Bachelorarbeit, 2021
73 Seiten, Note: 18/20
4 Kontext der Studie - Stationäre Kinder- und Jugendhilfen in Luxemburg
4.1 Definition von stationärer Hilfe
4.2 Einblick in die Geschichte der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Luxemburg
4.3 Aktuelle Lage der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Luxemburg
4.4 Entwicklung vom Schutz- und Hilfsgedanken im Arbeitsfeld „Kinder und Jugend“ in Luxemburg
5 Partizipation
5.1 Definitionen
5.2 Die partizipative Wende
5.3 Richtlinien zur Partizipation
5.4 Theorien und Partizipation
5.4.1 Empowerment
5.4.2 Lebensweltorientierter Ansatz
5.4.3 Signs of Safety
5.5 Formen der Partizipation
5.6 Partizipation im Heimbereich
5.7 Grenzen der Partizipation
6 Theoretische und empirische Perspektiven und daraus resultierende forschungsleitende Annahmen
6.1 Die Forschungsfrage
7 Konzeption der qualitativen Untersuchung - Methodologie
7.1 Definieren des Samples
7.2 Forschungsdesign. Begründung für die Wahl qualitativer Methoden
7.3 Interviewmethode
7.4 Einzel- oder Gruppeninterviews?
7.5 Aufbau des Leitfadens
7.6 Durchführung der Interviews
7.7 Auswertung der Interviews
7.8 Methode der erwägungsorientierten Pyramidendiskussion
7.9 Methodische Reflektion
8 Ergebnisse und Analyse der Umfrage
8.1 Bewertung der Möglichkeiten und Grenzen der Partizipation
8.1.1 Biographieplanung im Heim
8.1.2 Gruppenprozesse
8.1.3 Einrichtungsprozesse
8.1.4 Biographieplanung in Beruf und Schule
8.1.5 Nutzung Medien
8.1.6 Alltag, Konsum, Freizeit und Sonstiges
8.1.7 Zusatz: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Partizipationsverständnis der Heimbewohner
8.2 Diskussion
9 Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Partizipationsmöglichkeiten jugendlicher Bewohner in der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Luxemburg qualitativ zu erforschen und zu bewerten. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie der von außen positiv wahrgenommene Wandel im Bereich der Partizipation bei der Zielklientel ankommt und ob in der Praxis weiterhin Handlungsbedarf besteht.
8.1.1 Biographieplanung im Heim
In diesem Teil der Arbeit sollte die Partizipation an der Ausarbeitung der Hilfeplanung, des Erziehungsplanes und der Berichte an das ONE oder die Jugendgerichte bewertet werden.
Auf die Frage ob die Jugendlichen wüssten, was Hilfeplanung sei, antworteten sieben der neun Befragten mit nein. Zwei Jugendliche, die einige Begriffe aus der Hilfeplanung erklären konnten, kamen aus dem gleichen Heim. Festgehalten wurde hier, dass Partizipation und das Mitentscheiden die eigenen Kompetenzen stärken würden. Es wurde nicht erwähnt, ob und wie Eltern an der Hilfeplanung beteiligt wurden. Einige Teilnehmer kritisierten, dass in den Berichten oft das Negative im Vordergrund stehen und die eigene Person oft unter Wert beschrieben würde.
„Aah, dat mat den Zieler a sou? Bei mir ass, dat weess ech lo mol sou, gëtt meeschtens bei mir geschriwwen, wann ech keng gutt Situatioun hunn oder hat an der Läscht. T’gëtt just geschriwwe wann et negativ ass. Jo effektiv, heiansdo klengt dat wierklech, wéi wann ech ee Monster wier, oder sou.“ (I4, Z. 454-458)
4 Kontext der Studie - Stationäre Kinder- und Jugendhilfen in Luxemburg: Historische Entwicklung und aktuelle Situation der stationären Unterbringung in Luxemburg unter Berücksichtigung rechtlicher und struktureller Rahmenbedingungen.
5 Partizipation: Theoretische Fundierung des Partizipationsbegriffs, Vorstellung relevanter Modelle und Diskussion von Richtlinien zur Teilhabe im Heimbereich.
6 Theoretische und empirische Perspektiven und daraus resultierende forschungsleitende Annahmen: Einordnung der Forschungsfrage auf Basis früherer Studien und theoretischer Konzepte zur Beteiligung.
7 Konzeption der qualitativen Untersuchung - Methodologie: Detaillierte Beschreibung des Forschungsdesigns, der Stichprobenauswahl, der Interviewmethode sowie der Vorgehensweise bei der Datenauswertung.
8 Ergebnisse und Analyse der Umfrage: Darstellung der Interviewergebnisse in Bezug auf spezifische Beteiligungsbereiche sowie eine Diskussion der Auswirkungen der Pandemie auf die Partizipation.
9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die trägerspezifische Unterschiede bei der Partizipationsumsetzung aufzeigt und Verbesserungspotenziale für die Praxis ableitet.
Partizipation, stationäre Kinder- und Jugendhilfe, Empowerment, Heimerziehung, Nutzerperspektive, qualitative Forschung, Hilfeplanung, Mitbestimmung, Jugendhilfe Luxemburg, Lebensweltorientierung, Sozialarbeit, Pandemie-Auswirkungen, Partizipationsleiter, Qualitätsstandards, Beteiligungskultur.
Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Luxemburg ihre Möglichkeiten zur Mitbestimmung und Beteiligung im Alltag wahrnehmen und bewerten.
Die zentralen Themen sind Partizipationsstrukturen in Heimen, das Erleben von Hilfeplanungsprozessen, der Einfluss der professionellen Haltung der Erzieher sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die gelebte Teilhabe.
Das Ziel ist es zu ermitteln, ob und wie Partizipationsmöglichkeiten aus Sicht jugendlicher Bewohner in der Praxis ankommen und wo Handlungsbedarf zur Verbesserung der Teilhabe besteht.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das problemzentrierte Einzel- und Gruppeninterviews mit Jugendlichen durchführt und diese mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Partizipation, die Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und die detaillierte Analyse der empirischen Daten zu verschiedenen Lebensbereichen der Jugendlichen.
Die Arbeit lässt sich vor allem mit den Begriffen Partizipation, Heimerziehung, Empowerment, Nutzerperspektive und Jugendhilfe Luxemburg beschreiben.
Die Pandemie-Restriktionen werden als ein wesentlicher Faktor beschrieben, der die Partizipationsmöglichkeiten einschränkte und psychische Belastungen bei den befragten Jugendlichen verstärkte.
Ja, die Studie zeigt erhebliche trägerspezifische Unterschiede auf; während einige Einrichtungen einen gelebten partizipativen Geist zeigen, finden sich in anderen Einrichtungen deutliche Barrieren und Defizite in der Beteiligungskultur.
Die Haltung der Erzieher wird von den Jugendlichen als entscheidender Faktor identifiziert; eine empathische, offene und vertrauensvolle Haltung wird als Grundvoraussetzung für gelingende Partizipation angesehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

