Diplomarbeit, 2002
100 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Entwicklung des deutschen Sozialstaates
2.1. Das Wesen des deutschen Sozialstaates
2.2. Die Historie des deutschen Sozialstaates
2.3. Perspektiven der Sozialstaatsentwicklung
2.3.1. Veränderungen in der Erwerbstätigkeit und die Auswirkungen auf das Sozialversicherungssystem
2.3.2. Pluralisierung der Lebensformen und die Auswirkungen auf das Sozialversicherungssystem
2.3.3. Auswirkungen demografischer Veränderungen auf das Sozialversicherungssystem
2.4. Zwischenfazit
3. Die Globalisierung
3.1. Die transnationale Entzugsmacht
3.2. Das Souveränitäts-Dilemma als Folge der Denationalisierung
3.3. Demokratie-Dilemma als Folge der Globalisierung
3.4. Regieren jenseits des Nationalstaates
3.5. Kosmopolitische Ethik und Weltmachtpolitik
3.6. Die kulturelle Globalisierung
3.7. Globalisierung, Globalismus und Globalität
3.8. Zwischenfazit
4. Sozialstaat unter Globalisierungswirkungen
4.1. Was ist Arbeitslosigkeit?
4.2. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit
4.2.1. Exkurs: Diversitäten in der Erhebung/Messung von Arbeitslosigkeit und deren unterschiedliche internationale Konzepte
4.3. Globalisierung und Arbeitslosigkeit
4.3.1. Arbeitslosigkeit und globalisierter Handel
4.3.2. Direktinvestitionen
4.3.3. Arbeitslosigkeit und makroökonomische Steuerung
4.3.4. Ist der deutsche Standort in einer Krise?
4.3.5. Hysterese und Persistenz
4.4. Zwischenfazit
5. Perspektiven der Sozialstaatsentwicklung unter sich verändernden Rahmenbedingungen
5.1. Wirtschaftspolitische Reformen zur Stärkung der Innovationsdynamik
5.2. Sozialpolitische Reformen auf die Veränderungen im Arbeitsmarkt
5.3. Re-Regulierung als Möglichkeit der Widerherstellung Politischer Handlungsmöglichkeiten, durch die Schaffung transnationaler demokratischer Institutionen
5.4. Exkurs: Die Öko-Steuer
5.5. Reformmöglichkeiten der Alterssicherung
5.6. Zwischenfazit
6. Resümee
Die Arbeit analysiert, inwieweit die Globalisierung als Hauptursache für die Überforderung des deutschen Sozialversicherungssystems und die hohe Arbeitslosigkeit betrachtet werden kann, um daraus fundierte Reformmöglichkeiten für die Zukunft des Sozialstaates abzuleiten.
3.1. Die transnationale Entzugsmacht
Wie oben schon kurz angedeutet, ist die Globalisierungsdebatte vor allem eine ökonomische Debatte, umso verwunderlicher ist es, dass es bis jetzt unklar geblieben ist, ob es überhaupt so etwas wie eine wirtschaftliche Globalisierung gibt. Das stärkste Argument, was von Globalisierungsgegnern angebracht, wird, ist, dass anhand der Daten zur Entwicklung des Welthandels, der Weltproduktion, der Kapitalmobilität und der internationalen Arbeitsimmigration der Grad der weltwirtschaftlichen Verflechtungen ungefähr dem entspricht, der schon vor dem Ersten Weltkrieg erreicht wurde. Deshalb ist es auch dringend notwendig, zwischen Internationalisierung der Wirtschaft und Globalisierung der Wirtschaft zu unterscheiden. Internationalisierung der Wirtschaft beschreibt den grenzüberschreitenden Handel, der territorial begrenzt ist. Die Grenzen des internationalisierten Handels sind die territorialen Grenzen der OECD. Der internationale Handel der Industrieländer findet vor allem untereinander statt, und nur zu Bruchteilen mit den Schwellenländern sowie den Entwicklungsländern. Was sich aber verändert hat und somit auf die wirtschaftliche Globalisierung zurückschließen lässt, ist die zunehmende Entgrenzung und Beschleunigung der weltwirtschaftlichen Dynamik.
