Bachelorarbeit, 2019
34 Seiten, Note: 1.5
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 EINLEITUNG
2 FRAUEN UND FERNSEHEN
2.1 FRAUEN UND HAUSARBEIT
2.2 SOAP OPERAS IM WEIBLICHEN ALLTAGSGESCHEHEN
3 FRAUEN UND WERBUNG
3.1 DIE FRAU ALS SEXOBJEKT
4 GLEICHHEITSANSATZ UND REPRÄSENTATIONSKRITIK IN DER FEMINISTISCHEN MEDIENTHEORIE
4.1 GLEICHHEITSANSATZ
4.2 REPRÄSENTATIONSKRITIK
5 ANALYSE DER FALLBEISPIELE
5.1 50ER JAHRE
5.1.1 Dr. Oetker
5.1.2 Frauengold
5.2 2007 & 2010
5.2.1 Hirter Bier
5.2.2 Dolce & Gabbana
6 FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht das Fortbestehen sexistischer Frauendarstellungen in der Werbung über mehrere Jahrzehnte hinweg. Das zentrale Ziel ist es zu analysieren, inwiefern Kontinuitäten zwischen Werbesujets der 1950er Jahre und ausgewählten Beispielen aus den Jahren 2007 und 2010 bestehen, um die These einer kontinuierlichen Entwicklung hin zu einem positiven Frauenbild kritisch zu hinterfragen.
3.1 Die Frau als Sexobjekt
Der Körper, speziell im Postfeminismus, ist laut Rosalind Gill zum einen der Ort der Weiblichkeit, zum anderen der ausschlaggebende Punkt der Werte von Frauen. Oft wird also allein der Besitz eines „sexy“ Körpers als einziger Ausgangspunkt für die Entwicklung der Identität angesehen. Die Frau muss somit an ihrem Körper arbeiten und ihn perfektionieren um diesem Ideal gerecht zu werden. Diese „ästhetische Arbeit" ist, dem Postfeminismus zufolge, wiederum frei gewählt und nicht kulturell eingefordert. Die Absicht der Konsumwerbung besteht jedoch darin den Zuschauern ein bestimmtes Frauenrollenbild zu vermitteln beziehungsweise zu verstärken, durch welches die Frau zu einem „Beute-Objekt“ des männlichen Triebes wird. Es stellt sich als schwierige Aufgabe dar diesem Bild entgegenzuwirken, da Frauen aufgrund der männlichen Dominanz und deren Privilegien unterdrückt werden. Fredrickson und Roberts gehen von der „Objectification Theory“ aus. Diese besagt, dass die Rezeption idealisierter Köperbilder von Frauen und Männern in den Massenmedien zu einer veränderten Selbstwahrnehmung und somit zu einer erhöhten Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper führt. Jener Theorie zufolge wird die eigene und individuelle Persönlichkeit nachrangig, was folglich zur einer narzisstischen Form von Selbstkontrolle - der sogenannten Selbst-Objektifizierung - führen kann.
In der postfeministischen Medienkultur wird ein geschlechts-, rassen- und klassenspezifisches „Makeover-Paradigma" dargestellt, das zunehmend über den Körper hinausgeht und die Umgestaltung der Psyche erfordert. In diesem Zusammenhang muss das Leben als fehlerhaft oder mangelhaft wahrgenommen werden, damit durch eine Erneuerung oder einer Umgestaltung des Lebens eine positive Veränderung stattfinden kann.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Relevanz der Werbung als Vermittler gesellschaftlicher Rollenbilder ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage zur Kontinuität sexistischer Frauendarstellungen.
2 FRAUEN UND FERNSEHEN: Dieses Kapitel thematisiert die Rolle der Frau als Hausfrau im Kontext des Fernsehens sowie die funktionale Einbettung von Soap Operas in den weiblichen Alltag.
3 FRAUEN UND WERBUNG: Der Fokus liegt hier auf der theoretischen Aufarbeitung der Frau als Sexobjekt und der Objektifizierung durch moderne Medien sowie Konsumwerbung.
4 GLEICHHEITSANSATZ UND REPRÄSENTATIONSKRITIK IN DER FEMINISTISCHEN MEDIENTHEORIE: Das Kapitel erläutert die theoretischen Modelle, die zur Analyse der Mediensysteme und der darin enthaltenen Ungleichbehandlung der Geschlechter herangezogen werden.
5 ANALYSE DER FALLBEISPIELE: In diesem praktischen Teil werden Werbekampagnen von Dr. Oetker und Frauengold (50er Jahre) sowie Hirter Bier und Dolce & Gabbana (2007 & 2010) untersucht.
6 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass sich die Werbung zwar oberflächlich gewandelt hat, grundlegende sexistische Strukturen jedoch bestehen bleiben.
Sexistische Frauendarstellungen, Werbung, Postfeminismus, Gleichheitsansatz, Repräsentationskritik, Geschlechterrollen, Objektifizierung, Soap Opera, Medienwissenschaft, Patriachat, Frauenbild, Medienkonsum, Stereotype, Selbst-Objektifizierung, Werbekampagnen
Die Arbeit untersucht, wie Frauen in der Werbung dargestellt werden und ob sich diese Darstellung im Zeitverlauf von den 1950er Jahren bis heute signifikant gewandelt hat.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Frauen zum Fernsehen (speziell Soap Operas), die theoretische feministische Medientheorie sowie die praktische Analyse von Werbebeispielen.
Es wird untersucht, ob und wo Kontinuitäten bei sexistischen Frauendarstellungen in den 50er Jahren im Vergleich zu den Jahren 2007 und 2010 existieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Analyse, die den Gleichheitsansatz und die Repräsentationskritik der feministischen Medientheorie auf ausgewählte Werbefälle anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine medientheoretische Fundierung (Fernsehen, Werbung, Feminismus) und die anschließende empirische Untersuchung von vier konkreten Werbefällen.
Die wichtigsten Begriffe sind Sexismus in der Werbung, Objektifizierung, feministische Medientheorie und die Analyse von Geschlechterrollen.
Während Dr. Oetker die Frau als ideale Hausfrau und Mutter in den 50ern inszeniert, nutzt Dolce & Gabbana moderne Erotisierung und Machtsymbole, reduziert die Frau jedoch in beiden Fällen auf ihre Funktion für männliche Bedürfnisse.
Der männliche Blick dient laut der Arbeit dazu, Frauen zu Objekten zu machen, ihre Individualität zu unterdrücken und sie als reine Konsumartikel oder "Zum-Anschauen-Sein" darzustellen.
Die Arbeit zeigt auf, dass Soap Operas durch ihre zyklische Struktur und einfache Handlungsstränge den Alltag der Hausfrau zeitlich strukturieren und als Begleitmedium während der Arbeit fungieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

