Diplomarbeit, 2001
162 Seiten, Note: 1
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
Begriffsverwendung
1. Einleitung
1.1. Mein persönliches Interesse an dem Thema
1.2. Überblick über die Diplomarbeit
I. Theoretischer Teil
2. Was ist ein psychisches Trauma?
2.1. Physiologische Grundlagen eines Traumas
2.2. Folgesymptome psychischer Traumatisierungen
2.2.1. Die akute und die posttraumatische Belastungsstörung
2.2.2. Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen)
2.2.3. Regression
2.3. Die Rolle des Stressors – Traumata mit unterschiedlichen Ursachen
2.3.1. Gedächtnisforschung und traumabedingte Amnesie
2.3.1.1. Das „heiße“ und das „kühle“ Gedächtnis
2.3.1.2. „Traumatische Erinnerungen“
2.3.2. Wann entsteht ein Trauma und wann nicht?
2.3.3. Ressourcen
2.4. Traumata mit unterschiedlicher Intensität und Dauer
2.5. Traumata die auf sexualisierter Gewalt in der Kindheit beruhen
2.5.1. Definitionen von sexuellem Missbrauch
2.5.1.1. Häufigkeit des Vorkommens von sexuellem Missbrauch
2.5.1.2. Opfer
2.5.1.3. Täter
2.5.2. Spätfolgen anhaltender Traumatisierungen in der Kindheit – insbesondere sexueller Übergriffe durch Erwachsene
• Sexuelle Dysfunktionen/ Sexualisieren
• Beziehungsprobleme /Isolation/ Ko-Abhängigkeit
• Grenzen
• Angststörungen/Panik
• Körperliches Selbstbild/ Selbstwert
• Somatisieren
• Sucht
• Hilflosigkeit
3. Therapeutische Ansätze bei der Behandlung psychischer Traumata
3.1. Der verhaltenstherapeutische Ansatz zur Behandlung von Psychotraumata
3.2. Der Ansatz der systemischen Familientherapie in der Behandlung psychischer Traumata, die durch sexuellen Missbrauch hervorgerufen wurden
3.3. Der psychoanalytische Ansatz zur Therapie psychischer Traumata
3.4. Die Einbeziehung des Körpers in die Psychotherapie
3.4.1. Definitionen der Termini: „körperorientierte Psychotherapie“/ „Körpertherapie“/ „Psychotherapie“
3.5. Geschichte der Körperpsychotherapie
3.5.1. Körperbilder in der Therapie
3.6. Die Bedeutung des Nervensystems im körperorientierten Ansatz
3.6.1. Biopsychologische Zusammenhänge in der Wirkung der Körperpsychotherapie
3.6.2. Die Bedeutung des vegetativen Nervensystems in der körperorientierten Psychotherapie
3.6.3. Die Bedeutung von Amygdala (Mandelkern) und limbischem System auf emotionale Vorgänge
3.7. Ansatz W. Reichs – Die Wirkung der Körpertherapie, basierend auf dem Konzept der Pulsation
3.7.1. Die Begründung Reichs für das Nichtbenutzen der Wortsprache
3.8. Der Ansatz P. Levines - Somatic Experinecing – Körperliches Erfahren
3.8.1. Die Rolle des ganzheitlichen inneren Empfindens
3.8.2. Transformation eines Traumas
3.9. Eva Reich und die sanfte Bioenergetik
3.10. Massage und Berührung
3.11. Die Bedeutung von Katharsis, Regression und Grenzen in der körperorientierten Psychotherapie von Psychotraumata
3.11.1. Katharsis
3.11.2. Grenzen
3.11.3. Regression als therapeutisches Medium
3.12. Haltetherapie – Bonding
4. Die Rolle des verbalen Austausches zwischen TherapeutIn und KlientIn, in der körperorientierten Therapie von Psychotraumata
