Bachelorarbeit, 2020
40 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung und Gang der Untersuchung
2 Systematik des Wertminderungstestes nach IAS 36
2.1 Grundlagen
2.2 Ermittlung des erzielbaren Betrags
2.2.1 Nutzungswert
2.2.2 Beizulegender Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung
3 Vergleich der Rechenparameter zur Ermittlung des Nutzungswertes und des DCF-basierten beizulegenden Zeitwertes
3.1 Künftige Zahlungsströme
3.1.1 Konzept zur Schätzung der künftigen Zahlungsströme
3.1.2 Schätzung der künftigen Zahlungsströme
3.1.3 Berücksichtigung von Synergieeffekten
3.1.4 Behandlung von Steuern
3.1.5 Restrukturierungen und Erweiterungsinvestitionen
3.1.6 Würdigung der künftigen Zahlungsströme
3.2 Kapitalisierungszinssatz
3.2.1 Konzept zur Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes
3.2.2 Identifizierung eines geeigneten Kapitalisierungszinssatzes
3.2.3 Gewichtete durchschnittliche Gesamtkapitalkosten
3.2.4 Kapitalisierungszinssatz und Steuern
3.2.5 Würdigung des Kapitalisierungszinssatzes
4 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert und vergleicht kritisch die Parameter zur Ermittlung des Nutzungswertes und des DCF-basierten beizulegenden Zeitwertes im Rahmen des IAS 36-Wertminderungstests, um deren jeweilige Verlässlichkeit und Entscheidungsnützlichkeit für Adressaten von IFRS-Abschlüssen zu bewerten.
3.1.1 Konzept zur Schätzung der künftigen Zahlungsströme
Das Konzept für die Ermittlung des Nutzungswertes stellt auf die Handlungsoption der Unternehmensleitung ab, das Bewertungsobjekt, gemessen an den Verhältnissen zum Bewertungsstichtag, fortgesetzt im Unternehmen zu nutzen. Entsprechend wird bei der Schätzung der künftigen Zahlungsströme die Unternehmenssichtweise eingenommen, die die künftige unternehmensindividuelle und -interne Nutzung des Bewertungsobjektes unterstellt. Der Nutzungswert, als unternehmensspezifischer Wert, spiegelt demnach die subjektiven Einschätzungen der Unternehmensleitung für die Schätzung der künftigen Zahlungsströme wider.
Im Gegensatz zum Nutzungswert ist der beizulegende Zeitwert am Bemessungsstichtag aus dem Blickwinkel von Marktteilnehmern zu bemessen. Der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes sind entsprechend jene Annahmen zugrunde zu legen, die die Marktteilnehmer bei der Preisbildung des Bewertungsobjektes anwenden würden. Der beizulegende Zeitwert ist demnach als objektivierter Wert zu bestimmen. Die aus dem Bewertungsobjekt resultierenden künftigen Zahlungsströme sollen ausschließlich die Erwartungen und Annahmen des Marktes widerspiegeln. Demnach dürfen Sachverhalte, die nur dem bilanzierenden Unternehmen offenstehen, nicht berücksichtigt werden.
1 Einleitung und Gang der Untersuchung: Einführung in die Thematik der IFRS-Rechnungslegung und Zielsetzung der Arbeit, den Nutzungswert mit dem beizulegenden Zeitwert hinsichtlich ihrer Verlässlichkeit zu vergleichen.
2 Systematik des Wertminderungstestes nach IAS 36: Darstellung der normativen Grundlagen und die Abgrenzung der beiden Wertkategorien Nutzungswert sowie beizulegender Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung.
3 Vergleich der Rechenparameter zur Ermittlung des Nutzungswertes und des DCF-basierten beizulegenden Zeitwertes: Detaillierter Vergleich der Schätzparameter für Zahlungsströme und Diskontierungszinssätze unter Berücksichtigung von Steuern, Synergien und Planungsannahmen.
4 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Abhängigkeit beider Wertermittlungen vom subjektiven Ermessen der Unternehmensleitung und ein Ausblick auf zukünftige Anpassungen des IASB.
Wertminderungstest, IAS 36, Nutzungswert, beizulegender Zeitwert, DCF-Verfahren, IFRS, Kapitalkosten, WACC, Cashflows, Unternehmensbewertung, Kapitalisierungszinssatz, Diskontierung, Ermessensspielraum, Objektivität, Abschlussadressaten
Die Arbeit untersucht die methodische Vorgehensweise bei der Werthaltigkeitsprüfung von Vermögenswerten nach IAS 36 und vergleicht dabei zwei zentrale Wertermittlungskonzepte.
Im Zentrum stehen die Konzepte zur Schätzung künftiger Zahlungsströme sowie die Ermittlung angemessener Kapitalisierungszinssätze für den Nutzungswert und den beizulegenden Zeitwert.
Ziel ist es, die Verlässlichkeit und Entscheidungsnützlichkeit der beiden Verfahren kritisch gegenüberzustellen und zu würdigen, insbesondere im Hinblick auf subjektive Einflüsse der Unternehmensleitung.
Es handelt sich um eine theoretisch-normative Analyse, die auf der systematischen Auswertung von IFRS-Standards, Fachliteratur und IDW-Stellungnahmen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Schätzung künftiger Zahlungsströme (inkl. Synergien, Steuern, Investitionen) und die Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes (WACC-Ansatz, Betafaktoren, Kapitalstruktur).
Zentrale Begriffe sind unter anderem IAS 36, Nutzungswert, Fair Value, DCF-Verfahren, WACC, Diskontierung sowie Objektivierung und Ermessensspielräume.
Die Arbeit zeigt auf, dass IAS 36 für den Nutzungswert eine Berechnung vor Steuern vorschreibt, was in der Praxis oft zu iterativen Berechnungsnotwendigkeiten und Konsistenzproblemen führt.
Da das Bewertungsobjekt selbst oft nicht börsennotiert ist, werden Betafaktoren anhand vergleichbarer Unternehmen (Peer Group) abgeleitet, was jedoch neue subjektive Ermessensspielräume bei der Zusammensetzung dieser Gruppe eröffnet.
Während bei der Ermittlung des Nutzungswertes strikte Ansatzverbote für geplante zukünftige Restrukturierungen gelten, können diese bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes unter Marktperspektive Berücksichtigung finden.
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