Magisterarbeit, 2021
68 Seiten, Note: 1
0. Einleitung
1. Phraseologie und Phraseologismen
1.0 Bemerkungen zur gebrauchten Terminologie
1.1 Zum Gegenstand der Phraseologie
1.2 Phraseologische Merkmale
1.2.1 Polylexikalität
1.2.2 (Relative) Festigkeit
1.2.2.1 Gebräuchlichkeit
1.2.2.2 Psycholinguistische Festigkeit
1.2.2.3 Strukturelle Festigkeit
1.2.2.4 Pragmatische Festigkeit
1.2.2.5 Lexikalisierung / Reproduzierbarkeit
1.2.3 Idiomatizität
1.3 Klassifikation der Phraseologismen
1.3.1 Referentielle Phraseologismen
1.3.1.1 Nominative Phraseologismen
1.3.1.2 Propositionale Phraseologismen
1.3.2 Pragmatische Phraseologismen
1.3.3 Spezielle phraseologische Klassen
1.4 Somatismen
1.5 Funktionen von Phraseologismen
1.6 Fazit
2. Grundlagen der konfrontativen Linguistik
2.1 Ziele des Sprachvergleichs
2.2 Methoden des Sprachvergleichs
2.2.1 Unilateraler Vergleich
2.2.2 Bilateraler Vergleich
2.3 Grundbegriffe der konfrontativen Linguistik
2.3.1 Tertium comparationis
2.3.2 Interlinguale Äquivalenz
2.3.3 Interlinguale Äquivalenz in der kontrastiven Phraseologieforschung
2.3.3.1 Phraseologische Äquivalenz nach Koller
2.3.3.2 Phraseologische Äquivalenz nach Kempcke
2.3.3.3 Phraseologische Äquivalenz nach Krohn
2.3.3.4 Phraseologische Äquivalenz nach Eckert
2.3.4 Interlinguale Äquivalenz im Bereich der (somatischen) Idiome
2.3.4.1 Vollständige Äquivalenz
2.3.4.2 Teilweise Äquivalenz
2.3.4.3 Die nicht-phraseologische Äquivalenz
2.3.4.4 Nulläquivalenz
2.3.4.5 Scheinäquivalenz
2.4 Fazit
3. Deutsche Somatismen mit den Lexemen Gesicht, Auge, Nase, Mund als Strukturkomponente und ihre polnischen Entsprechungen – eine kontrastive Analyse
3.1 Zur Materialsammlung und Arbeitsmethode
3.2 Deutsche Somatismen mit dem Lexem Gesicht als tragende Strukturkomponente und ihre polnischen Entsprechungen
3.2.1 Vollständige Äquivalenz
3.2.2 Teilweise Äquivalenz
3.2.3 Nulläquivalenz
3.3 Deutsche Somatismen mit dem Lexem Auge als Strukturkomponente und ihre polnischen Entsprechungen
3.3.1 Vollständige Äquivalenz
3.3.2 Teilweise Äquivalenz
3.3.3 Nicht-phraseologische Äquivalenz
3.3.4 Nulläquivalenz
3.4 Deutsche Somatismen mit dem Lexem Nase als Strukturkomponente und ihre polnischen Entsprechungen
3.4.1 Vollständige Äquivalenz
3.4.2 Teilweise Äquivalenz
3.4.3 Nulläquivalenz
3.5 Deutsche Somatismen mit dem Lexem Mund als Strukturkomponente und ihre polnischen Entsprechungen
3.5.1 Vollständige Äquivalenz
3.5.2 Teilweise Äquivalenz
3.5.3 Nicht-phraseologische Äquivalenz
3.5.4 Nulläquivalenz
3.6 Ergebnisse der durchgeführten vergleichenden Analyse
4. Resümee/Schlussbemerkungen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die kontrastive Analyse von Somatismen (Idiomen mit Körperteilbezeichnungen) mit den Lexemen Gesicht, Auge, Nase und Mund in der deutschen und polnischen Sprache, um festzustellen, ob diese in beiden Sprachen Äquivalenzen aufweisen und in welcher Form sie sich unterscheiden.
1.1 Zum Gegenstand der Phraseologie
Aus der oben erwähnten terminologischen Vielfalt geht hervor, dass als Phraseologismen unterschiedliche, vieldimensionale sprachliche Erscheinungen gelten. Einer der ersten deutschen Wissenschaftlern, der sich dem Terminus ‚Phraseologismus‘ widmete, war Burger (2015). Der Forscher erklärte, dass eine Verbindung von zwei oder mehreren Wörtern als phraseologisch angesehen werden, wenn die Wörter eine durch die syntaktischen und semantischen Regularitäten der Verknüpfung nicht voll erklärbare Einheiten bilden und wenn die Wortverbindung in der Sprachgemeinschaft, ähnlich wie ein Lexem, gebräuchlich ist. Diese Kriterien stehen hierbei in einem einseitigen Bedingungsverhältnis, d.h. wenn die erste Bedingung erfüllt ist, gilt dasselbe für die zweite Bedingung, doch nicht umgekehrt (vgl. Burger 2015: f.).