4.1. Die Rolle und Relevanz des therapeutischen Gesprächs in der Körperpsychotherapie bei sexuellen Missbrauchstraumata
Teil II: Empirischer Teil
5. Forschungsfragen
6. Methode
6.1. Entscheidung für eine qualitative Forschungsmethode
6.1.1. Die Methode des ExpertInneninterviews
6.1.2. Die Anwendung von ExpertInneninterviews
6.1.3. Der Interviewleitfaden
6.1.4. Die InterviewpartnerInnen
6.1.5. Die Auswertung der Interviews
6.1.6. Gütekriterien in der qualitativen Forschung
7. Ergebnisdarstellung
7.1. Block I: Definitionen und Symptome von Missbrauch/ Trauma
7.1.1. Definitionen von Trauma
7.1.2. Definitionen von Missbrauch
7.1.3. Wo fängt der Missbrauch an?
7.1.4. Symptome von Trauma/ Missbrauch
7.1.5. Auswirkungen und Überlebensstrategien
7.1.5.1. Missbrauch als Verlassenheit
7.1.5.2. Dissoziation
7.2. Block II: Generelle Aspekte in der Therapie von sexuellem Missbrauch/ Trauma
7.2.1. Generalisierbarkeit in der Therapie
7.2.2. Diagnostik
7.2.3. Therapiebeginn
7.2.4. Therapeutisches Setting
7.2.5. Männer und Frauen
7.2.6. Relevante Aspekte im therapeutischen Vorgehen bei sexuellem Missbrauch und Trauma generell
7.2. 6.1. Das Thema Missbrauch ansprechen
7.2.6.2. Integration des Familiensystems
7.2.6.3. Vertrauensbasis
7.2.6.4. Akzeptanz als Wirkfaktor in der Therapie
7.2.6.5. Intuition
7.2.7. Arbeit mit Kindern, die sexuell missbraucht wurden
7.2.8. Arbeit mit Müttern und Babys
7.2.9. Die Relevanz der eigenen Erfahrung/ Eigentherapie der TherapeutIn
7.3. Block III: Körperpsychotherapie bei KlientInnen, die sexuell missbraucht wurden; und die Relevanz des therapeutischen Gesprächs
7.3.1. Massage und Berührung
7.3.2. Die Neo-Reichianische Therapie
7.3.2.1. Katharsis
7.3.3. Gestalttherapie und Psychodrama
7.3.4. Wasser – Schwimmen
7.3.5. Haltetherapie/ Bonding in der Praxis
7.3.5.1. Aquafloating
7.3.5.2. Flushing
7.3.5.3. Haltetherapie von Frau Montag – Grundbedürfnisse erfüllen
7.3.5.4. Frau Donnerstags Haltetherapie mit Müttern und Babys – Rückenstärke vermitteln
7.3.6. Entspannungsübungen/ Körperbewusstseinsübungen
7.3.7. Die Relevanz der therapeutischen Gesprächs in der körperorientierten Therapie von Psychotraumata
7.3.7.1. Das therapeutische Gespräch
7.3.7.2. Körperorientierte Psychotherapie und therapeutisches Gespräch
7.3.8. Therapie und Meditation
7.3.8.1. Kundalini und Dynamische Meditation
7.4. Block IV: Spezifisches Vorgehen in der körperorientierten Psychotherapie unterschiedlicher Teilaspekte von Psychotraumata; insbesondere sexuellem Missbrauch
7.4.1. Ressourcen
7.4.2. Selbstwertgefühl
7.4.3. Sprachlosigkeit überwinden
7.4.4. Grenzen
7.4.5. Körpertherapie bei Dissoziation
7.4.6. Retraumatisierung
7.4.7. Autoaggressionen/ Selbstverletzungen
7.4.8. Heilung
7.5. Block V: Grenzen dieser Therapieform /Therapiekrisen
7.5.1. Therapiekrisen
7.5.2. Grenzen der ambulanten Praxis
7.5.2.1. Therapieabbruch/ Kontraindikationen
7.6. Block VI: Täter und ihre Verantwortung
7.6.1. Verantwortlichkeit
7.6.2. Täter waren häufig früher selber Opfer
8. Ergebniszusammenfassung
9. Schlussbemerkung und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Anwendung körperorientierter Psychotherapieverfahren bei Überlebenden sexualisierter Gewalterfahrungen in der Kindheit. Das Hauptziel der empirischen Arbeit ist es zu evaluieren, wie praktizierende PsychotherapeutInnen diese körperorientierten Ansätze in der Praxis umsetzen und welche spezifische Rolle und Relevanz sie dabei dem therapeutischen Gespräch zuschreiben, um eine ganzheitliche Integration der traumatischen Erfahrungen zu ermöglichen.
Die Bedeutung des vegetativen Nervensystems in der körperorientierten Psychotherapie
Wilhelm Reich beschäftigte sich in den Jahren 1934 bis 1938 mit der biologischen Grundlage von Sexualität und Angst. In diesem Zusammenhang fiel ihm die entscheidende Bedeutung des vegetativen Nervensystems als Verbindungsglied zwischen körperlichen und emotionalen Vorgängen auf. H. S. Buhl (1994) schreibt in einem Artikel über Gesundheit, Krankheit und Körpertherapie, „auf der einen Seite steht es (das vegetative Nervensystem) in engem Zusammenhang mit den körperlichen Organfunktionen, auf der anderen Seite ist es über die Blut- und Plasmaströme Vermittler für das Empfinden von Emotionen, und es ist auch über die Verschaltungen des Zentralen Nervensystems mit den für die Gefühlsempfindungen verantwortlichen Hirnzentren verbunden.“ (a.a.O., S. 96).
