Masterarbeit, 2021
145 Seiten, Note: 2.3
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Definition Populismus
2.1.1 Populismus als rhetorischer Stil
2.1.2 Populismus als dünne Ideologie
2.1.3 Rechtspopulismus
2.2 Erklärungsansätze des Rechtspopulismus
2.2.1 Ökonomischer Ansatz
2.2.2 Kultureller Ansatz
2.2.3 Politischer Ansatz
2.3 Erklärungsansätze des Wahlverhaltens
2.3.1 Soziologische Ansätze
2.3.1.1 Mikrosoziologischer Ansatz
2.3.1.2 Makrosoziologischer Ansatz
2.3.2 Ann-Arbor-Modell
2.3.3 Rational-Choice-Ansatz
2.4 Wählertypen
2.4.1 Stammwähler
2.4.2 Wechselwähler
2.4.3 Protestwähler
2.4.4 Nicht-Wähler
2.5 Definition Krise
3. Anwendung Alternative für Deutschland
3.1 Geschichtlicher Abriss
3.2 Wählerwanderung
3.2.1 Stammwähler
3.2.2 Wechselwähler
3.2.3 Protestwähler
3.2.4 Nicht-Wähler
3.3 Anwendung der Erklärungsansätze des Rechtspopulismus
3.3.1 Ökonomischer Ansatz
3.3.2 Kultureller Ansatz
3.3.3 Politischer Ansatz
3.4 Anwendung der Erklärungsansätze des Wahlverhaltens
3.4.1 Soziologische Ansätze
3.4.1.1 Mikrosoziologischer Ansatz
3.4.1.2 Makrosoziologischer Ansatz
3.4.2 Ann-Arbor-Modell
3.4.3 Rational-Choice-Ansatz
4. Fazit und Forschungsperspektive
Die Arbeit analysiert, wie verschiedene politikwissenschaftliche Wahlforschungsansätze das Wahlverhalten zugunsten rechtspopulistischer Parteien – insbesondere der Alternative für Deutschland (AfD) – erklären können. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf der Rolle der Flüchtlingskrise als potenzieller Katalysator für diese Entwicklungen.
2.1.1 Populismus als rhetorischer Stil
Betrachtet man den Populismus als rhetorisches Stilmittel, so ist lediglich das sprachliche Geschick bzw. die Fähigkeit von Nöten, Sprache und Inhalt direkt an das Publikum zu richten und somit auf das Publikum einzuwirken (vgl. ebd.). Dabei ist auffällig, dass Populisten ursprünglich kein eigenes politisches Programm haben. Es wird vielmehr darauf geachtet, welche Themen aktuell brisant sind und ob gewisse Teile der Bevölkerung klare Forderungen haben, die sich meist gegen die Regierung richten. Somit ist Populismus eine Form des Opportunismus, welcher von demagogischer Politik geprägt ist. Diese Stellung ist sehr günstig, da sie es ermöglicht, inhaltlich flexibel zu sein, um sich so stets als „Vertreter des Volkes“ darstellen zu können (vgl. Nohlen 2004, S. 13). Populistische Parteien weisen somit wie jede andere Oppositionspartei auch Fehler der Regierung hin. Populisten verstehen sich und ihre Anhänger jedoch vor allem als Opfer der Globalisierung. Vielmehr fordern sie, dass die „kleinen Leute“ ernstgenommen werden und direkt mit dem Volk kommuniziert wird (vgl. Nohlen 2004, S. 832). Populistische Parteien versuchen in diesem Zusammenhang, stets zu polarisieren. Aussagen wie die folgenden waren so verpackt, dass sie vergangene Unzufriedenheit mit einer befreienden Zukunft paaren: „[W]hile they preach impending doom, they also offer salvation.“ (Albertazzi und McDonnell 2008, S. 5).
Im Kommunikationsstil von Populisten wird sichtbar, dass eine starke Personalisierung und eine Emotionalisierung in Kombination mit der Opferrolle wichtige Bestandteile sind. Zur Emotionalisierung dient meist das Schüren von Ängsten als Werkzeug – bei Rechtspopulisten bezüglich „fremden“ Personen -, welches deutlich wird, wenn man das Freund-Feind-Schema betrachtet (vgl. Diehl 2012). Dies steht für die Dichotomie zwischen der Bevölkerung, die die Opferrolle darstellt und den „Anderen“ und der „Elite“. Für Populisten hat die starke Personalisierung den Vorteil, dass klare Feindbilder geschaffen werden, gegen die das „Volk“ seine Kräfte bündelt.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Rechtspopulismus in Europa und Deutschland ein und definiert die Flüchtlingskrise als zentralen Untersuchungsgegenstand zur Erklärung von Wählerwanderungen.
2. Theorie: Hier werden theoretische Grundlagen des Populismus, des Rechtspopulismus sowie zentrale Erklärungsansätze des Wahlverhaltens und verschiedene Wählertypologien dargelegt.
3. Anwendung Alternative für Deutschland: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Ansätze auf die AfD, analysiert Wählerwanderungen sowie die Relevanz ökonomischer, kultureller und politischer Faktoren vor und nach der Flüchtlingskrise.
4. Fazit und Forschungsperspektive: Die Arbeit resümiert die Ergebnisse und diskutiert die Rolle der Flüchtlingskrise als Katalysator sowie den Bedarf an weiterführender empirischer Forschung.
Rechtspopulismus, Alternative für Deutschland, AfD, Wahlverhalten, Flüchtlingskrise, Wahlforschung, Wählerwanderung, Stammwähler, Wechselwähler, Protestwähler, Rational-Choice-Ansatz, Cleavage-Theorie, Politische Partizipation, Wohlfahrtschauvinismus, Globalisierung.
Die Arbeit untersucht, wie politikwissenschaftliche Erklärungsmodelle das Wahlverhalten zugunsten rechtspopulistischer Parteien, mit speziellem Fokus auf die AfD in Deutschland, interpretieren.
Neben der Definition von Populismus als rhetorischer Stil und Ideologie stehen die theoretischen Erklärungsansätze für das Wählerverhalten sowie die empirische Anwendung dieser Theorien auf die AfD im Zentrum.
Ziel ist es, die Ursachen für das Wahlverhalten zugunsten der AfD zu ergründen und dabei insbesondere zu prüfen, inwieweit die Flüchtlingskrise als Katalysator gewirkt hat.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die bestehende Wahlforschungsansätze (soziologische Modelle, Ann-Arbor-Modell, Rational-Choice) auf aktuelle empirische Daten zur AfD anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Aufarbeitung der Wahlforschung und eine detaillierte Anwendung dieser Konzepte auf die AfD, inklusive einer Analyse von Wählerwanderungen und spezifischen Wählergruppen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Rechtspopulismus, Wahlverhalten, Flüchtlingskrise, Wählerwanderung und verschiedene Typologien von Wählern geprägt.
Der Autor argumentiert, dass die Flüchtlingskrise als Katalysator fungierte, indem sie kulturelle Ängste instrumentalisierte und die AfD als „Protestpartei“ für unzufriedene Wähler attraktiv machte.
Während der „reine Protestwähler“ primär aus Unzufriedenheit und ohne feste Ideologie wählt, trifft der „rationale Protestwähler“ eine bewusste Entscheidung basierend auf einer Abwägung politischer Defizite und Ziele im Vergleich zu anderen Optionen.
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