Bachelorarbeit, 2019
44 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Schnellkraft
2.2 Reaktivkraft
2.3 Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ)
2.4 Sprünge
2.5 Schnellkrafttraining
2.6 Aktueller Forschungsstand
3. Fragestellung und Hypothesen
4.Methodik
4.1 Studiendesign
4.2 Stichprobe
4.3 Untersuchungsablauf
4.4 Testverfahren
4.4.1 Testverfahren Sprünge
4.4.2 Testverfahren Counter Movement Jump (CMJ)
4.4.3 Testverfahren Drop Jump (DJ)
4.4.4 Lichtschrankenläufe
4.4.5 Testverfahren Schussstärke
4.5 Messsysteme
5. Mathematische-statistische Auswertung
6. Ergebnisse
6.1 Messergebnisse CMJ
6.2 Messergebnisse DJ
6.3 Messergebnisse 5m Sprint
6.4 Messergebnisse 20m Sprint
6.5 Messergebnisse Schussstärke
7. Diskussion
7.1 Diskussion der Hypothesen
7.2 Generalisierbarkeit und Limitierung der Untersuchung
8. Fazit
9. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen eines achtwöchigen, spezialisierten Trainingsprogramms auf die Schnelligkeit und Schnellkraft von Fußballspielern im Amateur-Herrenbereich. Durch den Vergleich einer Experimentalgruppe mit einer Kontrollgruppe soll empirisch belegt werden, ob gezieltes plyometrisches Training und Sprinttraining zu signifikanten Leistungssteigerungen in relevanten motorischen Testverfahren führen.
2.1 Schnellkraft
In Sportarten, in der oftmals Millimeter oder Hundertstelsekunden über Tor oder kein Tor, über Sieg oder Niederlage oder über ersten und zweiten Platz entscheiden, spielt die Schnellkraft eine entscheidende Rolle. Die Schnellkraft ist u. a. entscheidend wie stark ein Boxer zuschlagen kann, wie stark ein Torschuss ist oder wie schnell ein Sprinter aus dem Startblock kommt. Alle beschriebenen Bewegungen sind eine Kombination aus Geschwindigkeit und Kraft und sind daher beschreibende Momente für die Schnellkraft. Die Schnellkraft ist überall in der Sportpraxis abzurufen, wo es darum geht, Sportgeräte (z.B. Kugel, Speer), den eigenen Körper (z.B. Sprint, Sprung) oder einzelne Körperteile mit oder ohne Gerät (Boxen, Fußball, Handball) im möglich höchstem Tempo zu beschleunigen (Pampus, 2001).
Es wird deutlich, dass es sich um ruckartige Bewegungen, in denen ein hoher Kraftaufwand nötig ist, handelt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Sprinter sich im höchsten Tempo aus dem Startblock in den Lauf, der Boxer seine Fäuste aus der Deckung in eine Gerade oder der Fußballspieler zum Kopfball springend, umsetzen muss. Alle Bewegungsformen zeichnen sich durch eine Kombination aus Geschwindigkeit und Kraft aus. Die Sportler müssen extrem schnelle und intensive Leistungen erbringen. Daher wird die Schnellkraft als Fähigkeit des neuromuskulären Systems, in einer Zeiteinheit einen möglichst großen Impuls zu erzeugen betitelt (Grosser et al., 2004).
Um die Bewegung perfekt auszuüben, verlangt es ein optimales Kraft- und Geschwindigkeitsniveau. Das Verhältnis der beiden Parameter wird in folgender Abbildung aufgezeigt.
1. Einleitung: Beschreibt den Wandel des Fußballs hin zu einem tempo- und intensitätsgeprägten Spiel und begründet die Relevanz von Schnelligkeit und Schnellkraft als Leistungsfaktoren.
2. Theoretischer Hintergrund: Erläutert die physiologischen Grundlagen von Schnellkraft, Reaktivkraft, Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ) sowie den aktuellen Stand der Forschung im Bereich plyometrischen Trainings.
3. Fragestellung und Hypothesen: Formuliert die zentralen Forschungsfragen sowie die spezifischen Hypothesen zur Leistungssteigerung durch Sprint- und plyometrisches Training.
4.Methodik: Detailliert das Studiendesign, die Charakteristika der Stichprobe (Interventions- vs. Kontrollgruppe) sowie die verwendeten Testverfahren und Messsysteme.
5. Mathematische-statistische Auswertung: Beschreibt die statistische Vorgehensweise und die Kriterien zur Bewertung der Signifikanz und Effektstärke der erhobenen Daten.
6. Ergebnisse: Präsentiert die empirisch ermittelten Daten und vergleicht die Fortschritte beider Gruppen in den verschiedenen Testkategorien.
7. Diskussion: Analysiert die Ergebnisse kritisch im Kontext der Hypothesen und reflektiert die Generalisierbarkeit sowie die Limitationen der Untersuchung.
8. Fazit: Fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt eine Handlungsempfehlung für die Integration des Trainings in den Vereinsalltag.
Fußball, Schnelligkeit, Schnellkraft, Plyometrisches Training, Intervention, Leistungssteigerung, Counter Movement Jump, Drop Jump, Reaktivkraft, Sprinttraining, Schussstärke, Amateurfußball, Sportbiomechanik, Leistungsdiagnostik
Die Arbeit untersucht, wie ein acht-wöchiges, spezialisiertes Schnellkraft- und Schnelligkeitstraining die sportliche Leistungsfähigkeit von Fußballspielern in einer Amateur-Herrenmannschaft beeinflusst.
Die Arbeit verknüpft sportwissenschaftliche Theorie, wie den Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus, mit praktischen Trainingsmethoden aus dem Plyometrie-Bereich und einer detaillierten Leistungsdiagnostik.
Das Ziel ist es, durch eine kontrollierte Intervention zu prüfen, ob gezielte Sprung- und Sprintübungen zu einer messbaren und statistisch signifikanten Steigerung der körperlichen Leistungsmerkmale von Fußballern führen.
Es wurde ein Versuchsdesign mit einer Interventionsgruppe und einer Kontrollgruppe gewählt, bei dem Prä- und Posttests mittels standardisierter Messsysteme (OptoJump, Lichtschranken) durchgeführt und mit IBM SPSS statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine methodische Beschreibung des Studiendesigns inklusive der Trainingsinhalte sowie eine präzise Auswertung und Diskussion der Messergebnisse.
Die wichtigsten Begriffe sind Plyometrisches Training, Schnelligkeit, Schnellkraft, Fußball-Leistungsdiagnostik, Intervention und Leistungssteigerung.
Die Interventionsgruppe spielte in der Regionalliga Nord, während die Kontrollgruppe in der Oberliga Hamburg antrat. Trotz des nominellen Ligunterschieds wiesen beide Mannschaften ein ähnliches Leistungsniveau auf.
Der 5m Sprint erwies sich aufgrund der sehr kurzen Distanz und der daraus resultierenden wenigen Schritte als nicht ausreichend sensibel für die statistische Erfassung der erreichten Verbesserungen im Vergleich zur Kontrollgruppe.
Der Autor empfiehlt Vereinen, einen spezialisierten Athletiktrainer zu verpflichten, um mit professionell geleiteten Einheiten die physischen Leistungsgrenzen der Spieler gezielt zu erweitern.
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