mobilen Druckers ausgedruckt, nachdem die notwendigen Daten zuvor in einen Tablet-PC eingepflegt wurden. Den beiden papiergebundenen Varianten stellen sich einerseits die reine digitale Dokumentation entgegen, die mittels Notebooks, Tablet-PCs oder Personal Digital Assistents (PDA) entweder per Tastatur oder per Finger-, Stift- beziehungsweise Sprachbedienung durchgeführt wird. Andererseits existieren wie eingangs erwähnt auch hochmoderne Lösungen, die neben der Dokumentation auch die synchrone Kommunikation zwischen den Rettungsmitteln, den koordinierenden Einsatzleitstellen und den aufnehmenden Kliniken realisieren und so zu einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung beitragen (vgl. Mentler, 2015, S. 15; a.a.O., S. 22 ff.).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung digitaler Medien in der Gesellschaft und ihre wachsende Rolle für die Bildungsarbeit im Rettungsdienst bei gleichzeitiger Herausforderung durch spezifische Arbeitsbedingungen.
2 Zentrale Begriffe der Medienpädagogik: Dieses Kapitel definiert und theoretisiert grundlegende Konzepte wie Medienbildung, Medienkompetenz und medienpädagogische Kompetenz als notwendiges Fundament für den pädagogischen Diskurs.
3 Rettungsdienstliche Strukturen in Deutschland: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung des Rettungsdienstes sowie der Ausbildungsstrukturen und thematisiert die steigenden Anforderungen an das Personal und dessen Professionalisierung.
4 Digitale Medien im Rettungsdienst: Hier werden bereits existierende digitale Technologien in den Bereichen Arbeitsprozess, schulische Ausbildung und betriebliche Weiterbildung im Rettungsdienst vorgestellt.
5 Kritische Betrachtung digitaler Medien in der betrieblichen Bildung des Rettungsdienstes: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Herausforderungen für Mitarbeiter und Lehrpersonal, erörtert Implementierungsmöglichkeiten und beleuchtet Barrieren sowie Grenzen digitaler Bildungsangebote.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer geplanten Implementierung digitaler Bildungsmedien unter Berücksichtigung individueller Kompetenzen und rechtlicher Rahmenbedingungen.
Digitale Medien, Rettungsdienst, Medienkompetenz, Betriebliche Bildung, E-Learning, Blended Learning, Notfallsanitäter, Medienpädagogik, Digitalisierung, Kompetenzentwicklung, Rettungsassistent, Medizintechnik, Fortbildung, Simulation, Wissensmanagement
Die Arbeit untersucht die Integration digitaler Medien in die betriebliche Aus-, Fort- und Weiterbildung im Rettungsdienst und analysiert dabei die damit verbundenen Voraussetzungen und Hürden.
Die Arbeit verknüpft medienpädagogische Theorien mit rettungsdienstlichen Ausbildungsstrukturen, technischen Möglichkeiten der Digitalisierung und den Anforderungen an die Kompetenzentwicklung von Personal und Ausbildern.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen bei der Einführung neuer digitaler Bildungsmedien im betrieblichen Rettungsdienst bestehen.
Da in diesem spezifischen Bereich bisher kaum direkte Forschung existiert, basiert die Arbeit auf einer systematischen Literaturrecherche und dem vergleichenden Transfer von Erkenntnissen aus angrenzenden Bereichen wie der digitalen Bildung und pflegerischen Berufen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine Darstellung der rettungsdienstlichen Strukturen, eine Vorstellung aktueller digitaler Anwendungen im Rettungsdienst sowie eine kritische Analyse der Implementierungschancen und -hindernisse.
Zentrale Begriffe sind neben der digitalen Bildung und Medienkompetenz vor allem rettungsspezifische Themen wie Notfallsanitäter, Simulationsmethoden sowie Blended-Learning-Konzepte.
Das Blended Learning wird als besonders geeignetes Integrationskonzept identifiziert, da es Präsenzphasen zur praxisnahen Anwendung mit digitalen Lernphasen verbindet und somit den zeitlich-organisatorischen Anforderungen des Rettungsdienstes entgegenkommt.
Die Arbeit betont, dass Lehrkräfte im Rettungsdienst über eine übergeordnete medienpädagogische Kompetenz verfügen müssen, um den Wandel vom Wissensvermittler zum Moderator selbstgesteuerter Lernprozesse zu bewältigen und die Lernumgebungen didaktisch sinnvoll zu gestalten.
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