Masterarbeit, 2020
162 Seiten, Note: 5.0
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Energiepolitik
1.3 Problemanalyse
1.4 Zielsetzung & Forschungsfrage
1.5 Hypothese
1.6 Inhaltliche Abgrenzungen zur Zielsetzung
1.7 Exkurs - Vorstellung der nicht berücksichtigten Technologien dieser Studie
1.7.1 Nutzung erneuerbarer Anteile aus Abfall (KVAs)
1.7.2 Nutzung der Biomasse
1.7.3 Energienutzung in Abwasserreinigungsanlagen (ARA’s)
1.7.4 Nutzung der Windenergie
1.7.5 Nutzung der Geothermie
1.8 Aufbau der Arbeit
2 Theoretisches Grundgerüst
2.1 Allgemeines
2.2 Totalrevidiertes Energiegesetz EnG
2.3 Energiestrategie 2050
2.4 Pronovo
2.5 Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV)
2.6 Einmalvergütung
2.6.1 Einmalvergütung für kleine PV-Anlagen (KLEIV)
2.6.2 Einmalvergütung für grosse PV-Anlagen (GREIV)
2.7 Einspeisevergütungssystem (EVS)
2.7.1 EVS Vergütung für Photovoltaikanlagen
2.7.2 EVS Vergütung für Wasserkraft und Biomasse
2.7.3 EVS Vergütung für Windkraftanlagen
2.7.4 EVS Vergütung für Geothermie
2.7.5 Energieförderungsverordnung, EnFV
2.7.6 EVS Vergütungsmechanismen
2.7.6.1 Einspeisevergütung (ohne Direktvermarktung)
2.7.6.2 Einspeisevergütung mit Direktvermarktung
2.7.6.3 Einspeisevergütung mit Direktvermarktung - Spezialfall
2.7.7 Anreizmechanismus - Einspeisevergütung mit Direktvermarktung
2.7.8 EVS – Herkunft Fördergelder
2.8 Direktvermarkter als Dienstleister & Direktvermarktung
2.8.1 Bewirtschaftungsentgelt
2.9 Bilanzgruppe erneuerbare Energien (BG-EE)
2.10 Fördermodelle der Schweiz
2.10.1 Übersicht Fördermodelle
2.10.2 Einspeisevergütung
2.10.3 Bonusmodell
2.10.4 Quotenmodell (inkl. Zertifikatehandel)
2.10.5 Ausschreibungen
2.10.6 Fördermodelle im Vergleich
2.11 Wasserkraft
2.12 Wasserkraftwerkstypen
2.12.1 Laufwasserkraftwerke
2.12.2 Speicherkraftwerke
2.12.3 Pumpspeicherkraftwerke
2.13 Photovoltaik
2.13.1 Solarzellen & Technologien der Solarzellen
3 Empirische Untersuchung
3.1 Allgemeine Vorgehensweise & Untersuchungsmethodiken
3.2 Qualitative Datenerhebung, Experten-Interview
3.2.1 Herleitung der Interviewfragen & leitfadengestütztes Experten-Interview
3.2.2 Operationalisierung
3.2.3 Begründung Stichprobenauswahl – Auswahl Experten
3.2.4 Kontaktaufnahme und Probelauf
3.2.5 Übersicht Stichprobenauswahl
3.3 Quantitative Datenerhebung, Online-Umfrage
3.3.1 Aufbau des Fragebogens
3.3.2 Operationalisierung
3.4 Kalkulatorische Überprüfung
3.4.1 Stichprobenauswahl – Wasserkraftwerk & Photovoltaik-Anlage
4 Darstellung der Ergebnisse
4.1 Ergebnisse qualitativer Datenerhebung, Experten-Interviews
4.1.1 Gruppe A – Darstellung der Ergebnisse mit direktem Bezug zum Untersuchungsthema
4.1.1.1 Merkmale Frage Nr. 7 (Experten-Interview)
4.1.1.2 Merkmale Frage Nr. 10 (Experten-Interview)
4.1.1.3 Merkmale Frage Nr. 11 (Experten-Interview)
4.1.1.4 Merkmale Frage Nr. 12 (Experten-Interview)
4.1.1.5 Merkmale Frage Nr. 13 (Experten-Interview)
4.1.1.6 Merkmale Frage Nr. 14 (Experten-Interview)
