Bachelorarbeit, 2017
32 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Material und Methoden
2.1 Versuchstiere
2.2 Woher stammen die Tiere?
2.3 Tierhaltung
2.4 Wie wurden die Untersuchung durchgeführt?
2.5 Verwendete Programme
2.5.1 SimiMotion
2.5.2 SPSS
2.5.3 Photoshop
3. Ergebnisse
3.1 Verhalten in den verschiedenen Modi
3.1.1 Feeding Mode 1
3.1.2 Feeding Mode 2
3.1.3 Feeding Mode 3
3.1.4 Feeding Mode 4
3.2 Statistik
3.2.1 Kruskal-Wallis Test: Unterschiede zwischen den Individuen
3.2.2 Kruskal-Wallis Test: Unterschiede zwischen den Feeding Modes
4. Diskussion
5. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Flexibilität der Nahrungsaufnahmemechanismen bei dem Molch Triturus carnifex in verschiedenen Habitaten (aquatisch und terrestrisch) und Phasen. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, ob sich die sogenannten "Feeding Modes" (Kombinationen aus Habitat und Phase) signifikant in ihrer Kinematik und Dynamik voneinander unterscheiden, um den unterschiedlichen physikalischen Anforderungen von Wasser und Luft gerecht zu werden.
1. Einleitung
Der Landgang – der Übergang vom Wasser- zum Landleben - war der erste und bedeutendste Schritt in der terrestrischen Evolution der Tetrapoda. Der Übergang zum Land bedeutete für die frühen Tetrapoden eine Konfrontation mit völlig neuen Bedingungen.
Die Nahrungsaufnahme ist die erste Stufe der Ernährung. Sie spielt somit für den Übergang zum Landleben eine bedeutende Rolle. Mit dem Verlassen des aquatischen Milieus mussten neue Einrichtungen ausgebildet werden, die es den frühen Tetrapoden gestatteten auch in der neuen Umgebung die erforderlichen Nährstoffe aufzunehmen.
Die Dichte von Wasser ist mehr als 900-mal und die Viskosität ca. 80-mal so hoch wie die von Luft. Deshalb treiben aquatische Tiere in einem Medium, das wesentliche Zugkräfte auf Ihre Bewegungen erhebt. Aquatische Prädatoren müssen sich diese Zugkräfte zu nutzen machen um an Beute zu gelangen (De Vree and Gans 1994, Herrel, Van Wassenbergh et al. 2012)
Einer der bemerkenswertesten Effekte ist der Effekt der Gravitationskraft (Herrel, Van Wassenbergh et al. 2012). Im Wasser herrscht neben der Gravitationskraft noch die Auftriebskraft die entgegengesetzt der Gewichtskraft wirkt. Dadurch werden die Körper der Tiere im Wasser nicht so stark von der Gravitationskraft beeinflusst wie an Land. An Land ist das umgebende Medium Luft, die über eine wesentlich geringere Dichte und Viskosität verfügt als Wasser. Dadurch ist an Land so gut wie kein Auftrieb vorhanden und der Effekt der Gravitationskraft wirkt stärker als im Wasser. Übertragen bedeutet dies, dass ein Körper an Land mehr Kraft aufbringen muss um der Gewichtskraft entgegen zu wirken.
1. Einleitung: Theoretische Einführung in die evolutionäre Bedeutung des Landgangs und die physikalischen Unterschiede zwischen aquatischen und terrestrischen Medien bezüglich der Nahrungsaufnahme.
2. Material und Methoden: Beschreibung der Versuchstiere, der Haltungsbedingungen, der experimentellen Aufnahme mittels High-Speed-Kameras sowie der Datenanalyse mit SimiMotion und SPSS.
3. Ergebnisse: Darstellung der Verhaltensbeobachtungen in vier Feeding Modes und statistische Prüfung der kinematischen Variablen mittels Kruskal-Wallis-Test.
4. Diskussion: Interpretation der statistischen Ergebnisse im Kontext der biomechanischen Anpassungen und Vergleich mit bisherigen Studien an anderen Molcharten.
5. Zusammenfassung: Synthese der Diskussionsergebnisse und Beantwortung der Ausgangshypothese zur signifikanten Abgrenzung der Feeding Modes.
Triturus carnifex, Nahrungsaufnahme, Feeding Modes, Saugschnappen, Zungenprotraktion, Kiefergreifen, Habitatwechsel, Biomechanik, Kinematik, Salamandridae, Evolution, aquatisch, terrestrisch, Beutefang
Die Arbeit befasst sich mit der Flexibilität der Nahrungsaufnahmemechanismen des Kammmolchs Triturus carnifex beim Wechsel zwischen aquatischen und terrestrischen Habitaten.
Die zentralen Felder sind die Biomechanik des Beutefangs, der Einfluss physikalischer Medien auf biologische Strukturen und die phänotypische Flexibilität von Salamandern.
Das Ziel ist zu untersuchen, ob sich die verschiedenen "Feeding Modes" (Nahrungsaufnahme in Abhängigkeit von Habitat und Phase) signifikant voneinander unterscheiden.
Es wurde eine kinetische Analyse mittels High-Speed-Videoaufnahmen durchgeführt, deren Daten in der Software SimiMotion ausgewertet und anschließend statistisch (Kruskal-Wallis-Test) in SPSS überprüft wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der vier Feeding Modes, die Darstellung der statistischen Ergebnisse und eine kritische Diskussion der erhobenen Parameter wie Mundöffnung, Hyoidabsenkung und Geschwindigkeit.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Triturus carnifex, Saugschnappen, Biomechanik, Habitatwechsel und kinematische Analyse charakterisiert.
Da Wasser 900-mal dichter und 80-mal visköser als Luft ist, zwingt es die Tiere zu unterschiedlichen mechanischen Strategien beim Beutefang, um das Medium effizient zu nutzen.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Feeding Modes zu einem hohen Prozentsatz (75-85%) voneinander unterscheiden, wenngleich eine kritische Betrachtung mit der Bonferroni-Korrektur die Anzahl der signifikanten Einzelvariablen reduziert.
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