Bachelorarbeit, 2018
51 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit
3. Gesellschaft zwischen Ratio und Intuition
3.1 Die Ratio und das Unbewusste
3.2 Die Konstruktion der Wahrheit
3.3 Gesellschaftliche Ansichten über Rauschzustände
3.3.1 Die Angst und die Suche nach Transzendenz
4. Kritik neoliberaler Mechanismen
4.1 Neoliberale Zielsetzungen
4.2 Vermarktwirtschaftlichung der Konsumgesellschaft
4.3 Die Rolle der Drogen
4.4 Ausschließungsprozesse. Leistungsbereitschaft als höchstes gesellschaftliches Gut.
5. Zwischenfazit
6. Die globale Prohibition
6.1 Historische Drogenverbote als Machtmittel
6.2 Richtungswandel zur Drogenprohibition
6.2.1 Das Scheitern der Prohibition
7. Drogenpolitik in Deutschland
7.1 Das Abstinenzparadigma vs. Selbstbestimmung
7.2 Konstruktion von Illegalität
7.3 Soziale Arbeit zwischen den Fronten
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die psychologischen, soziologischen und politischen Mechanismen hinter der Kriminalisierung von Drogenkonsumenten sowie den Zusammenhang zwischen der Drogenprohibition und gesellschaftlichen Diskursen. Ziel ist es, die Machtstrukturen im sogenannten „War on Drugs“ zu analysieren und deren Auswirkungen auf das Selbstverständnis und die Praxis der Sozialen Arbeit zu beleuchten.
3.1 Die Ratio und das Unbewusste
Psychologische Erkenntnis, welche auf Fachwissen beruhen, die Beschreibung der Komplexität hinter Diskursen und eine gewisse spirituelle Sichtweise auf das Thema liefern eine Basis, von der aus die Komplexität der Drogenproblematik tiefer begründbar und sozusagen von höherer Warte aus behandelt werden kann.
Zu häufig werden Drogendiskussionen von einem dem subjektiven Alltagswissen zu Grunde liegendem Standpunkt aus betrachtet, was dazu führt, dass diskursive Sichtweisen unreflektiert übernommen und weitergegeben werden. Bei weiterer Beschäftigung mit dem Thema der sogenannten „Drogen“ wird jedoch deutlich, dass sowohl ein allzu rationales, materielles Verständnis der Welt sowie ein dadurch zu Stande kommendes triviales Denken den Prozess der Diffamierung von Drogenkonsument*innen vorantreibt.
Laut dem Chemiker und LSD-Entdecker Albert Hofmann seien die Menschen permanent auf der Suche nach Glück; diese spalte sich in lediglich zwei Bereiche: Die materialistischen und die des spirituellen Gebietes (vgl. Fässler 2008, S. 10). Jeder Mensch entscheide sich hiernach also für eine der beiden Möglichkeiten, das für ihn individuelle Glück als höchstes und letztes Ziel zu finden.
Gerade in der postfordistischen Moderne nimmt das Ego dabei eine zentrale Position ein: Es ist das Zentrum des Wahrnehmens, des Denkens, Fühlens und Handelns und umschreibt das Ich-Bewusstsein. Es distanziert sich von der Außenwelt und sorgt für gerichtete Aufmerksamkeit; Fässler zieht einen Vergleich mit dem Lichtkegel einer Taschenlampe: „Alles was in den Lichtkegel eintritt, wird klar und scharf aufgenommen. Gleichzeitig bedeutet es indessen auch, dass die Wahrnehmung eingeengt ist, dass alles, was sich ausserhalb des Lichtkegels befindet, ausgeschlossen ist“ (Fässler 2008, S. 28).
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Kriminalisierung und die kritische Auseinandersetzung mit der Drogenprohibition im Kontext gesellschaftlicher Normen.
2. Das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit: Reflexion über die Anforderungen an eine kritische und emanzipatorische Soziale Arbeit angesichts gesellschaftlicher Ausschlussmechanismen.
3. Gesellschaft zwischen Ratio und Intuition: Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen rationaler Normierung und dem menschlichen Bedürfnis nach transzendenten Erfahrungen.
4. Kritik neoliberaler Mechanismen: Analyse der ökonomischen und politischen Interessen hinter der Drogenpolitik und der Funktionalisierung von Drogenkonsum in einer Leistungsgesellschaft.
5. Zwischenfazit: Zusammenführung der bisherigen Erkenntnisse über die Konstruktion von Wirklichkeit durch Diskurse und Machtverhältnisse.
6. Die globale Prohibition: Historische und politische Analyse der weltweiten Drogenverbote sowie der Mechanismen der Stigmatisierung und des Scheiterns dieser Politik.
7. Drogenpolitik in Deutschland: Gegenüberstellung des staatlichen Abstinenzparadigmas mit dem Recht auf Selbstbestimmung und der Zwickmühle der Sozialen Arbeit.
8. Fazit: Abschließende Betrachtung der Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens und einer kritischen Positionierung der Sozialen Arbeit gegen repressive Tendenzen.
Soziale Arbeit, Drogenprohibition, War on Drugs, Neoliberalismus, Kriminalisierung, Abstinenzparadigma, Machtstrukturen, Diskurs, Selbstbestimmung, Stigmatisierung, Gesellschaftliche Normen, Machtmittel, Postfordismus, Ausschlussmechanismen, Psyche.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Machtstrukturen, der Drogenprohibition und deren Auswirkungen auf die Klienten der Sozialen Arbeit.
Die zentralen Felder umfassen die Kritik am Neoliberalismus, die Analyse von Diskursen zur Konstruktion von "Normalität" und "Abweichung" sowie die historischen Hintergründe der Drogenverbote.
Ziel ist es, die psychologischen und politischen Mechanismen aufzudecken, die zur Kriminalisierung von Drogenkonsumenten führen, und daraus Konsequenzen für eine kritische Soziale Arbeit abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Diskursanalyse, die fachwissenschaftliche Literatur und kritische Kriminologie einbezieht.
Der Hauptteil befasst sich mit der Konstruktion von Wahrheit durch Diskurse, der Rolle des Neoliberalismus bei der Leistungsgesellschaft, der globalen Geschichte der Prohibition und der aktuellen Situation in Deutschland.
Soziale Arbeit, Drogenprohibition, Kriminalisierung, Neoliberalismus, Machtstrukturen, Selbstbestimmung und Diskurs.
Der Neoliberalismus instrumentalisiert die Drogenpolitik zur Aufrechterhaltung von Leistungsnormen; Konsumenten, die sich der Verwertbarkeit entziehen, werden als "Abweichler" markiert und stigmatisiert.
Die Arbeit kritisiert, dass die Soziale Arbeit oft Gefahr läuft, als Erfüllungsgehilfe staatlicher Repression zu agieren, anstatt die zugrundeliegenden gesellschaftlichen Ausschlussmechanismen zu dekonstruieren.
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