4.1.2 Gruppe B – Darstellung der Ergebnisse mit indirektem Bezug zum Untersuchungsthema
4.1.2.1 Merkmale Frage Nr. 6 (Experten-Interview)
4.1.2.2 Merkmale Frage Nr. 15 (Experten-Interview)
4.1.2.3 Merkmale Frage Nr. 16 (Experten-Interview)
4.1.3 Gruppe C – Darstellung der Ergebnisse aus Ergänzungsfragen
4.1.3.1 Merkmale Frage Nr. 1 & Frage Nr. 2 (Experten-Interview)
4.1.3.2 Merkmale Frage Nr. 3 (Experten-Interview)
4.1.3.3 Merkmale Frage Nr. 4 (Experten-Interview)
4.1.3.4 Merkmale Frage Nr. 5 (Experten-Interview)
4.1.3.5 Merkmale Frage Nr. 8 (Experten-Interview)
4.1.3.6 Merkmale Frage Nr. 9 (Experten-Interview)
4.1.3.7 Merkmale Frage Nr. 17 (Experten-Interview)
4.2 Ergebnisse quantitativer Datenerhebung, Online-Umfrage
4.2.1 Gruppe A – Darstellung der Ergebnisse mit direktem Bezug zum Untersuchungsthema
4.2.1.1 Merkmale Frage Nr. 16 & Frage Nr. 17 (Online-Umfrage)
4.2.1.2 Merkmale Frage Nr. 18 & Frage Nr. 19 (Online-Umfrage)
4.2.1.3 Merkmale Frage Nr. 21 (Online-Umfrage)
4.2.1.4 Merkmale Frage Nr. 22 (Online-Umfrage)
4.2.1.5 Merkmale Frage Nr. 23 (Online-Umfrage)
4.2.1.6 Merkmale Frage Nr. 24 (Online-Umfrage)
4.2.2 Gruppe B – Darstellung der Ergebnisse mit indirektem Bezug zum Untersuchungsthema
4.2.2.1 Merkmale Frage Nr. 10 (Online-Umfrage)
4.2.2.2 Merkmale Frage Nr. 11 (Online-Umfrage)
4.2.2.3 Merkmale Frage Nr. 12 & Frage Nr. 13 (Online-Umfrage)
4.2.2.4 Merkmale Frage Nr. 14 (Online-Umfrage)
4.2.2.5 Merkmale Frage Nr. 15 (Online-Umfrage)
4.2.2.6 Merkmale Frage Nr. 20 (Online-Umfrage)
4.2.3 Gruppe C – Darstellung der Ergebnisse aus Ergänzungsfragen
4.2.3.1 Merkmale Frage Nr. 1 & Frage Nr. 2 (Online-Umfrage)
4.2.3.2 Merkmale Frage Nr. 3 & Frage Nr. 4 (Online-Umfrage)
4.2.3.3 Merkmale Frage Nr. 5 (Online-Umfrage)
4.2.3.4 Merkmale Frage Nr. 6 (Online-Umfrage)
4.2.3.5 Merkmale Frage Nr. 7 & Frage Nr. 9 (Online-Umfrage)
4.2.3.6 Merkmale Frage Nr. 8 (Online-Umfrage)
4.2.3.7 Merkmale Frage Nr. 25 (Online-Umfrage)
4.3 Optimierungsmassnahmen
4.3.1 Optimierungsmassnahmen Photovoltaik-Anlagen
4.3.1.1 Ost/West Ausrichtung der Photovoltaik-Paneele
4.3.1.2 Dimensionierung des Wechselrichters (inkl. Regelung & Abschaltung)
4.3.1.3 Einbau von Batteriespeicher
4.3.2 Optimierungsmassnahmen Wasserkraftwerks-Anlagen
4.4 Ergebnisse kalkulatorische Untersuchung
4.4.1 Untersuchung Laufwasserkraftwerk
4.4.1.1 Allgemeines
4.4.1.2 Kalkulatorischer Vergleich
4.4.1.3 Ergänzung – Wirtschaftlichkeitsanalyse (Break-Even)
4.4.2 Untersuchung Photovoltaik-Anlage
4.4.2.1 Allgemeines
4.4.2.2 Kalkulatorischer Vergleich
5 Schlussfolgerungen
5.1 Konklusion
5.2 Praxisbezug und Grenzen der Aussagekraft
5.3 Fazit & Empfehlungen
5.4 Ausblick
5.4.1 Untersuchung weiterer Beispiel-Kraftwerke
5.4.2 Untersuchung neuer Fördervarianten
6 Anhang
6.1 Leitfaden Experten-Interview inkl. Fragen
6.2 Transkribierte Interviews
6.2.1 Transkribiertes Interview – Experte 1 (anonym)
6.2.2 Transkribiertes Interview – Experte 2 (anonym)
6.2.3 Transkribiertes Interview – Experte 3 (anonym)
