Masterarbeit, 2020
89 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Demenz
2.1. Epidemiologie
2.2. Definition von Demenz
2.3. Verlauf
2.4. Formen der Demenz im fortgeschrittenen Stadium
2.4.1. Alzheimer-Demenz
2.4.2. Vaskuläre-Demenz
2.5. Wahrnehmung und Bewusstsein
2.6. Person-Sein
3. Beziehungsaufbau
3.1. Die therapeutische Beziehung
3.2. Kommunikation und Interaktion
3.2.1. Verlauf des Sprachverlustes
3.2.2. Nonverbale Kommunikation
3.2.2.1. Mimik
3.2.2.2. Blickkontakt
3.2.2.3. Körperhaltung und Raumverhalten
3.2.2.4. Gesten
3.2.2.5. Körperkontakt
3.2.2.6. Stimme
3.4. Atmosphäre
3.5. Dezentrierung
4. Musiktherapie bei Menschen mit Demenz
4.1. Wirkweisen von Musik
4.2. Rezeptive Musiktherapie
4.3. Improvisation
6. Fragestellungen
7. Methodik und Auswahl der Studien
7.1. Vorgehen bei der Literatursuche
7.2. Ein- und Ausschlusskriterien
7.3. Beurteilung der Qualität der Studien
7.4. Zusammenfassung der Studien
8. Ergebnisse
8.1. Entwicklungsfördernde Faktoren in der Beziehung
8.2. Paraverbal und nonverbal geprägte Interaktionen
8.3. Wirkung der Musiktherapie
8.4. Einfluss der Atmosphäre auf Menschen mit Demenz
8.5. Einsatz und Einfluss von musiktherapeutischen Methoden in den Studien
9. Diskussion
10. Schlussfolgerung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist es, durch eine systematische Literaturrecherche zu ermitteln, welche spezifischen Faktoren eine entwicklungsfördernde Beziehungsgestaltung in der musiktherapeutischen Begleitung von Menschen mit fortgeschrittener Demenz unterstützen können, um deren Lebensqualität und Kontaktmöglichkeiten zu verbessern.
Beispiel:
Wie jede Woche besuche ich Frau K. und spiele ihr einige Lieder auf meiner Leier vor. Frau K. liegt in ihrem Bett und führt mit ihren Händen reibende und streichende Bewegungen aus. Ich reiche ihr meine Baumwolltasche, in der ich zuvor meine Leier verstaut hatte. Ich spiele weiter. Als ich gehen will, lässt sie die Tasche nicht mehr los. Also beschließe ich zu bleiben. Ich rücke mit meinem Stuhl näher an das Bett von Frau K. und lege meine Leier auf ihre Bettdecke. Sie spürt die leichte Vibration des Klangkörpers der Leier auf ihrem Körper. Ich streiche über die Saiten und improvisiere weiter. Sie lässt den Stoffbeutel los, wendet sich der Leier zu und streicht ebenfalls leicht über die Saiten und über den Klangkörper. Ich nehme die streichenden und reibenden Töne auf und klopfe einen Rhythmus auf dem Klangkörper. Wir machen zusammen Musik. Nach einer Weile nehme ich vorsichtig den Beutel, packe die Leier in diesen hinein und verabschiede mich von ihr. Sie verabschiedet sich ebenfalls mit einem deutlich ausgesprochenen „Danke“. Obwohl ich Frau K. schon einige Wochen kannte, hatte ich sie zuvor in meiner Gegenwart noch nie sprechen hören.
In diesen 60 Minuten mit Frau K. kam eine besondere ästhetische Atmosphäre auf. Diese war durch Verbundenheit und gegenseitige Wertschätzung geprägt. Die Performativität der streichenden und reibenden Bewegungen wurde in die musikalische Begegnung eingebunden. Spielerisch explorierten wir die Klänge des Instrumentes und schafften eine therapeutische Atmosphäre, welche von Sonntag (2014, S. 123) als Kategorie basalen Wohlbefindens definiert wird und einen resonanzgebenden Raum beschreibt, „der ermöglicht, sich ohne Handlungs- und emotionalen Druck in spürbarer Anwesenheit anderer selbst zu spüren und wohl zu befinden.“
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Prävalenz von Demenzerkrankungen und die damit verbundenen Herausforderungen für die Pflege, wobei die Bedeutung der Musik als Medium zur Kontaktaufnahme hervorgehoben wird.
