Bachelorarbeit, 2016
35 Seiten, Note: 3,0
Einleitung
Über die Geschichte des Hebräischen bis zu ihrer Wiederbelebung als gesprochener Sprache in Palästina
Über die Umstände der Wiederbelebung des Hebräischen
„Vom lebendigen Spiele der kommende Generation“
„Wie sollen wir sprechen“ und „Wie sollen wir sprechen und schreiben?“
„Das Technion und das Hebräische“
Über die Geschichte der isländischen Sprache bis zur Zeit der Málhreinsun
Über die Umstände der Málhreinsun
Die Paragraphen fünf bis sieben der Satzung des „Hið íslenzka Lærdómslistafélag“
Eine Erinnerung von Páll Melsteð über seinen Lehrer Hallgrímur Scheving
Der „Fjölnir-Mann“ Tómas Sæmundsson über die Bedeutung der Sprache für die isländische Nation
Fazit und Ausblick auf die heutige Situation
Diese Bachelorarbeit untersucht den Vergleich zwischen der Wiederbelebung des Hebräischen in Palästina und der isländischen „Sprachreinigung“ (Málhreinsun), um die Auswirkungen nationalistischer Ideologien auf die Sprachplanung kleiner Gemeinschaften zu analysieren.
„Vom lebendigen Spiele der kommende Generation“
(Ein nicht sehr großes, organisiertes Zimmer, Heulerei, ein Tisch im Zentrum, ringsherum verschiedene Stühle; eine gebürstete Lampe hängt in der Mitte der Decke, an den Wänden einige Bilder; ein kleines Tablett hängt im Osten und auf ihm und befinden sich geordnet zehn englische und französische, schön gebundene Bücher. Dies sind die Bücher von Salvator und Rosie, welche sie schon als Belohnung bekamen, als sie noch Schüler in den Schulen waren; in der linken Ecke die amerikanische Flagge, vervielfältigt und zerknittert mit einem reichhaltigen Geschmack, darüber ein Bild der Königin Viktoria, gemalt auf einer schönen Platte, eine Erinnerung für die Jubiläen; davor ist ein kleiner Tisch und darauf ist ein Paket aus Blumen mit einem wohlriechenden Duft. In der rechten Ecke die französische Flagge, auch sie ist schön verdoppelt, aber eine Blumenknospe ist nicht darauf. Rosie sitzt und stickt auf einem violetten Bande das Wort „Welcome“, um es auf die westliche Wand gegenüber dem Ausgang zu legen. Salvator tritt ein)
Salvator: (in reinem Französisch): Hallo Rosie… (plötzlich erzürnt) Die zweite Änderung… Habe ich dir nicht gesagt, dass das meine Flagge ist (das ist ein Geschenk des Direktors an mich, als er in der Schule in der Pause die Kinder beaufsichtigte, dass sie auch ja Französisch sprächen), das ist die linke Ecke und deine (sie erhielt die amerikanische Flagge von einem Kommissar aus New York, der die Schule besucht und sich an ihrem gesprochenen Englisch begeistert hatte) ist die rechte. Das ist das zweite Mal, dass du es verwechselst hast, und du weißt, wie viel mir diese Flagge bedeutet! Warum machst du so etwas, um mich zu ärgern? (Er nähert sich der amerikanischen Flagge und will sie entfernen)
Einleitung: Einführung in die Thematik der bewussten Sprachänderung und Vorstellung des Vergleichs zwischen der Wiederbelebung des Hebräischen und der isländischen Málhreinsun.
Über die Geschichte des Hebräischen bis zu ihrer Wiederbelebung als gesprochener Sprache in Palästina: Historische Einordnung des Hebräischen als Schriftsprache und die Herausforderungen durch die Integration in eine moderne Staatlichkeit.
Über die Umstände der Wiederbelebung des Hebräischen: Analyse der zionistischen Bemühungen und der Rolle der Schulen bei der Etablierung des Hebräischen im Alltag.
„Vom lebendigen Spiele der kommende Generation“: Fallbeispiel in Form eines literarischen Dialogs, der die sprachliche Zerrissenheit der Einwanderer illustriert.
„Wie sollen wir sprechen“ und „Wie sollen wir sprechen und schreiben?“: Diskussion um Höflichkeitsformen und Standards in einer Sprache, die sich im Prozess der Wiederbelebung befindet.
„Das Technion und das Hebräische“: Darstellung des Sprachenstreits am Technion Haifa als Beispiel für den Widerstand gegen fremdsprachige Unterrichtseinflüsse.
Über die Geschichte der isländischen Sprache bis zur Zeit der Málhreinsun: Rückblick auf die konservierende Rolle der altisländischen Literatur.
Über die Umstände der Málhreinsun: Beschreibung der isländischen Sprachreinigung im 19. Jahrhundert gegen dänische Einflüsse.
Die Paragraphen fünf bis sieben der Satzung des „Hið íslenzka Lærdómslistafélag“: Analyse der inhaltlichen Richtlinien zur Schaffung von isländischen Neologismen.
Eine Erinnerung von Páll Melsteð über seinen Lehrer Hallgrímur Scheving: Persönlicher Rückblick auf die pädagogische Bemühung, isländische Begriffe gegenüber Lehnwörtern zu bevorzugen.
Der „Fjölnir-Mann“ Tómas Sæmundsson über die Bedeutung der Sprache für die isländische Nation: Analyse der nationalen Bedeutung der Sprache basierend auf den Schriften des Fjölnir.
Fazit und Ausblick auf die heutige Situation: Zusammenfassender Vergleich der Erfolgsfaktoren und Ausblick auf die Entwicklung des modernen Iwrit im Vergleich zum Isländischen.
Hebräisch, Isländisch, Sprachplanung, Málhreinsun, Wiederbelebung, Nationalismus, Sprachreinigung, Zionismus, Jischuw, Identität, Technion, Neologismen, Sprachgeschichte, Kulturerhalt, Sprachpolitik
Die Arbeit vergleicht die Wiederbelebung des Hebräischen in Palästina mit der isländischen Sprachreinigung (Málhreinsun) und untersucht, wie nationalistische Ideologien die Sprachplanung beeinflussen.
Die zentralen Felder sind Sprachgeschichte, Sprachpolitik, nationaler Identitätserhalt durch Sprache und die Herausforderungen der Etablierung einer Sprache als Alltagssprache.
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den sprachplanerischen Eingriffen zu identifizieren und zu klären, wie nationalistische Ideologien auf die Sprachentwicklung einwirken.
Die Arbeit nutzt eine vergleichende Analyse sowie die Untersuchung und Einordnung zeitgenössischer Quellentexte, um sprachhistorische Prozesse nachzuvollziehen.
Der Hauptteil analysiert die historischen Umstände, die sprachlichen Herausforderungen, spezifische Quellen wie literarische Texte oder Vereinssatzungen sowie den Sprachenstreit am Technion.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprachreinigung, Nationalismus, Identität, Hebräisch, Isländisch und Sprachplanung charakterisiert.
Island verfügte über eine ungebrochene mündliche und schriftliche Tradition, während das Hebräische primär eine Schriftsprache war, die erst als gesprochene Alltagssprache mühsam wiederbelebt werden musste.
Das Technion war Schauplatz eines bedeutenden Konflikts darüber, ob Deutsch oder Hebräisch als Unterrichtssprache fungieren sollte, was letztlich zur Etablierung des Hebräischen führte.
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