Bachelorarbeit, 2020
104 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Aktueller Forschungsumfang
1.2 Methodik und Aufbau der Arbeit
2 Literaturrecherche der theoretischen Grundlagen
2.1 Der Mensch als soziales Individuum
2.1.1 Kognitive Entwicklung des Menschen
2.1.2 Die menschliche Entwicklung nach Erik Erikson
2.2 Die COVID-19-Pandemie in Deutschland
2.2.1 Politische Vorkehrungen und Maßnahmen
2.2.2 Auswirkungen innerhalb der Gesellschaft
2.2.3 Auswirkungen innerhalb des Gesundheitswesens
2.3 Angst als Stressreaktion des Organismus
2.3.1 Hintergründe der Angstreaktion
2.3.2 Die Theorie der Angstpersönlichkeiten nach Fritz Riemann
2.3.3 Angstentwicklung im Laufe des Lebens
2.3.4 Angststörungen
2.3.5 Die Begleiterscheinungen von Ängsten
2.3.5.1 Suchterkrankungen
2.3.6 Generelle Ängste im Gesundheitswesen
3 Die empirische Untersuchung der Einflüsse und Auswirkungen von Ängsten im Gesundheitswesen während der COVID-19-Pandemie
3.1 Grundlagen der empirischen Sozialforschung
3.2 Hypothesenbildung
3.3 Beschreibung der angewandten Methodik
3.3.1 Pretest
3.3.2 Fragebogen für Onlineumfrage
3.4 Durchführung der Studie
3.5 Methode der Datenauswertung
4 Ergebnisse der empirischen Untersuchung
4.1 Zusammenfassende Betrachtung
4.1.1 Hypothese H1
4.1.2 Hypothese H2
4.1.3 Hypothese H3
4.1.4 Bearbeitung der Leitfrage
4.2 Diskussion
5 Schlussfolgerung und Ausblick
5.1 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht sozialwissenschaftlich, inwieweit Ängste in Krisensituationen das Verhalten von Beschäftigten im Gesundheitswesen beeinflussen, wobei der Fokus insbesondere auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie liegt.
2.3 Angst als Stressreaktion des Organismus
Speziell in den helfenden, sozialen Berufen wird durch die Professionalisierung und Akademisierung der soziale Druck erhöht und auf hohes wirtschaftliches Denken und Arbeiten geachtet. Diese ungünstigen Konstellationen führen zunehmend zu psychischen Störungen und Verhaltensstörungen (Dr. Grobe & Steinmann, 2019, S. 30).
„Das soziale Wesen Mensch leidet aus seiner Entwicklungsgeschichte heraus, wenn es sozialen Stress hat, also Angstauslösung im Zusammenhang mit anderen Menschen.“ (Psota & Horowitz, 2018, S. 47) Die Angst ist ein unwillkürlicher Vorgang im Inneren eines Individuums, das als Schutzreaktion des Körpers dient. Dem Angstgefühl werden Ressourcen entgegengesetzt und gleichzeitig im Organismus eine Stressreaktion erzeugt, die sich in ihrem Umfang, in der Intensität und hinsichtlich der Situationen unterscheidet (Ebd., S. 25).
Gemäß dem transaktionalen Stressmodell von Richard Lazarus, ein Vertreter der psychischen Stressmodelle, hängt das Stressempfinden von der Bewertung des Individuums in der Situation ab. Die Interpretation der Stressreaktion wird in drei Teile gegliedert.
In der Primären Bewertung wird eingeschätzt, ob der Stress positiv, neutral oder negativ ist. Positiver und neutraler Bewertung stehen Ressourcen zur Bewältigung gegenüber. Die Bewertung ist personenspezifisch, da jede Person andere Ressourcen besitzt. Einer negativen Bewertung folgt das Erschließen der Situation.
In der sekundären Bewertung findet der Versuch der Situationsbewältigung statt, wodurch erneuter Stress entsteht.
In der tertiären Bewertung folgt zeitlich verzögert die Situationsreflektion mit anschließender Anpassung der Bewältigungsstrategien. Diese ist davon abhängig, welche Eigenmotivation aufgebracht wird und welche soziokulturellen Möglichkeiten vorhanden sind (Tegtmeier & Tegtmeier, 2013, S. 22f.).
Um ein besseres Verständnis im Umgang mit Ängsten zu gewinnen, werden im folgenden Abschnitt die biologischen, psychochemischen, neurologischen und psychologischen Hintergründe der Angstreaktionen genauer erläutert.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der COVID-19-Pandemie ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung für das Gesundheitswesen sowie das methodische Vorgehen.
2 Literaturrecherche der theoretischen Grundlagen: Dieses Kapitel behandelt die psychologischen Aspekte der menschlichen Entwicklung, die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie die biologischen und psychologischen Hintergründe von Angst und Stress.
3 Die empirische Untersuchung der Einflüsse und Auswirkungen von Ängsten im Gesundheitswesen während der COVID-19-Pandemie: Hier werden die Grundlagen der empirischen Sozialforschung, die Hypothesenbildung sowie die konkrete Durchführung der Onlineumfrage und deren methodische Auswertung dargelegt.
4 Ergebnisse der empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel präsentiert die Daten der Umfrage, testet die aufgestellten Hypothesen und diskutiert die gefundenen Zusammenhänge kritisch.
5 Schlussfolgerung und Ausblick: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen des pandemischen Geschehens und den Forschungsbedarf.
COVID-19, Pandemie, Angst, Gesundheitswesen, Stressreaktion, empirische Sozialforschung, Onlineumfrage, Besorgnis, psychische Belastung, Betreuung, Schutzausrüstung, Schlafhygiene, psychische Störungen, Arbeitsalltag, Hypothesen.
Die Bachelor-Thesis untersucht die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das psychische Befinden und das Verhalten von Beschäftigten im Gesundheitswesen, insbesondere im Hinblick auf auftretende Ängste.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Angstforschung, der Darstellung der Pandemie-Situation in Deutschland, den Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen und der empirischen Erhebung von Verhaltensänderungen der Zielgruppe.
Die zentrale Leitfrage lautet, inwieweit Angst in Krisensituationen das Verhalten von Beschäftigten im Gesundheitswesen beeinflusst.
Die Verfasserin wendete eine deskriptive Querschnittstudie in Form einer Onlineumfrage an, um quantitativ auswertbare Daten zur Besorgnis und zu Verhaltensänderungen der Probanden zu generieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturrecherche zu entwicklungspsychologischen und stressbiologischen Grundlagen sowie den empirischen Teil, der die Durchführung der Befragung und die Analyse der Ergebnisse beinhaltet.
Wichtige Begriffe sind COVID-19, Angst, Gesundheitswesen, psychische Belastung, Stressbewältigung, Onlineumfrage und Arbeitsbedingungen.
Die Analyse zeigt, dass Beschäftigte, die direkt in die Betreuung von COVID-19-Patienten involviert sind, eine hohe Besorgnis aufweisen, wobei die Sorge um Angehörige generell stärker ausgeprägt ist als die Sorge um die eigene Person.
Die Arbeit belegt, dass eine höhere Zufriedenheit mit der Unterstützung bei der Kinderbetreuung die allgemeine Besorgnis der Beschäftigten verringert.
Es wurden unter anderem eine verschlechterte Schlafhygiene, ein höheres Ruhebedürfnis und eine Abnahme der sportlichen Aktivität bei den befragten Personen festgestellt, die mit einem erhöhten Angstmaß korrelieren.
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