Bachelorarbeit, 2020
65 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.1 Forschungsfrage
1.2 Aufbau dieser Arbeit
2. Forschungsmethodik
3. Die europäische Zentralbank, EZB
3.1 Die Schaffung der Europäische Zentralbank
3.2 Die Anteilseigner der EZB
3.3 Die Beschlussorgane der EZB: EZB-Rat, der erweiterte Rat und das Direktorium
3.4 Die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank und ihr Mandat
3.4.1 Das Ziel der Preisstabilität
3.4.2 Konkrete Aufgaben der Europäischen Zentralbank zur Umsetzung ihrer Ziele
3.5 Die Instrumente der Geldpolitik der EZB
3.5.1 Mindestreservepolitik
3.5.2 Offenmarktgeschäfte
4. Die Eurokrise
4.1 Finanzierungshilfen und die EZB
4.2 Zinspolitik der EZB
4.2.1 Welche Auswirkung zeigt die Niedrigzinspolitik der EZB?
4.3 Ausweitung der längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte, LTRO
4.4 Security Markets Programme, SMP
4.5 Outright Monetary Transactions Programme, OMT-Programme
4.5.1 Weitere kritische Betrachtung des OMT-Programms
4.5.2 Das OMT-Programme vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof
4.6 Quantiative Easing und das Asset Purchase Programme
4.7 Public Sector Purchase Programme, PSPP
4.7.1 Kritische Betrachtung des PSPP
4.7.2 Gerichtliche Entscheidungen zum PSPP
4.7.3 Reaktionen auf das Urteil vom 5.Mai 2020
4.8 Beurteilung der EZB-Maßnahmen in der Eurokrise
4.9 Nach der Eurokrise
5. Die Coronakrise
5.1 Die wirtschaftlichen und fiskalischen Auswirkungen der Coronakrise
5.2 Das Pandemic Emergency Purchase Programme der EZB in der Coronakrise
5.2.1 Beurteilung des Pandemic Public Purchase Programmes
5.3 Ausweitung der Longer-Term Refinancing Operations, TLTRO III, PELTRO, LTRO
5.4. Auswirkungen auf die Eurozone unter Betrachtung der geldpolitischen Maßnahmen der EZB in der Coronakrise
5.4.1 Einschätzungen zu weiteren Auswirkungen des Handelns der EZB
6. Ergebnisse
6.1. Interpretation der Ergebnisse
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft in der EU und im Eurosystem. Im Zentrum steht dabei die kritische Bewertung der geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB), insbesondere die Nutzung unkonventioneller Instrumente, sowie deren Vergleich mit den Krisenbewältigungsstrategien während der Eurokrise ab 2012.
3.5.1 Mindestreservepolitik
Die Mindestreservepolitik ist ein grundlegendes Instrument zur Sicherstellung der Einflussnahme der EZB auf die Banken und damit auf die gesamte Kredit- und Preisentwicklung in der EU. Kreditinstitute/Geschäftsbanken sind in der EU verpflichtet, Mindestreserven von durchschnittlich 2 % (Reservesatz) ihrer Mindestreservebasis bei ihrer jeweiligen nationalen Zentralbank zu hinterlegen. Ab einem Freibetrag von 100.000 € wird zum Leitzinssatz verzinst. Der Reservesatz muss in einem Monat nur durchschnittlich erfüllt werden, so kann die Geschäftsbank auf ihr eigenes, hinterlegtes Geld zugreifen, solange der Durchschnittswert erreicht bleibt. Die Geschäftsbank kann so kurzfristige Liquiditätsengpässe zinslos und kurzfristig ausgleichen, ohne teurere Kredite aufnehmen zu müssen. Man spricht hier von Glättungsfunktion. Durch die Verpflichtung zur Geldeinlage, sind die Banken immer wieder erneut gezwungen, sich Geld bei der EZB bzw. ihren Zentralbanken zu leihen, da dieses Instrument die Liquidität einschränkt. Mit der erzwungenen Nachfrage nach Zentralbankgeld erfüllt die Mindestreservepolitik eine Anbindungsfunktion an das Eurosystem und an die EZB. (Beeker, 2011, S. 77)
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Coronapandemie als historische Herausforderung und definiert die Forschungsfrage hinsichtlich der geldpolitischen Entscheidungen der EZB.
2. Forschungsmethodik: Dieses Kapitel erläutert die gewählte Vorgehensweise, primär basierend auf einer umfangreichen Literaturrecherche aktueller Fachquellen.
3. Die europäische Zentralbank, EZB: Es werden die Grundlagen, Aufgaben und das Mandat der EZB sowie die gängigen geldpolitischen Instrumente dargestellt.
4. Die Eurokrise: Der Hauptteil analysiert die Krisenbewältigung während der Eurokrise ab 2012, inklusive der Auswirkungen von Zinspolitik und speziellen Anleihekaufprogrammen.
5. Die Coronakrise: Hier werden die spezifischen Maßnahmen der EZB während der Corona-Pandemie, wie das PEPP und erweiterte Refinanzierungsgeschäfte, bewertet.
6. Ergebnisse: Die Ergebnisse fassen zusammen, dass die Maßnahmen der EZB in der Coronakrise auf bewährten Instrumenten der Eurokrise aufbauen, jedoch neue Dimensionen erreichen.
7. Fazit: Das Fazit reflektiert über die Rolle der EZB, die Problematik der Staatsfinanzierung und die Notwendigkeit einer strategischen Überprüfung des Mandats.
Europäische Zentralbank, EZB, Coronakrise, Eurokrise, Geldpolitik, PEPP, OMT-Programm, PSPP, Preisstabilität, Anleihenkäufe, Staatsfinanzierung, Liquidität, Finanzstabilität, Leitzins, Eurosystem
Die Bachelorarbeit analysiert die geldpolitischen Reaktionen der Europäischen Zentralbank auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der weltweiten Coronakrise 2020 und setzt diese in Bezug zu den Maßnahmen der vorherigen Eurokrise.
Zentral sind die Krisenbewältigungsstrategien der EZB, der Einsatz unkonventioneller geldpolitischer Instrumente sowie die rechtliche und wirtschaftliche Diskussion über die Grenzen des EZB-Mandats.
Die Arbeit untersucht, wie die geldpolitischen Entscheidungen der EZB in der Coronakrise zu bewerten sind, welche Risiken und Nutzen sie bergen und inwiefern sie mit den Maßnahmen der Eurokrise ab 2012 vergleichbar sind.
Der Verfasser nutzt eine fundierte Literaturrecherche, die auf aktuellen Fachpublikationen, Internetquellen, Presseberichten und offiziellen Dokumenten der EZB sowie der Bundesbank basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der EZB, die Analyse der Eurokrise, die Betrachtung der aktuellen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und die detaillierte Evaluierung der EZB-Maßnahmen.
Wesentliche Begriffe sind Europäische Zentralbank, Coronakrise, Geldpolitik, PEPP, Anleihenkäufe und das Mandat der Preisstabilität.
Das BVerfG hat durch seine Urteile, insbesondere zur Verhältnismäßigkeit der Anleihenkäufe (PSPP), den Druck auf die EZB erhöht, ihre Arbeit transparenter zu gestalten und ihre Mandatskonformität stärker zu belegen.
Obwohl das OMT-Programm im Krisenmanagement der Coronakrise keine direkte Anwendung findet, dient es als rechtlicher und strategischer Referenzpunkt für die Beurteilung späterer Programme wie des PEPP.
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