6.2.4 Transkribiertes Interview – Experte 4 (anonym)
6.2.5 Transkribiertes Interview – Experte 5 (anonym)
6.2.6 Transkribiertes Interview – Experte 6 (anonym)
6.2.7 Transkribiertes Interview – Experte 7 (anonym)
6.2.8 Transkribiertes Interview – Experte 8 (anonym)
6.2.9 Transkribiertes Interview – Experte 9 (anonym)
6.2.10 Transkribiertes Interview – Experte 10 (anonym)
6.2.11 Transkribiertes Interview – Experte 11 (anonym)
6.2.12 Transkribiertes Interview – Experte 12 (anonym)
6.3 Fragen - Online-Umfrage
6.4 Detaillierte Auszüge aus der Online-Umfrage
6.4.1 Frage Nr. 8
6.4.2 Frage Nr. 25
6.5 Produktionskurve Laufwasserkraftwerk, Jahr 2018
6.6 Tages-Spotpreise; Preiskurve Jahr 2018
6.7 Produktionskurve PV-Anlage, Jahr 2018
Diese Arbeit untersucht die Einführung der Einspeisevergütung mit Direktvermarktung (EVS mit DV) in der Schweiz und deren Auswirkungen auf die Anlagenbetreiber. Das zentrale Ziel ist es, zu analysieren, ob diese neue Fördermassnahme tatsächlich zu einer bedarfsgerechten Stromeinspeisung führt, wie vom Gesetzgeber beabsichtigt, und welche Haltung die Branche gegenüber dieser Fördermethode einnimmt.
1.3 Problemanalyse
Die heutigen Kraftwerke werden nicht in die Erhaltung der Systemstabilität eingebunden und speisen heutzutage selbst dann ein, wenn bereits ein Stromüberschuss im Markt vorhanden ist. Ein marktnahes und bedarfsgerechtes Einspeiseverhalten ist somit nicht gegeben. Die Problematik dahinter steckt im System der kostendeckenden Einspeisevergütung, welche einem Produzenten keinen Anreiz dazu gibt sich den Gegebenheiten am Markt anzupassen. Das Bundesamt für Energie (2014) beschrieb treffend, dass jede Kilowattstunde mit dem gleichen Satz vergütet wird, egal ob sie zu Zeiten von hohem oder niedrigem Strombedarf eingespeist wird.
«Da die Anlagen im Fördersystem eine zeitlich konstante, fixe Vergütung erhalten, haben diese keinen Anreiz, markt- und bedarfsgerecht zu produzieren.» (Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK, 2014, S. 1)
Um diesem Wirken entgegenzutreten wurde der Umbau der KEV gestartet, um die Anlagenbetreiber zu animieren, bedarfsgerecht einzuspeisen was sich – neben der Deckelung der Förderkosten - insofern auch positiv auf die Netzstabilität auswirken sollte.
Mit der Einspeisevergütung mit Direktvermarktung stehen die Produzenten nun vor der Tatsache, sich mit dem Markt, deren Preis-Mechanismus und deren Schwankungen auseinanderzusetzen und sind somit auch selber für den Verkauf oder der Vermarktung ihres Stromes verantwortlich. Bei der Direktvermarktung sind die Produzenten selber für den Absatz ihres Stroms verantwortlich und schliessen mit Versorgungsunternehmen oder Energiedienstleistern Abnahmeverträge nach kommerziellen Regeln ab, beschrieb das BFE (2014) die Situation. Mittels der Direktvermarktung werden so Anreize geschaffen bedarfsgerecht einzuspeisen. Reicht dies allerdings, oder war diese Lenkungsmassnahme nur gut gemeint?
