Bachelorarbeit, 2019
90 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Unterscheidung von Ehe und Familie
2.1 Begriffsklärung
2.1.1 Die Ehe
2.1.2 Die Familie
2.2 Aufzeigen der Beziehung von Ehe und Familie
3. Golden Age of marriage 1950 – 1965
3.1 Begriffsklärung: Ehe als eine Institution
3.2 Bedeutung und historische Entwicklung des Golden Age of marriage
4. Darstellung des Bedeutungswandels der Ehe nach 1965
4.1 Gegenüberstellung BRD und DDR -Belege für die Destabilisierung der Ehe
4.1.1 Familiendemografische Prozesse
4.2 Deinstitutionalisierungsprozess der Ehe
4.3 Pluralisierung der Lebensformen
4.3.1 Aktueller Stand nichtehelicher Lebensgemeinschaften
4.3.2 Aktueller Stand gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
4.3.3 Aktueller Stand ausgewählter Lebensformen im Überblick
5. Die aktuelle Lage des demografischen Wandels im Überblick
6. Funktionen der Ehe
6.1 Die Reproduktionsfunktion
6.2 Die Sozialisationsfunktion
6.3 Die Platzierungsfunktion
6.4 Die Freizeitfunktion
6.5 Die Spannungsausgleichsfunktion
7. Die Scheidungsproblematik
7.1 Begriffsklärung
7.2 Gründe für eine Scheidung im Überblick
7.3. Folgen der Scheidung
8. Bedeutung der Ehe und der Scheidung für die schulische und personale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und die Auswirkungen im Erwachsenenalter
9. Zusammenfassung
10. Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht den soziodemografischen Bedeutungswandel der Ehe in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel ist es, die Entwicklung von der Ehe als stabile Institution bis hin zur heutigen Pluralität von Lebensformen zu analysieren und die Auswirkungen von Trennung und Scheidung auf die schulische sowie personale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu beleuchten.
3.1 Begriffsklärung: Ehe als eine Institution
„Eine Institution sei – ganz knapp und allgemein gesagt - eine Erwartung über die Einhaltung bestimmter Regeln, die verbindliche Geltung beanspruchen.“ Um den Begriff der Institution bezüglich einer Paarbeziehung soziologisch erklären zu können, werden die Überlegungen von Ginsburg bezüglich des Skript-Konzeptes und Goffman bezüglich des Rahmen-Konzeptes genutzt. Bei einem Skript handelt es sich um Denkschemata, welche in Handlungssituationen erscheinen. Diese bedingen die eigene Handlung in dieser Situation und ermöglichen dieser Person sich auf eventuelle Handlungen außenstehender Personen einzustellen. Das Rahmen–Konzept meint „Erfahrungs- und Handlungsschemata“, welche es einer Person ermöglichen, in einer Situation adäquat handeln zu können. Der Rahmen bildet dabei das handlungsspezifische Wissen. Dieses wurde durch ähnliche, vorherige Situationen und der daraus resultierenden Erfahrung aufgebaut.
Durch dieses Wissen ist die betroffene Person in der Lage, schnell sowie möglichst passend in der gegebenen Situation handeln zu können. Zeitintensives Abwägen von Handlungsalternativen ist aufgrund dessen nicht nötig. Es kommt dazu, dass Menschen Situationen und Gegebenheiten als ‚normal‘ und ‚selbstverständlich‘ ansehen, da sie das Handeln in dieser Situation gewohnt sind.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des soziodemografischen Wandels der Ehe in der Bundesrepublik Deutschland ein und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Unterscheidung von Ehe und Familie: Das Kapitel definiert die Begriffe Ehe und Familie sowie deren soziologische Unterscheidung und rechtliche Einordnung.
3. Golden Age of marriage 1950 – 1965: Hier wird die historische Ausnahmephase der 1950er und 1960er Jahre beleuchtet, in der die Institution Ehe eine hohe gesellschaftliche Bindungskraft besaß.
4. Darstellung des Bedeutungswandels der Ehe nach 1965: Dieser Abschnitt analysiert die Destabilisierung der Ehe, getrieben durch gesellschaftliche Umbrüche, Gesetzesänderungen und die zunehmende Pluralisierung von Lebensformen.
5. Die aktuelle Lage des demografischen Wandels im Überblick: Hier werden aktuelle Daten zum demografischen Wandel, einschließlich der Auswirkungen von Migration und Kinderlosigkeit, präsentiert.
6. Funktionen der Ehe: Eine Untersuchung der fünf zentralen Funktionen der Ehe (Reproduktion, Sozialisation, Platzierung, Freizeit, Spannungsausgleich) in der heutigen Gesellschaft.
7. Die Scheidungsproblematik: Dieses Kapitel behandelt die rechtliche Definition sowie die Ursachen und Konsequenzen von Scheidungen für die betroffenen Individuen.
8. Bedeutung der Ehe und der Scheidung für die schulische und personale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und die Auswirkungen im Erwachsenenalter: Eine tiefgehende Analyse, wie familiäre Trennungsprozesse die Entwicklung von Kindern beeinflussen und welche langfristigen Effekte dies haben kann.
9. Zusammenfassung: Abschließende Synthese der Ergebnisse zur Entwicklung der Ehe und deren Bedeutung in der heutigen modernen Gesellschaft.
10. Anhang: Zusammenstellung der verwendeten Literatur und Quellen sowie ergänzender Dokumentationen.
Ehe, Familie, Bedeutungswandel, Deinstitutionalisierung, Pluralisierung, Scheidung, Sozialisation, Heiratsalter, Bildungschancen, Kinderlosigkeit, Partnerschaft, Bevölkerungswandel, Migrationshintergrund, Erwerbstätigkeit, Lebensformen.
Die Arbeit analysiert den historischen und gegenwärtigen Wandel der Institution Ehe in Deutschland und deren soziologische sowie demografische Bedeutung.
Die zentralen Themen sind der Wandel des Familienbildes, die Pluralisierung alternativer Lebensformen sowie die Folgen von Ehescheidung für Kinder und Erwachsene.
Das Ziel ist es, den Bedeutungswandel der Ehe sowie die Ursachen für ihre Destabilisierung und die Auswirkungen auf die individuelle Entwicklung der nachfolgenden Generationen herauszuarbeiten.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die mit empirischen Daten des Statistischen Bundesamtes und des Datenreports untermauert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung historischer Phasen (Golden Age of marriage), die Darstellung des gesellschaftlichen Bedeutungswandels, die Analyse der Funktionen der Ehe und die Folgen der Scheidungsproblematik.
Wichtige Schlüsselwörter sind Ehe, Familie, Pluralisierung, Scheidung, Sozialisation und soziologischer Bedeutungswandel.
Die zunehmende Erwerbstätigkeit und Selbstständigkeit der Frauen haben das traditionelle Ernährermodell abgelöst, was die Abhängigkeit von der Ehe reduzierte und somit zu einer höheren Pluralität und Destabilisierung der Ehe als Institution beitrug.
Empirische Studien deuten darauf hin, dass Kinder in Scheidungsfamilien häufiger Aggressionspotenzial oder Verhaltensauffälligkeiten zeigen, wobei die Konfliktsituation vor der Scheidung oft schwerwiegender ist als die Scheidung selbst.
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