Bachelorarbeit, 2018
64 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung
2.1 Social Media
2.2 Sozialisation und Mediensozialisation
2.3 Identität und Körperbild
2.4 Schönheitsideale
2.6 (Self-)Objectification
3. Selbstdarstellung und Darstellung in den sozialen Medien
3.1 Vergleichsprozesse in sozialen Netzwerken
3.2 Beispiel 1: Pamela Reif
3.3 Beispiel 2: Caroline Einhoff
3.4 Beispiel 3: Lisa und Lena
3.5 Zwischenfazit
4. Medienkompetenz als Aufgabenfeld der Sozialen Arbeit
4.1 Medienpädagogische Ansätze nach Süss et al.
4.2 Visual Literacy
4.3 Selbstzufriedenheit lernen
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die Darstellung und Selbstdarstellung von Körperbildern in sozialen Medien, insbesondere am Beispiel von Instagram, und analysiert die medienpädagogischen Herausforderungen für die Rezipientinnen und Rezipienten sowie mögliche Ansätze der Sozialen Arbeit.
3. Selbstdarstellung und Darstellung in den sozialen Medien
Die Mehrheit der sozialen Online-Netzwerke ist auf eine präsentative sowie dynamische Form der Selbstdarstellung ausgelegt, die es jeder*m Nutzer*in ermöglichen soll, die gewünschten (Selbst-)Bilder zu einem selbstgewählten Zeitpunkt zu veröffentlichen und zu kommentieren (vgl. Brüggen 2017: 326). Eine wesentliche Neuerung stellte die Verbreitung des Smartphones dar, das einen ständigen Zugang zum Internet sowie zu jeder Zeit das Fotografieren und Filmen ermöglichte (vgl. ebd: 326f). Die Option der temporären Sichtbarkeit veröffentlichter Fotografien oder Videos als Anzeigeoption auf Instagram verstärkt den dynamischen Charakter und wird durch den Charakter der Vergänglichkeit sehr reizvoll für Kommunikator*innen und Rezipient*innen (vgl. ebd.). Der*die Rezipient*in hat das Gefühl, einen zwar örtlich abgegrenzten aber zeitlich unmittelbaren Eindruck mitgeteilt zu bekommen, der noch dazu durch die Ansprache in der Kommentarfunktion einen sehr persönlichen Charakter haben kann.
Die „Bewegungsfreiheit“ im virtuellen Raum ist allerdings den Interessen des Plattformanbieters unterworfen und das Individuum den Mechanismen einer kapitalistischen Risikogesellschaft nach Ulrich Beck (1985) ausgeliefert. Nach dieser hat sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts ein radikaler Wandel in der Gesellschaft vollzogen. Das Individuum könne nicht mehr tradierte Sozialformen verlassen. Auch sei eine sichere Zuordnung zu Schicht und Klasse nicht mehr möglich sei (vgl. Rummler 2014: 305).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die enorme Relevanz des Internets im Alltag Jugendlicher und führt in die Thematik der Körperdarstellung und Selbstdarstellung ein.
2. Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Social Media, Mediensozialisation, Identität, Körperbild sowie (Self-)Objectification und beleuchtet diese aus sozialisationstheoretischer Perspektive.
3. Selbstdarstellung und Darstellung in den sozialen Medien: Das Hauptkapitel analysiert die Mechanismen der Online-Inszenierung anhand von drei beispielhaften Instagram-Profilen und untersucht Vergleichsprozesse sowie die ökonomischen Hintergründe.
4. Medienkompetenz als Aufgabenfeld der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel diskutiert die Rolle der Medienpädagogik und stellt konkrete Ansätze wie Visual Literacy sowie Konzepte zur Vermittlung von Medienkompetenz in der Sozialen Arbeit vor.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über den Zusammenhang von Identitätsbildung, Körperoptimierung und medialen Einflüssen zusammen und formuliert Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit.
Instagram, Soziale Arbeit, Medienpädagogik, Körperbild, Selbstdarstellung, Identitätsbildung, Sozialisation, Selbstoptimierung, (Self-)Objectification, Influencer, Visual Literacy, Medienkompetenz, Körperästhetik, Risikogesellschaft, Vergleichsprozesse
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und Selbstdarstellung von Körperbildern in sozialen Online-Medien, mit einem speziellen Fokus auf die Plattform Instagram.
Die zentralen Felder umfassen Körperästhetik, Identitätsentwicklung, mediale Selbstoptimierung, die Rolle von Influencern und medienpädagogische Interventionsmöglichkeiten.
Das Ziel ist es, die Herausforderungen und Risiken für Nutzer durch Körperinszenierungen in sozialen Medien zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für die Medienpädagogik abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und einer systematischen Untersuchung von Fallbeispielen ausgewählter Instagram-Profile.
Im Hauptteil werden Vergleichsprozesse in Netzwerken analysiert und anhand von drei Profilen (Pamela Reif, Caroline Einhoff, Lisa und Lena) die Praxis der Körperinszenierung exemplarisch verdeutlicht.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Social Media, Identitätsbildung, (Self-)Objectification, Visual Literacy und Medienkompetenz.
Instagram dient als Raum, in dem Jugendliche durch ständige Rückkopplung (Likes, Kommentare) ihr Selbstbild erproben, sich jedoch gleichzeitig an Idealbildern orientieren, was zu Leistungs- und Anpassungsdruck führen kann.
Die Soziale Arbeit ist gefordert, medienpädagogische Konzepte zu entwickeln, die Jugendliche dabei unterstützen, Medien kritisch zu reflektieren und eine individuelle Identität frei von Optimierungszwängen zu finden.
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