Masterarbeit, 2017
101 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Theoretische Grundlagen und Vorgehensweise für die Auto(r)porträts
1.2.1 Definition des Thesenromans
1.2.2 Definition der Autofiktion
1.2.3 Vorgehensweise
2 Hauptteil
2.1 Die Thesen bei Michel Houellebecq
2.1.1 Die künstlerischen Thesen
2.1.2 Die gesellschaftspolitischen Thesen
2.2 Autorporträts: Thesen in La carte et le territoire und Soumission
2.2.1 La carte et le territoire
2.2.2 Soumission
2.3 Autoporträts: Autofiktion in La carte et le territoire und Soumission
3 Schlussteil
3.1 Das zugrundeliegende Modell von Auto(r)porträts
3.2 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.3 Kritische Würdigung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Autorschaft im Werk von Michel Houellebecq, konkret anhand der Romane "La carte et le territoire" und "Soumission", unter der Fragestellung, ob diese als Thesenromane und Autofiktionen zu klassifizieren sind.
1 EINLEITUNG
Nachdem sich in den 1960er Jahren der Leitspruch „eines «Todes» des Autors“ verbreitet hatte, tritt derzeit die gegenteilige Strömung „de replacer l’auteur au cœur de notre interprétation“ stärker in den Vordergrund. Aus dem Diskurs um das Interesse am „Echten, Wahren und Authentischen“ ist der französische Autor Michel Houellebecq nicht mehr wegzudenken, über den die Meinung verbreitet ist, dass er sich im Hinblick auf die Festlegung seiner Themenstellungen wie „l‘hydre elle-même“ verhält: „Travailler sur Michel Houellebecq, c’est [...] se voir immédiatement contraint d’envisager la démultiplication des son sujet“.
Ganz im Sinne dieser Fokussierung auf den Autor ist festzustellen, dass der Leser im Rahmen einer Synopse des bisherigen Schaffens Michel Houellebecqs den Eindruck gewinnt, dass er ein belletristisches Universum betreten hat, in dem ostinate Motive philosophischer und literarischer Interessen, kulinarischer Vorlieben und eines plakativen Alkohol- und Zigarettenkonsums die Grenzen zwischen Essayismus, romanesken Eingebungen und biographischen Komponenten verschwimmen lassen. Aus diesen Betrachtungen rund um den Autor ergibt sich das Interesse anhand von Michel Houellebecqs La carte et le territoire und Soumission unter dem Titel der Auto(r)porträts zu erfragen, welche Bedeutung Autorschaft im Werk Houellebecqs zukommt.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Autorschaft bei Houellebecq ein, definiert die zentralen Gattungsbegriffe Thesenroman und Autofiktion und leitet die zweidimensionale Fragestellung der Untersuchung ab.
2 HAUPTTEIL: Der Hauptteil analysiert zunächst die künstlerischen und gesellschaftspolitischen Thesen Houellebecqs und wendet diese auf die Figuren Jed Martin und François an, um zu prüfen, ob hierbei Autorporträts und autofiktionale Strukturen vorliegen.
3 SCHLUSSTEIL: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die hybride Gattungszuordnung der Romane als autofiktionale Thesenromane und würdigt die Arbeit kritisch vor dem Hintergrund des literaturwissenschaftlichen Diskurses.
Michel Houellebecq, La carte et le territoire, Soumission, Thesenroman, Autofiktion, Autorschaft, Postmoderne, Intertextualität, Mise en abyme, Individualismus, Dekadenz, Arthur Schopenhauer, literarische Gattungen, François, Jed Martin.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Inszenierung von Autorschaft in den Romanen "La carte et le territoire" und "Soumission" von Michel Houellebecq.
Im Zentrum stehen die Konzepte des Thesenromans und der Autofiktion sowie deren Anwendung auf die Romanfiguren Jed Martin und François.
Es soll geklärt werden, ob es sich bei den Werken um Thesenromane handelt und ob zugleich autofiktionale Elemente vorliegen, um so Houellebecqs Verhältnis zu seinen Romanfiguren zu beleuchten.
Die Autorin nutzt eine tiefgehende Literaturanalyse, basierend auf den Theorien zum Thesenroman von Susan Suleiman und zur Autofiktion, insbesondere nach Vincent Colonna, unter Einbeziehung von Intertextualität und Mise en abyme.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Doktrin Houellebecqs (künstlerisch und gesellschaftspolitisch) und deren Anwendung auf die spezifischen Autorporträts der Protagonisten Jed Martin und François.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen neben dem Autor selbst: Thesenroman, Autofiktion, Autorschaft, Postmoderne, Intertextualität und der philosophische Kontext von Schopenhauer.
Die Methode der "Mise en abyme" wird genutzt, um eingebettete Geschichten und Wiedererkennungseffekte innerhalb der Romane aufzudecken, die zeigen, wie die Figuren sich in Bezug auf die Doktrin des Autors entwickeln oder an ihr scheitern.
Die Autorin argumentiert gegen die Einschätzung der Figur als bloß "flach" und interpretiert François stattdessen als Paradebeispiel eines mittelmäßigen Intellektuellen, dessen Handeln im Kontext einer ironischen und satirischen Darstellung von Korruption und politischer Apathie zu sehen ist.
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