Die Beschleunigung der weltwirtschaftlichen Dynamik lässt sich am besten an den Veränderungen auf den Finanzmärkten deutlich machen. Durch den Einsatz der modernsten Informations- und Kommunikationstechnologien können nun in Echtzeit finanzielle Transaktionen weltweit durchgeführt werden, dort wo gerade der größte Profit zu erreichen ist. Zeit bzw. die effizienteste Nutzung der Zeit ist zum Leitgedanken der Ökonomie geworden. Produktionsstandorte produzieren nur dann möglichst rentabel, wenn die Maschinenlaufzeiten optimal ausgenutzt werden. Produktzyklen verringern sich immer mehr, die Produktivität, also der benötigte Zeitraum für die Herstellung eines bestimmten Gutes, nimmt weiterhin zu. Ziel ist es, den Kreislauf des Kapitals zu beschleunigen, damit das Kapital wieder genutzt werden kann für den neuen Einsatz und die erneute Bildung von Profiten.
1. Einleitung: Stellt das Modell des deutschen Sozialstaats vor und thematisiert dessen aktuelle Herausforderungen durch Globalisierung, demografischen Wandel und hohe Arbeitslosigkeit.
2. Die Entwicklung des deutschen Sozialstaates: Analysiert die historische Genese, das normative Konzept und die ordnungspolitischen Prinzipien des deutschen Sozialstaats bis in die Gegenwart.
3. Die Globalisierung: Definiert Globalisierung als mehrdimensionales Phänomen und differenziert zwischen dem Prozess der Globalisierung, Globalität als Ziel und Globalismus als Ideologie.
4. Sozialstaat unter Globalisierungswirkungen: Untersucht empirisch die These, ob Globalisierung als Hauptverursacher der Arbeitslosigkeit in Deutschland gelten kann, unter Einbeziehung ökonomischer Theorien.
5. Perspektiven der Sozialstaatsentwicklung unter sich verändernden Rahmenbedingungen: Präsentiert zukunftsorientierte Reformansätze, wie bildungspolitische Investitionen, transnationale Kooperationen und die Einführung einer Öko-Steuer.
6. Resümee: Führt die Ergebnisse zusammen und bekräftigt die Bedeutung des Sozialstaats trotz Globalisierungsdruck, unterstreicht jedoch die Notwendigkeit politischer Gestaltung.
Sozialstaat, Globalisierung, Arbeitslosigkeit, Sozialversicherung, Standortdebatte, Demografischer Wandel, Humankapital, Öko-Steuer, Strukturwandel, Denationalisierung, Reformpolitik, Wirtschaftswachstum, Bildungspolitik, Lohnstückkosten, Investitionsdynamik
Die Diplomarbeit untersucht die Anpassungsfähigkeit und Zukunftsperspektiven des deutschen Sozialstaats unter den Bedingungen einer zunehmenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Globalisierung.
Die Arbeit deckt die historische Entwicklung des Sozialstaats, die theoretische und praktische Definition von Globalisierung, die Ursachen der Arbeitslosigkeit sowie konkrete Reformvorschläge für die soziale Sicherung ab.
Das Hauptziel ist es zu analysieren, ob Globalisierung die Hauptursache für die Überforderung des Sozialstaates ist und welche politischen Handlungsspielräume bestehen, um soziale Sicherheit langfristig zu garantieren.
Es erfolgt eine politikwissenschaftliche und ökonomische Analyse, die auf der Auswertung bestehender Theorien, statistischer Daten und aktueller wirtschaftspolitischer Debatten basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Sozialstaatsentwicklung, eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Globalisierungsbegriff sowie eine empirische Untersuchung der Wirkungsmechanismen zwischen Globalisierung und Arbeitslosigkeit.
Zentrale Begriffe sind Sozialstaat, Globalisierung, Arbeitslosigkeit, Standortdebatte, Humankapital, Öko-Steuer und Strukturwandel.
Die Arbeit argumentiert, dass die oft behauptete Standortschwäche Deutschlands im internationalen Wettbewerb empirisch nicht haltbar ist und primär durch spezifische Eigentumsstrukturen sowie Währungsaufwertungen erklärt werden kann.
Sie wird als Instrument gesehen, um die Finanzierung des Sozialstaats teilweise von den belasteten Löhnen auf den Ressourcenverbrauch zu verlagern und zugleich ökonomische Innovationsanreize zu schaffen.
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