Das vegetative Nervensystem (VNS), ist eines von drei Teilen des Zentralen Nervensystems (ZNS). Die anderen beiden sind das motorische und das sensorische Nervensystem, auf die ich aber an dieser Stelle nicht näher eingehen werde.
Das VNS dient dazu, die Funktionen der inneren Organe aufeinander abzustimmen. Es hat seinen Ursprung im Hirnstamm und Rückenmark und versorgt die glatte Muskulatur der inneren Organe, die Drüsen und das Herz.
1. Einleitung: Vorstellung des persönlichen Interesses der Verfasserin an der Körperpsychotherapie und die Herleitung der Fragestellung zur Integration von Körperarbeit und therapeutischem Gespräch.
2. Was ist ein psychisches Trauma?: Theoretische Definition und Einordnung von Traumata, deren physiologische Grundlagen sowie die Bedeutung des Stresses und unterschiedlicher Trauma-Ursachen.
3. Therapeutische Ansätze bei der Behandlung psychischer Traumata: Detaillierte Darstellung verschiedener Therapieformen wie Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und diverse körperorientierte Verfahren (Reich, Levine, etc.) bei TraumapatientInnen.
4. Die Rolle des verbalen Austausches zwischen TherapeutIn und KlientIn, in der körperorientierten Therapie von Psychotraumata: Theoretische Auseinandersetzung mit der Notwendigkeit der verbalen Integration innerhalb körperorientierter Traumatherapien.
5. Forschungsfragen: Formulierung der zentralen Fragen für den empirischen Teil der Arbeit bezüglich der praktischen Umsetzung und Relevanz des Gesprächs in der Körperpsychotherapie.
6. Methode: Erläuterung der gewählten qualitativen Forschungsmethode, der ExpertInneninterviews nach Meuser und Nagel sowie der Durchführung und Auswertung der Interviews.
7. Ergebnisdarstellung: Systematische Aufbereitung der Interviews in sechs thematischen Blöcken, die von Definitionen über therapeutisches Vorgehen bis hin zu Therapiekrisen reichen.
8. Ergebniszusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse, die die Bedeutung der Kombination von Körperarbeit und Gesprächsführung in der Traumatherapie unterstreicht.
9. Schlussbemerkung und Ausblick: Persönliches Resümee der Verfasserin, Reflexion des Arbeitsprozesses und Anregungen für zukünftige Forschungsansätze.
Körperpsychotherapie, Psychotrauma, Sexueller Missbrauch, Traumatherapie, Therapeutisches Gespräch, Dissoziation, Haltetherapie, Körperwahrnehmung, Bindung, Katharsis, Regression, Vertrauensbasis, Selbstwertgefühl, Ressourcen, Körperarbeit.
Die Arbeit untersucht die Integration von körperorientierten Therapiemethoden mit dem verbalen therapeutischen Gespräch bei der Behandlung von Menschen, die in der Kindheit sexuelle Missbrauchstraumata erlitten haben.
Zu den zentralen Themen gehören die physiologischen Grundlagen von Traumata, die Bedeutung der Körperwahrnehmung und Grenzsetzung sowie die Rolle der therapeutischen Beziehung und des Gesprächs als integratives Element.
Das primäre Ziel ist es, zu evaluieren, wie erfahrene PsychotherapeutInnen diese körperorientierten Verfahren in der Praxis anwenden und welche Rolle sie dem therapeutischen Gespräch zuschreiben, um eine wirksame und sichere Therapie zu gewährleisten.
Die Autorin verwendet eine qualitative Forschungsmethode, konkret Experteninterviews nach Meuser und Nagel, um das Erfahrungswissen von sieben praktizierenden TherapeutInnen zu erfassen und auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Teil, der gängige Traumakonzepte und Ansätze vorstellt, sowie einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Experteninterviews in sechs thematischen Blöcken strukturiert und analysiert werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Körperpsychotherapie, Psychotrauma, Sexueller Missbrauch, Traumatherapie, Therapeutisches Gespräch, Dissoziation, Haltetherapie und Körperwahrnehmung charakterisiert.
Die Haltetherapie von Frau Montag basiert neben der Körperarbeit stark auf Maslows Hierarchie der Grundbedürfnisse und legt einen besonderen Fokus auf die Schaffung eines sicheren Raumes zur Etablierung von Grundbedürfnissen wie sozialem Kontakt und Sicherheit.
Es ist ein äußerst subtiler Prozess, da die Gefahr besteht, durch eine zu direkte oder forcierte Vorgehensweise KlientInnen zu retraumatisieren, wenn diese noch nicht über die nötigen Ressourcen verfügen oder das Thema für sie noch nicht zugänglich ist.
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