Masterarbeit, 2021
140 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Frage, wie sich die Benotung im Sportunterricht der Sekundarstufe 1 zwischen Anspruch und Wirklichkeit bewegt. Die Arbeit analysiert die Differenz zwischen den theoretischen Vorgaben zur Benotung im Sportunterricht und den realen Praktiken der Sportlehrkräfte. Sie verfolgt das Ziel, ein tiefergehendes Verständnis für die Herausforderungen und Problemfelder der Benotung im Sportunterricht zu entwickeln.
Das erste Kapitel führt in die Thematik ein und legt die Forschungsfrage fest. Im zweiten Kapitel werden die zentralen Begriffe wie Anspruch, Wirklichkeit, Differenz und Leistung im Schulsport definiert. Das dritte Kapitel beleuchtet den Forschungs- und Diskussionsstand zur Benotung im Sportunterricht und analysiert die Zusammensetzung der Sportnote, verschiedene Beurteilungsbereiche, Bezugsnormen und die Funktionen der Sportnote. Es werden auch Probleme im Zusammenhang mit der Benotung und die Professionalisierung der Sportlehrerrolle thematisiert.
Das vierte Kapitel widmet sich den methodologischen Vorüberlegungen zum differenzanalytischen Forschungsansatz. Es werden die Forschungsfrage und das Forschungsdesign präzisiert und die Wahl des Leitfadeninterviews als Forschungsmethode begründet. Das fünfte Kapitel beschreibt die Datenerhebung und die Kategorisierung der Ansprüche.
Das sechste Kapitel analysiert die erhobenen Daten und präsentiert die Wahrnehmung der Sportlehrkräfte. Die Analyse untersucht die Deutungen und Modifizierungen der Ansprüche in Bezug auf die Zusammensetzung der Sportnote, die benoteten Kompetenzen und die Verwendung der individuellen Bezugsnorm.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Schulsport, Benotung, Differenzanalyse, Anspruch und Wirklichkeit, Beurteilungsbereiche, Bezugsnormen, Professionalisierung, Sportlehrkräfte und Sekundarstufe 1.
Die Sportnote setzt sich theoretisch aus verschiedenen Bereichen zusammen: motorische Leistung, Leistungsbereitschaft, soziales Handeln und teilweise kognitive Leistungen (Theorie).
Die Studie zeigt, dass Lehrkräfte ministerielle Vorgaben oft modifizieren, da sie in der Praxis auf Probleme wie mangelnde Objektivität bei der Bewertung von "Einsatz" oder schwierige Rahmenbedingungen stoßen.
Bei der individuellen Bezugsnorm wird der Lernfortschritt eines Schülers im Vergleich zu seinem eigenen Ausgangsniveau bewertet, anstatt ihn nur mit einer festen Tabelle oder dem Klassendurchschnitt zu vergleichen.
Die Bewertung von sozialem Verhalten (Fairness, Teamgeist) gilt als hochgradig subjektiv. Lehrkräfte nennen dies oft als Herausforderung, da es kaum messbare Kriterien gibt.
Es wird thematisiert, dass die Rolle des Sportlehrers oft zwischen "Pädagoge" und "Prüfer" schwankt und viele Lehrkräfte sich bei der Umsetzung komplexer Benotungsvorgaben allein gelassen fühlen.
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