Eine zweite Auffassung stammt von Fleischer (1997). Laut seiner Meinung nach, können alle syntaktischen Wortverbindungen, die sich von freien Verbindungen von Wörtern unterscheiden und wenigstens ein Autosemantikon besitzen, als Phraseologismen gesehen werden. Der Sprachforscher nennt drei Merkmale von Phraseologismen: die Idiomatizität, die semantisch-syntaktische Stabilität und die Lexikalisierung und Reproduzierbarkeit. (vgl. Fleischer 1997: 29 ff.).
Die meisten der Sprachforscher finden, dass man die Phraseologie nicht nur auf solche Wortverbindungen eingrenzen sollte, welche alle drei von Fleischer (1997) genannten Eigenschaften enthalten. Es sollten auch solche Ausdrücke in die Kategorie der Phraseologismen fallen, die nur über das Merkmal der Polylexikalität und Festigkeit verfügen. Die Idiomatizität sollte hierbei lediglich als ein zusätzliches Merkmal angesehen werden (vgl. Lüger 1999: 3).
Aus den zwei oben genannten Ansätzen geht hervor, dass man die Phraseologie entweder im weiteren oder im engeren Sinne betrachten kann.
Zur Phraseologie im weiteren Sinne werden Wortverbindungen gerechnet, die nur über die Merkmale Polylexikalität und Festigkeit verfügen.
0. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Sprache als Kommunikationsmittel und definiert das Ziel der Arbeit, eine kontrastive Analyse von Somatismen im Deutschen und Polnischen durchzuführen.
1. Phraseologie und Phraseologismen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Phraseologismus, diskutiert phraseologische Merkmale wie Polylexikalität und Festigkeit sowie die Klassifikation und Funktionen von Phraseologismen.
2. Grundlagen der konfrontativen Linguistik: Hier werden die theoretischen Aspekte des Sprachvergleichs, insbesondere Methoden des unilateralen Vergleichs und Typen der interlingualen Äquivalenz, dargelegt.
3. Deutsche Somatismen mit den Lexemen Gesicht, Auge, Nase, Mund als Strukturkomponente und ihre polnischen Entsprechungen – eine kontrastive Analyse: Dies ist der empirische Teil der Arbeit, in dem die gewählten Somatismen systematisch nach ihrer Äquivalenz zum Polnischen untersucht werden.
4. Resümee/Schlussbemerkungen: Das Resümee fasst die Ergebnisse der kontrastiven Untersuchung zusammen und stellt fest, dass ein Großteil der untersuchten Somatismen teil-äquivalente Entsprechungen im Polnischen aufweist.
Phraseologie, Phraseologismus, Somatismen, kontrastive Linguistik, Sprachvergleich, interlinguale Äquivalenz, Teiläquivalenz, Volläquivalenz, Nulläquivalenz, Morphosyntax, Idiomatizität, Lexikalisierung, Deutsch-polnischer Vergleich, Körperteilbezeichnungen, Translation.
Die Arbeit befasst sich mit der kontrastiven Analyse von Somatismen, also Idiomen, die Körperteilbezeichnungen (Gesicht, Auge, Nase, Mund) enthalten, und deren Entsprechungen im Polnischen.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Bestimmung des Phraseologiebegriffs, der Erarbeitung eines Äquivalenzmodells für den Sprachvergleich und der praktischen kontrastiven Analyse von ausgewählten deutschen Redewendungen.
Das Ziel ist die Untersuchung, ob deutsche Somatismen identische Entsprechungen im Polnischen besitzen und welche Arten von Äquivalenz oder Divergenz sich dabei feststellen lassen.
Die Arbeit nutzt die unilaterale Vergleichsmethode, bei der das Deutsche als Ausgangssprache und das Polnische als Zielsprache fungiert.
Der Hauptteil widmet sich der empirischen Analyse von 90 deutschen Somatismen, unterteilt in Gruppen nach ihren körperlichen Strukturkomponenten, und ordnet diese verschiedenen Äquivalenzstufen zu.
Wichtige Begriffe sind Phraseologie, Somatismen, interlinguale Äquivalenz, kontrastive Analyse und die spezifische Gegenüberstellung von deutschen und polnischen Idiomen.
Die Analyse zeigt, dass eine überwiegende Mehrheit der untersuchten Somatismen (82 %) eine Entsprechung im Polnischen hat, wobei die Teiläquivalenz mit 62 % die häufigste Relation darstellt.
In dem untersuchten Material konnte keine Scheinäquivalenz ermittelt werden, was darauf hindeutet, dass die untersuchten Somatismen keine "falschen Freunde" zwischen den beiden Sprachen darstellen.
Wenn keine direkte phraseologische Entsprechung vorliegt (Nulläquivalenz), wird das deutsche Idiom im Polnischen durch eine Umschreibung oder Paraphrase wiedergegeben, um die Bedeutung korrekt zu spiegeln.
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