2. Demenz: Dieses Kapitel definiert das Krankheitsbild, erläutert die Stadien nach ICD-10 und diskutiert die Auswirkungen auf Wahrnehmung, Bewusstsein und das Verständnis von Person-Sein bei fortgeschrittener Demenz.
3. Beziehungsaufbau: Hier wird die therapeutische Beziehung im Kontext der nonverbalen Kommunikation, der Atmosphäre und der Rolle der Dezentrierung bei der Begleitung dementer Personen analysiert.
4. Musiktherapie bei Menschen mit Demenz: Das Kapitel behandelt die Wirkweisen von Musik, die rezeptive Musiktherapie und die Bedeutung der Improvisation als nonverbales Kommunikationsmittel.
6. Fragestellungen: Es werden die zentrale Forschungsfrage nach entwicklungsfördernden Beziehungsfaktoren sowie die begleitenden Teilfragen formuliert.
7. Methodik und Auswahl der Studien: Die Autorin legt das Vorgehen ihrer systematischen Literaturrecherche dar, inklusive der Kriterien zur Auswahl und qualitativen Beurteilung der herangezogenen Studien.
8. Ergebnisse: Dieser Abschnitt wertet die Ergebnisse der ausgewählten Studien bezüglich Beziehungsfaktoren, Interaktionen, Wirkweisen der Musiktherapie und atmosphärischer Einflüsse detailliert aus.
9. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, wobei Limitationen der Studien sowie die Übertragbarkeit der Erkenntnisse auf das musiktherapeutische Setting diskutiert werden.
10. Schlussfolgerung und Ausblick: Die Arbeit endet mit einer Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und Empfehlungen für zukünftige prospektive Interventionsstudien in diesem Forschungsfeld.
Musiktherapie, fortgeschrittene Demenz, Beziehungsgestaltung, nonverbale Kommunikation, therapeutische Atmosphäre, Improvisation, Person-Sein, Lebensqualität, Interaktion, Pflege, Dementia, adaptive Interaktion, Bewohner, Wohlbefinden, Kontakt.
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren in der musiktherapeutischen Begleitung dazu beitragen, eine entwicklungsfördernde Beziehung zu Menschen mit fortgeschrittener Demenz aufzubauen.
Die zentralen Themen umfassen den Beziehungsaufbau bei Demenz, die Bedeutung nonverbaler Kommunikation, den Einfluss der Atmosphäre sowie musiktherapeutische Ansätze wie Improvisation und rezeptive Musiktherapie.
Das Ziel ist es, Faktoren für eine beziehungsfördernde Interaktion mit bettlägerigen Senioren zu identifizieren, die sich nicht mehr verbal verständigen können.
Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturrecherche, um den aktuellen Forschungsstand anhand von 20 relevanten Studien zu analysieren und auszuwerten.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Demenz und Beziehungsaufbau sowie die methodische Herangehensweise und die Analyse der Studienergebnisse detailliert dargestellt.
Die Arbeit fokussiert sich primär auf Begriffe wie Musiktherapie, Demenz, nonverbale Kommunikation, Beziehungsgestaltung und therapeutische Atmosphäre.
Die Leier dient als therapeutisches Instrument, das durch seine harmonisierende und beruhigende Wirkung besonders ängstlichen und sensiblen Menschen in der Begleitung hilft.
Dezentrierung bezeichnet die Abwendung von festgefahrenen, belastenden Problemen hin zu neuen, ästhetischen Erfahrungen, die durch künstlerische Prozesse einen Spielraum für Begegnung eröffnen.
Da verbale Fähigkeiten oft stark eingeschränkt sind, ermöglicht der Fokus auf Mimik, Gestik, Berührung und Klang eine authentischere Begegnung auf einer emotionalen Ebene.
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