Masterarbeit, 2021
145 Seiten, Note: 2.3
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Erklärung von rechtspopulistischem Wahlverhalten anhand verschiedener Wahlforschungsansätze. Insbesondere wird der Einfluss der Flüchtlingskrise auf das Wahlverhalten beleuchtet. Ziel ist es, verschiedene Ansätze aus der Wahlforschung zu analysieren und ihre Fähigkeit zu bewerten, unterschiedliche Aspekte des rechtspopulistischen Wahlverhaltens zu erklären.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Thematik und erläutert die Forschungsfrage sowie die methodische Vorgehensweise. Anschließend wird der Begriff Populismus, insbesondere Rechtspopulismus, definiert und verschiedene Erklärungsansätze für dessen Entstehung und Verbreitung vorgestellt.
Im dritten Kapitel werden verschiedene Erklärungsansätze des Wahlverhaltens vorgestellt und analysiert. Hierzu gehören soziologische Ansätze, das Ann-Arbor-Modell und der Rational-Choice-Ansatz.
Im vierten Kapitel wird die AfD als Beispiel für eine rechtspopulistische Partei in Deutschland betrachtet. Zunächst wird ein geschichtlicher Abriss der Partei gegeben und die Entwicklung ihrer Wählerschaft analysiert.
Die Kapitel 3.3 und 3.4 untersuchen die Anwendung der verschiedenen Erklärungsansätze des Rechtspopulismus und des Wahlverhaltens auf die AfD. Dabei werden die spezifischen Merkmale und Motive der AfD-Wählerschaft beleuchtet.
Rechtspopulismus, Wahlverhalten, Flüchtlingskrise, AfD, Ökonomische Ansätze, Kulturelle Ansätze, Politische Ansätze, Soziologische Ansätze, Ann-Arbor-Modell, Rational-Choice-Ansatz, Wählertypen, Stammwähler, Wechselwähler, Protestwähler, Nicht-Wähler.
Die Flüchtlingskrise wirkte als Katalysator, der die Themen Sachorientierung und Kandidatenfokus verschob und der AfD einen massiven Zuwachs an Protest- und Wechselwählern bescherte.
Dieser Ansatz untersucht den Einfluss des direkten sozialen Umfelds (Familie, Freunde, Berufsgruppe) sowie Faktoren wie Alter, Geschlecht und Konfession auf die individuelle Wahlentscheidung.
Er betrachtet gesellschaftliche Konfliktlinien (Cleavages). Eine Hypothese ist beispielsweise, dass die AfD in ländlichen Regionen stärker gewählt wird als in urbanen Zentren.
Das Modell unterscheidet zwischen langfristigen Variablen (Parteiidentifikation) und kurzfristigen Einflüssen (Kandidaten- und Sachorientierung), um das Verhalten der Wähler zu erklären.
Wähler entscheiden sich rational für eine Partei, wenn sie glauben, dass diese ihre Interessen am besten vertritt oder wenn sie durch eine Protestwahl (expressives Wählen) ein politisches Signal senden wollen.
In der Forschung wird zwischen Stammwählern (feste Bindung), Wechselwählern, Protestwählern (Unzufriedenheit mit dem System) und Nicht-Wählern differenziert.
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