Diplomarbeit, 2002
27 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2. Lage der Energiewirtschaft
2.1 Liberalisierung der Energiemärkte
2.2 Verbändevereinbarungen
3 Anpassungsmöglichkeiten
3.1 Notwendigkeiten der Anpassung
3.2 Möglichkeiten der Anpassung
3.3 Outsourcing als eine Form der Anpassung
3.3.1 Begriffserklärung
3.3.2 Entstehung
3.3.3 Eigenfertigung / -leistung oder Fremdbezug
3.3.4 Vor- und Nachteile von Outsourcing
3.3.4.1 Vorteile von Outsourcing
3.3.4.2 Nachteile von Outsourcing
3.3.5 Anwendungsfelder von Outsourcing
4. SpreeGas – ein Energiedienstleister stellt sich dem Markt
4.1 Erreichung des Unternehmensziels unter sich ändernden Bedingungen
4.2 Outsourcing bei SpreeGas
4.3 Weitere Anpassungsmöglichkeiten
5. Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die strategische Relevanz von Outsourcing als Anpassungsmaßnahme für Unternehmen der deutschen Energiewirtschaft unter dem Druck der Liberalisierung und eines zunehmend wettbewerbsorientierten Marktumfeldes.
3.3.4.1 Vorteile von Outsourcing
- Erhöhung der Flexibilität
Ein Unternehmen, welches Leistungen extern zukauft, gewinnt an strategischer Flexibilität. Der Zutritt zu einem neuen Markt ist schneller möglich, da keine Infrastruktur aufgebaut und keine Know-how-Barriere überwunden werden muss. Auch der Marktaustritt wird erleichtert: Der Rückzug aus bestimmten Produktsegmenten oder Absatzmärkten ist leichter, da zuvor keine Investitionen, z.B. in Gebäude, Maschinen getätigt wurden.
Durch Reduzierung der Fertigungstiefe bedingte Auslagerung von bisher intern erbrachten Leistungsprozessen ermöglicht die Nutzung von Spezialisierungsvorteilen der Externen. Die damit erreichte geringere Komplexität der Produktionsprozesse führt zur Vereinfachung der Administration von Produktionsplanung und Materialdisposition.
- Optimierung der Kostenstruktur
Outsourcing kann direkt zu geringeren variablen Kosten führen, wenn externe Anbieter aufgrund von Größenvorteilen (Betriebsgröße, Produktionskapazität) rationellere Herstellungsmethoden anwenden, im Ausland mit niedrigeren Lohnstückkosten fertigen, bzw. ihre Fixkosten auf einen breiteren Nutzerstamm verteilen und dadurch ihre Durchschnittskosten senken können.
Fixkostenvorteile entstehen in mittelständischen Betrieben durch Wegfall von Overhead-Funktionen vergleichbarer Großunternehmen.
1 Einleitung: Einführung in die Marktveränderungen durch die Liberalisierung der Energiewirtschaft und die Relevanz des Outsourcings.
2. Lage der Energiewirtschaft: Analyse der Transformation der Strom- und Gasmärkte von Monopolstrukturen hin zu Wettbewerbsmärkten durch rechtliche Rahmenbedingungen.
3 Anpassungsmöglichkeiten: Darlegung strategischer Optionen für Unternehmen, mit besonderem Fokus auf das Outsourcing als Instrument der Prozessoptimierung.
4. SpreeGas – ein Energiedienstleister stellt sich dem Markt: Konkrete Fallstudie zur strategischen Neuausrichtung und praktischen Umsetzung von Outsourcing-Maßnahmen bei einem regionalen Gasversorger.
5. Schlussbetrachtung und Ausblick: Resümee zur zukünftigen Notwendigkeit von Kundenbindung und weiteren strukturellen Anpassungen im Energiesektor.
Outsourcing, Energiewirtschaft, Liberalisierung, Wettbewerb, Kostenoptimierung, Flexibilität, Fremdbezug, SpreeGas, Prozessmanagement, Kundenbindung, strategische Neuausrichtung, Energiedienstleister, Make-or-Buy, Marktanpassung, Strukturveränderung.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen der Energiewirtschaft durch strategische Anpassungen, insbesondere Outsourcing, auf den Wegfall ihrer Monopolstellung und den zunehmenden Wettbewerbsdruck reagieren.
Im Mittelpunkt stehen die Liberalisierung der Energiemärkte, die theoretischen Aspekte des Outsourcings sowie die praktische Anwendung dieser Instrumente zur Unternehmenssteuerung.
Die Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten der betroffenen Unternehmen aufzuzeigen, ihre Marktposition unter veränderten, wettbewerbsintensiven Bedingungen durch Anpassungsmaßnahmen zu sichern.
Die Untersuchung kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Instrumentarium des Outsourcings mit einer fallstudienbasierten Analyse eines regionalen Energiedienstleisters.
Der Hauptteil beleuchtet die Notwendigkeit von Anpassungen, die Definition und Entstehung von Outsourcing, dessen Vor- und Nachteile sowie dessen konkrete Umsetzung in einem Unternehmen.
Wichtige Begriffe sind Outsourcing, Liberalisierung, Energiewirtschaft, Wettbewerb, Kostenoptimierung und strategische Neuausrichtung.
SpreeGas lagerte zwischen 1991 und 2001 unter anderem den Anlagenbau, die Wartung von Druckbereichen, die Lagerhaltung sowie Teile der Vermessung und die Wartung von Druckregelanlagen an externe Dienstleister aus.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Outsourcing allein nicht ausreicht; langfristiger Erfolg erfordert eine kontinuierliche Kundenorientierung, schlanke Managementstrukturen und die Erschließung neuer, innovativer Geschäftsfelder.
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