Bachelorarbeit, 2021
48 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Das Konzept der Resilienz
2.1 Resilienz als Leitmotiv politischen Handelns
2.2 Analyse des Konzepts
2.2.1 Eigenschaften von Resilienz
2.2.2 Ziele, AkteurInnen und Resilienzobjekte
2.2.3 Resilienzinstrumente und Aktivitäten
2.2.4 Messung und Bewertung von Resilienzmaßnahmen
2.3 Raster zur Analyse von Resilienzprojekten
2.4 Kritische Anmerkungen zum Konzept
3 Die außen- und sicherheitspolitische Ausrichtung der Union seit 2016
3.1 Grundsätze und prioritäre Ziele der Globalen Strategie
3.2 Resilienz als neues Paradigma
3.3 Kritik am Resilienzkonzept der EU
4 Die Nahost-Politik der Europäischen Union im Überblick
4.1 Motive und Ziele
4.2 Positionen und aktuelle Handlungsfelder
5 Die Umsetzung des Resilienzkonzepts der Europäischen Union
5.1 Konfliktprävention und Krisenbewältigung in der südlichen Nachbarschaft
5.2 Auswahl der Projekte und Untersuchungszeitraum
5.3 Überregionale Resilienzmaßnahmen
5.3.1 „Support to Intra-Palestinian Dialogue and the Resilience of Children and Youths Affected by Conflict in Palestine“
5.3.2 Resilienzförderung kleiner und mittlerer Unternehmen
5.4 „Enhancing Gaza Economic Resilience“
5.5 Resilienzprojekte im Westjordanland
5.5.1 „Supporting Palestinian Presence in Area C“
5.5.2 Resilienzinitiative der Europäischen Investitionsbank
5.6 Resilienzprogramme in Ost-Jerusalem
5.6.1 „Support to East Jerusalem in 2018, 2019 and 2020“
5.6.2 Unterstützung des Netzwerks palästinensischer Krankenhäuser
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie die Europäische Union (EU) ihr Konzept der Resilienz – verankert in der Globalen Strategie von 2016 – durch gezielte Förderprogramme im israelisch-palästinensischen Konflikt umsetzt, und bewertet, inwieweit diese Maßnahmen tatsächlich zur Stabilisierung und Konfliktbewältigung beitragen.
2.1 Resilienz als Leitmotiv politischen Handelns
In Zeiten komplexer politischer Herausforderungen schickt sich Resilienz an, zum neuen Leitmotiv für die Konflikt- und Krisenbewältigung zu werden. Mit dem Begriff ist in wissenschaftlichen Diskursen ein neues Schlagwort aufgetaucht, das schnell eine große Faszination entfaltet hat (Steinhilber 2016: 1). Von seinem lateinischen Ursprung (resilire) her meint Resilienz die Fähigkeit, zum Ausgangspunkt zurückzukehren, sich also von Beeinträchtigungen zu erholen.
Das Konzept der Resilienz als der Fähigkeit, auf äußere Störungen widerständig (Annen 2019: 1) zu reagieren, findet sich in verschiedenen Anwendungsbereichen wieder. In einer Vielzahl an Disziplinen wie Psychologie, Geografie, Ökologie oder Ingenieurswissenschaften und in unterschiedlichen Politikfeldern (z.B. in der Außen-, Sicherheits-, Entwicklungs- oder Klimapolitik) haben sich eigene Perspektiven dieses Konzepts entwickelt (Ostheimer 2018: 330).
Wie alle Breitbandbegriffe ist Resilienz in seiner Bedeutung variierend und wird in verschiedenen Kontexten unterschiedlich verstanden. Das ist Teil seiner Ausstrahlung und Teil des Problems. Resilienz erscheint als der Schlüssel zur Bewältigung komplexer Herausforderungen und binnen weniger Jahre avancierte der Terminus von einem Nischen- zu einem Mainstreambegriff.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die besondere historische Beziehung zwischen Europa und dem Nahen Osten und führt das Resilienzkonzept als Kernelement der EU-Globalstrategie von 2016 ein, welches in dieser Arbeit kritisch hinterfragt wird.
2 Das Konzept der Resilienz: Dieses Kapitel erarbeitet den theoretischen Bedeutungsgehalt von Resilienz, differenziert zwischen verschiedenen Formen und analysiert die Instrumente und Bewertungskriterien, die in einem eigens entwickelten Raster für politische Projekte zusammengefasst werden.
3 Die außen- und sicherheitspolitische Ausrichtung der Union seit 2016: Es werden die Grundsätze und Ziele der Globalen Strategie dargestellt, wobei der Fokus auf dem neuen Paradigma der Resilienz liegt, das eine pragmatische Wende gegenüber früheren, stärker transformativ ausgerichteten Entwicklungszielen darstellt.
4 Die Nahost-Politik der Europäischen Union im Überblick: Dieses Kapitel skizziert die Motive und Ziele des EU-Engagements im israelisch-palästinensischen Konflikt und erläutert die verschiedenen Handlungsfelder, in denen die Union aktiv zur Stabilisierung beitragen möchte.
5 Die Umsetzung des Resilienzkonzepts der Europäischen Union: Der empirische Hauptteil analysiert sieben ausgewählte Förderprojekte in Palästina auf ihre praktische Umsetzung des Resilienzansatzes, wobei zwischen verschiedenen Resilienztypen und Wirkungsgraden differenziert wird.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet die Ergebnisse der Untersuchung und diskutiert, ob der Resilienzansatz der EU im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts eher eine kurzfristige Bewältigungsstrategie oder eine nachhaltige politische Perspektive bietet.
Resilienz, Europäische Union, Nahost-Konflikt, Globale Strategie, Friedensförderung, Krisenbewältigung, Palästina, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Krisenfestigkeit, Widerstandsfähigkeit, Konfliktprävention, Adaptive Kapazitäten, Institutionenaufbau, Zwei-Staaten-Lösung
Die Bachelorarbeit untersucht die Anwendung des Resilienzkonzepts der Europäischen Union innerhalb ihrer Außen- und Sicherheitspolitik, spezifisch im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Resilienz in der Politik, die EU-Globalstrategie von 2016, die historische Nahost-Politik der Union sowie die praktische Umsetzung von Resilienzprojekten in den palästinensischen Gebieten.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie die EU das Paradigma der Resilienz praktisch umsetzt und inwieweit diese Maßnahmen geeignet sind, tatsächliche Reformen anzustoßen oder langfristige Stabilität im Konfliktgebiet zu fördern.
Der Autor nutzt ein deduktiv entwickeltes Analyseraster für Resilienzprojekte, um sieben konkrete EU-Maßnahmen qualitativ zu untersuchen und deren Ausrichtung (reaktiv, adaptiv oder transformativ) zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Resilienzbegriffs, die Analyse der EU-Strategie sowie den empirischen Teil, in dem konkrete Projekte – etwa in Gaza, im Westjordanland und in Ost-Jerusalem – detailliert analysiert werden.
Die wichtigsten Begriffe sind Resilienz, EU-Globalstrategie, Nahost-Konflikt, Krisenfestigkeit, Außenpolitik und Friedensförderung.
Der Autor stellt fest, dass das Projekt zwar ökonomische Stabilität stärkt, aber keine tiefgreifenden Reformansätze verfolgt, die über das kurzfristige Überwinden von Krisensymptomen hinausgehen.
Die Zwei-Staaten-Lösung wird als politischer Ankerpunkt der EU-Politik identifiziert, wobei der Autor kritisch hinterfragt, ob das Resilienzkonzept lediglich dazu dient, den Status quo zu verwalten, statt die Besatzung aktiv zu beenden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

