Examensarbeit, 2002
123 Seiten, Note: 1,0
0. Einleitung
I. DAS PHÄNOMEN SUCHT
1. Der Weg in die Sucht
2. Begriffsklärung Sucht
2.1. Zusammenfassung der Merkmale einer Sucht
2.2. Stoffgebundene Abhängigkeit
2.3. Stoffungebundene Abhängigkeit
2.4. Psychische Abhängigkeit
2.5. Physische Abhängigkeit
3. Drogen
II. URSACHEN FÜR DIE SUCHTENTSTEHUNG BEI JUGENDLICHEN
1. Entstehung von Sucht
1.1. Multifaktorielle Suchtgenese
1.2. Das Ursachendreieck
2. Personale Risikofaktoren für Drogensucht
2.1. Genetisch-biologische Risikofaktoren
2.2. Persönlichkeit
3. Soziale Risikofaktoren für Drogensucht
3.1. Umwelt
3.2. Familie
3.3. Schule
3.4. Peer-Group
4. Theoretische Ansätze zur Erklärung der Entstehung von Drogensucht
4.1. Psychoanalytische Theorie
4.2. Lernpsychologische Theorie
4.3. Sozialpsychologische Theorie
4.4. Sinnorientierte Theorie
5. Faktoren des Suchtmittels
III. SUCHTPRÄVENTION
1. Begriffsklärung Prävention
2. Präventionskonzepte im Wandel der Zeit
2.1. 60er Jahre: Abschreckung
2.2. 70er Jahre: Aufklärung
2.3. 80er Jahre: Auseinandersetzung
2.4. Suchtprävention seit den 90er Jahren bis heute
2.4.1. Kommunikative Maßnahmen
2.4.2. Strukturelle Maßnahmen
3. Strukturen der Suchtprävention in Deutschland
4. Drei Ebenen der Prävention
4.1. Primärprävention
4.2. Sekundärprävention
4.3. Tertiärprävention
IV. SUCHTPRÄVENTION IN DER SCHULE
1. Schulische Prävention
1.1. Ziele der schulischen Prävention
1.2. Die Rolle der Lehrer
1.3. Sekundärprävention in der Schule
1.4. Erlass des Kultusministeriums Baden-Württemberg
2. Gesundheitsförderung
2.1. Begriffsklärung Gesundheit
2.2. Gesundheitsförderung im Sinne der Ottawa Charta
2.3. Gesundheitsförderung in der Schule
2.4. Unterscheidung Gesundheitsförderung - Prävention
3. Methoden der Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule
3.1. Affektive Erziehung
3.2. Standfestigkeitstraining
3.3. Life-Skill-Training
3.4. Erlebnispädagogik
V. PRAKTISCHE DURCHFÜHRUNG VON SUCHTPRÄVENTIONSPROJEKTEN AN SCHULEN
1. Erleben Pur - Mannheim
1.1. Lehrerfortbildung
1.2. Elternabend
1.3. Erster Projekttag
1.4. Zweiter Projekttag
1.5. Beobachtungen zum zweiten Projekttag
1.6. Beurteilung
2. Starter Programm - Heidelberg
2.1. Das Programm für die fünften Klassen
2.2. Beobachtungen am ersten Projekttag
2.3. Beobachtungen am dritten Projekttag
2.4. Beurteilung
3. Prävention durch die Polizei
3.1. Beobachtungen an einem Vormittag
3.2. Beurteilung
VI. RESÜMEE
Die vorliegende wissenschaftliche Hausarbeit analysiert das Phänomen Sucht und die Möglichkeiten der Suchtprävention im schulischen Kontext, mit einem besonderen Fokus auf die Situation von Jugendlichen und ausgewählten Praxisbeispielen aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Ziel der Arbeit ist es, auf Basis einer theoretischen Fundierung der Suchtentstehung und der Präventionsmethoden, schulische Handlungsansätze zur Förderung von Gesundheitsbewusstsein und Resilienz bei Heranwachsenden aufzuzeigen und kritisch zu bewerten.
1.1. Multifaktorielle Suchtgenese
Dieser Ansatz zur Erklärung der Entstehung von Sucht geht davon aus, dass einem süchtigen Verhalten immer ein Geflecht aus Ursachen zugrunde liegt. Verschiedene Faktoren begünstigen und bedingen sich, so dass es zu einer Abhängigkeit von Suchtmitteln kommt (vgl. MEYENBERG et al. 1993, 59). Dies muss dabei so verstanden werden, dass einzelne Theorien, die in der Forschung und Wissenschaft bestehen, miteinander verbunden werden.
Die Schwerpunkte, die in der Entstehung der Sucht zu sehen sind, benennt die multifaktorielle Theorie wie folgt:
- Persönlichkeit
- gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
- soziale Nahraum
- Droge
Die Persönlichkeit wird von der Psychoanalyse, der Persönlichkeitspsychologie und dem biologischen Forschungsstand in Betracht genommen.
Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben einen erheblichen Einfluss auf das Verhalten einer Person. Dabei werden verschiedene Eigenschaften dieser Gesellschaft aufgezählt. Der soziale Nahraum bezieht die Familie des Suchtkranken, sowie die Peer-Groups und die Schule mit ein. Die Familie prägt in zweierlei Hinsicht: einerseits werden die Kinder von ihren Eltern erzogen, sie vermitteln ihnen Werte und Normen, andererseits fungieren Vater und Mutter auch als Vorbilder, die mit eigenem unverantwortlichem Umgang mit Drogen ihre Kinder beeinflussen können (Kap. II.4.2.) (vgl. ebd., 67f).
Der Faktor Droge wird durch die Art, Verfügbarkeit, Dosis, Wirkung und die Einnahmedauer bestimmt (vgl. WÖBKE 1975, 78).
0. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas Sucht bei Jugendlichen anhand aktueller Statistiken und begründet das persönliche Interesse sowie die Zielsetzung der Arbeit.
I. DAS PHÄNOMEN SUCHT: Dieses Kapitel definiert den Begriff Sucht, grenzt ihn von bloßem Konsum ab und erläutert die verschiedenen Formen und Symptome der Abhängigkeit.
II. URSACHEN FÜR DIE SUCHTENTSTEHUNG BEI JUGENDLICHEN: Der Hauptteil untersucht die komplexen, multikausalen Ursachen von Sucht, wobei persönliche, soziale und drogenspezifische Faktoren analysiert werden.
III. SUCHTPRÄVENTION: Hier erfolgt eine Definition und historische Einordnung der Suchtprävention, ergänzt durch eine Darstellung der verschiedenen Ebenen und Strukturen in Deutschland.
IV. SUCHTPRÄVENTION IN DER SCHULE: Dieses Kapitel fokussiert auf die Rolle der Schule als Ort der Prävention, diskutiert Gesundheitsförderung und stellt relevante Methoden wie Erlebnispädagogik oder Lebenskompetenztrainings vor.
V. PRAKTISCHE DURCHFÜHRUNG VON SUCHTPRÄVENTIONSPROJEKTEN AN SCHULEN: Der Praxisteil stellt drei Projekte aus dem Rhein-Neckar-Kreis vor und wertet deren Umsetzung und Wirksamkeit basierend auf eigenen Beobachtungen aus.
VI. RESÜMEE: Das Resümee fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont, dass Prävention als langfristige Aufgabe zu verstehen ist, die das gesamte Umfeld einbeziehen muss.
Suchtprävention, Drogenkonsum, Jugendalter, Gesundheitsförderung, Suchtentstehung, Primärprävention, Schule, Lebenskompetenz, Erlebnispädagogik, Risikofaktoren, Abhängigkeit, Sozialisation, Suchtberatung, Rhein-Neckar-Kreis, Verhaltensänderung.
Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Suchtprävention bei Jugendlichen, insbesondere mit dem Ziel, Ursachen für Suchtentwicklung zu identifizieren und effektive schulische Präventionsansätze zu erarbeiten.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition von Sucht, die Analyse persönlicher und sozialer Risikofaktoren, die historische Entwicklung präventiver Ansätze sowie die spezifische Rolle und Methoden der Schule bei der Gesundheitsförderung.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer theoretischen Analyse der Suchtgenese und der Präventionsgeschichte aktuelle Möglichkeiten für eine gelingende Suchtvorbeugung an Schulen zu eruieren und durch Praxisbeispiele zu evaluieren.
Es handelt sich um eine literaturgestützte theoretische Arbeit, die durch eigene empirische Beobachtungen und Analysen von drei ausgewählten Präventionsprojekten im Rhein-Neckar-Kreis ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Ursachen für die Suchtentstehung bei Jugendlichen (z.B. Familie, Peer-Group, Leistungsdruck), die methodische Aufarbeitung von Präventionskonzepten und die Analyse schulischer Interventionsmöglichkeiten.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Suchtprävention, Jugendalter, Gesundheitsförderung, Risikofaktoren und Lebenskompetenz geprägt.
Die Projekte "(Er)leben pur", "Starter Programm" und die polizeiliche Prävention werden als Fallbeispiele genutzt, wobei insbesondere die unterschiedlichen Herangehensweisen hinsichtlich des Einbezugs der Jugendlichen und deren Wirksamkeit miteinander verglichen werden.
Die Arbeit grenzt beide Konzepte voneinander ab, um zu verdeutlichen, dass moderne Suchtprävention heute vermehrt ganzheitlich als Gesundheitsförderung verstanden wird, anstatt sich lediglich auf das bloße Verhindern von Substanzkonsum zu fokussieren.
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