Bachelorarbeit, 2019
57 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Theorie und Forschungsgegentand
2.1. Virtuelle Teamarbeit
2.1.1 Zentrale Aspekte und Besonderheiten
2.1.2 Herausforderungen virtueller Teamarbeit
2.2. Virtuelle Führung
2.2.1 Konfliktlösungsfähigkeit
2.2.2 Kommunikationsfähigkeit
2.3. Forschungsgegenstand und Hypothesen
2.3.1 Konfliktlösungsfähigkeit und Teamperformance
2.3.2 Kommunikationsfähigkeit als Mediator
3. Methodik
3.1. Stichprobe
3.2. Untersuchungsdesign
3.3. Erhebungsinstrumente
3.3.1 Virtualitätsgrad
3.3.2 Konfliktlösungsfähigkeit der Führungskraft
3.3.3 Kommunikationsfähigkeit der Führungskraft
3.3.4 Leistungsfähigkeit von virtuellen Teams
3.4. Untersuchungsdurchführung
3.5. Datenanalyse
3.5.1 Korrelationsanalyse
3.5.2 Mediationsanalyse
3.5.3 Explorative Analyse
4. Ergebnisse
4.1. Deskriptive Datenanalyse & Reliabilität
4.2. Korrelationsanalyse
4.3. Mediationsanalyse
4.4. Multiple lineare Regression
5. Diskussion
5.1. Diskussion der Hypothesen
5.2. Validität und Reliabilität der Forschung
5.3. Anregungen für weiterführende Studien
5.4. Implikation die Praxis
6. Fazit
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht den Einfluss der wahrgenommenen Konfliktlösungs- und Kommunikationsfähigkeit von Vorgesetzten auf die Leistungsfähigkeit von virtuellen Teams, um zu klären, welche spezifischen Kompetenzen für eine erfolgreiche virtuelle Führung in konfliktanfälligen Umgebungen notwendig sind.
2.1.1 Zentrale Aspekte und Besonderheiten
In der Forschungsliteratur gibt es keine einheitliche Definition von räumlich verteilten bzw. virtuellen Teams. Virtuellen Arbeitsformen werden jedoch drei entscheidende Merkmale zugeschrieben, die einen Einfluss auf die Teamzusammenarbeit ausüben (Boos et al., 2017, S. 12; Gallenkamp, Picot, Welpe & Drescher, 2010, S. 291; Herrmann, Hüneke & Rohrberg, 2012, S. 28 f.; Hertel, Geister & Konradt, 2005, S. 71 f.):
• Interdependenz: Virtuelle Teams bestehen wie Präsenzteams aus mindestens zwei Mitgliedern, die interaktiv und kooperativ zusammenarbeiten, um gemeinschaftliche Ziele zu erreichen.
• Distanz: In virtuellen Arbeitsformen stehen die Teammitglieder in räumlicher, organisatorischer und ggf. zeitlicher Distanz zueinander. Sie arbeiten ortsungebunden an unterschiedlichen Standorten und ggf. organisationsübergreifend zusammen. Die geografische Verteilung ist ein exklusives Merkmal virtueller Teams und erzeugt die Distanz, die in Präsenzteams in diesem Ausmaß nicht vorliegt. Die geografische Distanz geht häufig mit kulturellen und sprachlichen Unterschieden einher.
• Kommunikation: Der zentrale Aspekt aller Definitionen virtueller Teams ist das Ausmaß der IuK-Nutzung, um die geografische Distanz und oftmals auch die Zeitverschiebung zu überbrücken. Die Kommunikation und Koordination erfolgen überwiegend über elektronische Medien, physische Meetings sind selten.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Transformation der Arbeitswelt hin zu virtuellen Teams und leitet die Forschungsfrage bezüglich der notwendigen Führungsqualitäten ab.
2. Theorie und Forschungsgegentand: Es werden die theoretischen Grundlagen virtueller Teamarbeit, Konfliktarten und virtuelle Führungskompetenzen dargelegt sowie die Hypothesen zur Studie formuliert.
3. Methodik: Beschreibung des Studiendesigns, der Stichprobenzusammensetzung (N=101) sowie der verwendeten Messinstrumente und statistischen Analyseverfahren.
4. Ergebnisse: Darstellung der deskriptiven Daten, der Korrelationsergebnisse und der durchgeführten Mediationsanalyse sowie der explorativen Regression.
5. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf die Hypothesen, kritische Reflexion der Forschungsmethodik sowie Implikationen für die Praxis.
6. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Studienergebnisse und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Virtuelle Führung, Virtuelle Teams, Konfliktlösungsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Teamperformance, Führungskompetenzen, Medienvermittelte Kommunikation, Virtuelle Zusammenarbeit, Personalentwicklung, Teamdiagnose, Online-Umfrage, Mediationsanalyse, Führung, Digitalisierung, Distanz.
Die Arbeit untersucht, wie die von Mitarbeitern wahrgenommene Konfliktlösungs- und Kommunikationsfähigkeit ihrer Führungskraft die Leistung eines virtuellen Teams beeinflusst.
Die Schwerpunkte liegen auf virtueller Führung, Konfliktmanagement in räumlich verteilten Arbeitsgruppen und der Rolle der Kommunikation als Bindeglied für den Teamerfolg.
Das Ziel ist die empirische Untersuchung, ob eine hohe Konfliktlösungsfähigkeit direkt die Teamleistung steigert und ob die Kommunikationsfähigkeit der Führungskraft diesen Prozess mediiert.
Es wurde eine quantitative Online-Umfrage (N=101) durchgeführt, deren Daten mittels Korrelations- und Mediationsanalysen (SPSS PROCESS-Makro) statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Konzepte, die detaillierte Beschreibung der Stichprobe und Messinstrumente sowie die Darstellung und Diskussion der erzielten empirischen Ergebnisse.
Zentrale Begriffe sind virtuelle Führung, Teamperformance, Konfliktlösung, Kommunikation, virtuelle Teams und Personalführung.
Die räumliche Distanz ist ein exklusives Merkmal virtueller Teams, das neue Anforderungen an die Führungskraft stellt, da soziale Prozesse und Konflikte ohne physischen Kontakt schwerer wahrnehmbar sind.
Die Teamleistung wurde mithilfe einer auf den virtuellen Kontext adaptierten Kurzversion des TeamPuls®-Fragebogens erfasst.
Nein, die explorativen Analysen mittels multipler linearer Regression zeigten keinen signifikanten Einfluss des Virtualitätsgrads auf die untersuchten Hauptkonstrukte.
Für die erfolgreiche virtuelle Führung ist neben Fachwissen eine ausgeprägte soziale Kompetenz, insbesondere in der Konfliktlösung und Kommunikation, essenziell, was bei der Personalauswahl und Entwicklung berücksichtigt werden sollte.
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