Bachelorarbeit, 2021
65 Seiten, Note: gut
1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1. Definition und Abgrenzung des Datenschutzes
2.2 Historische Entwicklung und Zweck des Datenschutzes
3 Datenkapitalismus – eine ökonomische Betrachtung
3.1 Daten als Rohstoffe
3.2 Digitale Plattformmärkte – als Ursache der alleinigen Marktmacht
3.2.1 Direkte Netzwerkeffekte
3.2.2 Indirekte Netzwerkeffekte
3.3 Informationsgüter – Ursache der asymmetrischen Information
3.3.1 Folgen des Datenmissbrauchs
4. Datenschutzprinzipien (GDPR)
4.1. Europäische Datenschutzregelung (GDPR = General Data Protection Regulation)
4.2 Ziele der GDPR
4.3 Wichtige Prinzipien der General Data Protection Regulation
4.3.1 Verschärfte Rechte für Betroffene
4.3.2 Sanktionen bei Verletzung des Datenschutzes
5 Beeinflussung unternehmerischer Tätigkeiten und Kritik an GDPR
6 Herausforderungen, die von der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) bisher nicht berücksichtigt werden
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (GDPR), insbesondere inwiefern sie Transparenz und Kontrolle für Verbraucher verbessert und wie sie unternehmerische Aktivitäten beeinflusst. Dabei wird kritisch analysiert, in welchen Bereichen die GDPR Herausforderungen für Unternehmen birgt und wo sie ihre Schutzziele möglicherweise verfehlt.
3.1 Daten als Rohstoffe
In der digitalen Ökonomie dienen Daten als Güter bzw. Rohstoffe für die wirtschaftliche Wertschöpfung.44 In der Regel werden diese Wirtschaftsgüter in zwei Kriterien unterteilt.45 Zum einen handelt es sich hierbei um die „Ausschließbarkeit der Güternutzung“, welche die Eigenschaft eines Gutes im Rahmen des Ausschließbarkeitsprinzips beherrscht. Dies bedeutet, dass diese Güter erst dann ausschließbar sind, wenn der Eigentümer oder Nutzer vom Konsum des Gutes (Konsument) ausgeschlossen ist.46
Umgekehrt liegt eine „Nicht-Ausschließbarkeit“ vor, wenn der Gebrauch oder Verbrauch des Gutes nicht beeinträchtigt werden kann.47 Das zweite Kriterium „Rivalität im Konsum“ wird hervorgerufen, wenn ein Gut durch die Nutzung eines Akteurs beeinträchtigt wird und demnach andere Konsumenten von der Nutzung dieses Gutes ausschließt. Sollte ein Wirtschaftsgut demgegenüber von mehreren Verbrauchern gleichzeitig konsumiert werden, ist es als Nicht-Rivalität gekennzeichnet. Angesichts dieser Erkenntnis lassen sich Güter in vier Kategorien einordnen.48 Ökonomen differenzieren hierbei zwischen privaten Gütern, Club-Gütern sowie Allmenden und öffentlichen Gütern.49
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Datenmissbrauchs und die zunehmende Digitalisierung ein, erläutert die Zielsetzung der Arbeit und skizziert den weiteren Aufbau der Untersuchung.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel legt das Fundament durch die Definition des Datenschutzes und die Betrachtung seiner historischen Entwicklung sowie aktueller Technologietrends wie Big Data.
3 Datenkapitalismus – eine ökonomische Betrachtung: Hier werden ökonomische Modelle analysiert, die die Entstehung von Marktmacht bei digitalen Plattformen durch Netzwerkeffekte und Informationsasymmetrien erklären.
4. Datenschutzprinzipien (GDPR): Dieses Kapitel beleuchtet die Grundsätze der neuen EU-Verordnung, ihre Ziele, die verschärften Betroffenenrechte sowie mögliche Sanktionen bei Datenschutzverstößen.
5 Beeinflussung unternehmerischer Tätigkeiten und Kritik an GDPR: Dieser Abschnitt thematisiert die Auswirkungen der GDPR auf Unternehmen und führt eine kritische Umfrage zur Umsetzung in deutschen Unternehmen an.
6 Herausforderungen, die von der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) bisher nicht berücksichtigt werden: Hier werden Unklarheiten in den Verordnungstexten sowie Probleme bei der Datenportabilität und der Harmonisierung in der EU analysiert.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Wirksamkeit der GDPR kritisch und regt weiteren Forschungsbedarf an.
Datenschutz-Grundverordnung, GDPR, Datenkapitalismus, Netzwerkeffekte, Informationsasymmetrie, digitale Plattformmärkte, Nutzerdaten, informationelle Selbstbestimmung, Marktversagen, Datenportabilität, Datenschutz, Big Data, digitale Ökonomie, unternehmerische Aktivitäten, Rechtsunsicherheit.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) im Kontext der modernen Datenökonomie und untersucht deren Auswirkungen auf Verbraucherschutz und unternehmerische Aktivitäten.
Die zentralen Themen sind der ökonomische Charakter von Daten, die Dynamik digitaler Plattformen (Netzwerkeffekte), die informationelle Asymmetrie zwischen Anbietern und Nutzern sowie die praktische und rechtliche Umsetzung der GDPR.
Ziel ist es zu ermitteln, ob die GDPR die gewünschte Transparenz und Kontrolle für Verbraucher tatsächlich ermöglicht und wo kritische Lücken in der Umsetzung durch Unternehmen bestehen.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die ökonomische Modelle (wie z. B. Netzwerkeffekte, Akerlofs Gebrauchtwagenmarkt-Modell) auf die Datenökonomie anwendet und durch aktuelle Umfrageergebnisse ergänzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ökonomische Analyse des Datenkapitalismus, eine detaillierte Erläuterung der Datenschutzprinzipien der GDPR sowie eine kritische Betrachtung der unternehmerischen Umsetzung und regulatorischer Defizite.
Die wichtigsten Schlagworte sind GDPR, Datenkapitalismus, Netzwerkeffekte, Informationsasymmetrie, Datenschutz, Plattformmärkte und informationelle Selbstbestimmung.
Die Arbeit zeigt, dass Netzwerkeffekte (direkt und indirekt) zu einer Monopolstellung führender Plattformbetreiber ("winner takes it all") beitragen können, was die Markteintrittshürden für neue Wettbewerber erhöht.
Die Arbeit kritisiert, dass Datenportabilität in der Praxis den Schutz nicht unbedingt erhöht, da Daten bei einem Konkurrenten erneut verarbeitet werden können und so das Risiko für Verbraucher eher bestehen bleibt oder sogar steigt.
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