1 Einleitung: Dieses Kapitel liefert eine Einführung in die energiepolitische Entwicklung in der Schweiz, beleuchtet die Problemstellung der bisherigen Vergütungssysteme und formuliert die zentrale Forschungsfrage und Hypothese der Arbeit.
2 Theoretisches Grundgerüst: Hier werden das Energierecht, die Energiestrategie 2050 sowie die technischen und regulatorischen Details der verschiedenen Fördermodelle (wie KEV, Einmalvergütung und EVS) und Technologien (Wasserkraft, Photovoltaik) detailliert erläutert.
3 Empirische Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen, bestehend aus Experteninterviews, einer Online-Umfrage unter Branchenvertretern sowie einer kalkulatorischen Überprüfung anhand von Beispielanlagen.
4 Darstellung der Ergebnisse: Hier erfolgt die detaillierte Auswertung und Analyse der gesammelten qualitativen (Experten) und quantitativen (Umfrage) Daten sowie die Ergebnisse der kalkulatorischen Szenarien und Optimierungsvorschläge.
5 Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet den Erfolg der EVS, gibt Empfehlungen für zukünftige Instrumente und wagt einen Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen.
6 Anhang: Der Anhang enthält sämtliche Interviewleitfäden, transkribierte Gespräche, den Fragebogen der Online-Umfrage, technische Detaildaten der untersuchten Anlagen und weiterführende Berechnungsdetails.
Einspeisevergütungssystem, EVS, Direktvermarktung, KEV, Energiestrategie 2050, Erneuerbare Energien, Photovoltaik, Wasserkraft, bedarfsgerechte Einspeisung, Anlagenbetreiber, Förderinstrumente, Energiepolitik, Wirtschaftlichkeit, Netzzuschlagsfonds, Energiegesetz
Die Arbeit untersucht, wie effektiv das Schweizer Einspeisevergütungssystem mit Direktvermarktung (EVS) ist, insbesondere im Hinblick darauf, ob es Anlagenbetreiber dazu bewegt, ihren Strom bedarfsgerechter einzuspeisen.
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Schweizer Energiepolitik, die technischen Rahmenbedingungen verschiedener erneuerbarer Energiequellen sowie eine ökonomische Analyse von Fördermodellen im Vergleich.
Das Ziel ist herauszufinden, ob die Umstellung von der klassischen, kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) auf das EVS mit Direktvermarktung die gewünschte Lenkungswirkung erzielt und wie die Branche diese Veränderung wahrnimmt.
Der Autor kombinierte qualitative Experteninterviews mit einer quantitativen Online-Umfrage sowie einer eigenständigen kalkulatorischen Überprüfung von Szenarien für Beispiel-Kraftwerke (Wasserkraft und Photovoltaik).
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des EVS, präsentiert die empirischen Ergebnisse aus der Befragung der Experten und Nutzer und untersucht die Wirtschaftlichkeit anhand konkreter Projektszenarien.
Die Arbeit kreist primär um die Begriffe EVS, Direktvermarktung, Förderinstrumente, bedarfsgerechte Einspeisung und die ökonomische Rentabilität erneuerbarer Energien im schweizerischen Kontext.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das EVS mit Direktvermarktung für viele Anlagenbetreiber keine signifikanten Änderungen in der Betriebsweise bewirkt hat, da die finanziellen Anreize zur bedarfsgerechten Einspeisung oft zu gering sind.
Die marktgerechte Einspeisung wird als wichtiges Ziel identifiziert, wobei der Autor feststellt, dass die aktuelle Ausgestaltung der EVS hier nur begrenzte Erfolge zeigt und technisch oft an Grenzen stößt.
Es wird empfohlen, langfristige Bindungen in Fördermodellen zu reduzieren und stattdessen einmalige Investitionsbeiträge zu fördern, um flexibler auf technologische und wirtschaftliche Entwicklungen reagieren zu können.
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