Diplomarbeit, 2002
106 Seiten, Note: 1,15
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. EINLEITUNG: „WER DIE KOMMUNIKATION HAT, HAT DIE ZUKUNFT“
2. FORMEN DER KOMMUNIKATION?
2.1. Was ist Kommunikation?
2.2. Definition
2.3. Die Face-to-Face-Kommunikation
2.4. Die technisch vermittelte Kommunikation
2.5. Die Massenkommunikation
3. KOMMUNIKATIONSMODELLE
3.1. Das Stimulus-Response-Modell
3.2. Die Lasswell-Formel
3.3. Das Shannon/Weaver-Modell
3.4. Die Systemtheorie nach Niklas Luhmann
4. DAS MEDIUM IM RAHMEN DER KOMMUNIKATION
5. DIE COMPUTERVERMITTELTE KOMMUNIKATION
5.1. Das Internet: Die Entstehung eines weltweiten Kommunikationsnetzes
5.2. Definition: Was ist computervermittelte Kommunikation?
5.3. Merkmale der computervermittelten Kommunikation
5.3.1.Die Text basis
5.3.2. Die Synchrone und asynchrone Kommunikation
5.3.3. Standardisierungen der computervermittelten Kommunikation
5.3.3.1. Emoticons
5.3.3.2. Soundwörter und Aktionswörter
5.3.3. Die Netiquette
5.4. Die Nutzung
5.4.1. Die Email
5.4.2. Der Chat
5.4.3. Die elektronischen Diskussionsforen
5.4.3.1. Die Mailinglists
5.4.3.2. Die Newsgroups
5.5. Theorien zur computervermittelten Kommunikation
5.5.1. Das Kanalreduktionsmodell
5.5.2. Das Filtermodell
5.5.3. Das Simulationsmodell
5.5.4. Die rationale Medienwahl
5.5.5. Die normative Medienwahl
5.5.6. Die Theorie der sozialen Informationsverarbeitung
5.6. Das Neue an computervermittelter Kommunikation
5.6.1. Die Zeit- und Raumunabhängigkeit
5.6.2. Die Globalisierung
5.6.3. Die Information
5.6.4. Die Individualisierung
5.6.5. Die Identitätskonstruktion
5.7. Gefahren von computervermittelten Kommunikation
5.7.1. Die Textbasis: Verlust parakommunikativer Kompetenzen
5.7.2. Der Informationsüberfluß
5.7.3. Die Anonymität
5.7.4. Die Einsamkeit
5.7.5. Die Wirklichkeitskonstruktion: Realität vs. Virtualität
5.7.6. Multi User Dungeons (MUDs)
6. DIE GESELLSCHAFTLICHEN AUSWIRKUNGEN
6.1. Die Globalisierung
6.2. Die Individualisierung
6.3. Die Polarisierung
7. AUSBLICK
8. ZUSAMMENFASSUNG
9. RESÜMEE
Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Untersuchung der Entwicklung und Auswirkungen der computervermittelten Kommunikation (CMC), wobei ein besonderer Fokus auf den damit verbundenen gesellschaftlichen Folgen liegt. Es wird analysiert, wie sich zwischenmenschliche Interaktionen durch technische Medien verändern und welche Chancen sowie Risiken in diesem Wandel für das Individuum und die Gesellschaft als Ganzes liegen.
5.3.1.Die Textbasis
CMC zeichnet sich dadurch aus, daß Text über die Computertastatur vermittelt wird und der Empfänger diesen von seinem Monitor abliest. Deshalb unterscheidet sich CMC auch grundlegend von anderen technischen Telekommunikationsformen. Weil CMC ausschließlich auf die Textebene der Kommunikation reduziert ist, abgesehen von der noch nicht weit verbreiteten Nutzung von Webkameras, die sowohl Bilder als auch Sprache übertragen, ist sie als Textkommunikation zu beschreiben.
Es werden Gespräche auf schriftlichem Wege geführt, indem Text zum „Schreiben eines Gesprächs“ (Beck/Vowe, S.12) genutzt wird. Damit werden zum einen Vorgänge des Lesens und Schreibens miteinander verbunden und zum anderen Aspekte der gesprochenen und geschriebenen Sprache miteinander vermischt. In anderen Worten: „Sprache wird verschriftlicht“ (Beck/Vowe, S.13). Folglich wird Sprache nicht mehr von dem Medium der akustischen Äußerung, sondern von dem geschriebenen Text als Medium vermittelt und dadurch überhaupt erst möglich. Nicht mehr das Gesagte ist Kommunikation, sondern allein der Text bzw. das Schreiben an sich.
1. EINLEITUNG: „WER DIE KOMMUNIKATION HAT, HAT DIE ZUKUNFT“: Hinführung zum Thema und Darlegung der Zielsetzung sowie der Forschungsfragen bezüglich der Bedeutung von Kommunikation in der heutigen Gesellschaft.
2. FORMEN DER KOMMUNIKATION?: Erläuterung grundlegender Kommunikationsbegriffe sowie Unterscheidung zwischen Face-to-Face-, technisch vermittelter und Massenkommunikation.
3. KOMMUNIKATIONSMODELLE: Vorstellung zentraler theoretischer Ansätze zur Kommunikation, darunter das Stimulus-Response-Modell, die Lasswell-Formel, das Shannon/Weaver-Modell und die Systemtheorie nach Niklas Luhmann.
4. DAS MEDIUM IM RAHMEN DER KOMMUNIKATION: Analyse der Rolle von Medien als Vermittlungsinstanzen in sozialen Prozessen.
5. DIE COMPUTERVERMITTELTE KOMMUNIKATION: Umfassende Untersuchung der CMC, ihrer Definition, spezifischen Merkmale, Nutzungsformen und Theorien sowie der damit verbundenen Gefahren.
6. DIE GESELLSCHAFTLICHEN AUSWIRKUNGEN: Darstellung der makrosoziologischen Folgen durch CMC, insbesondere in Bezug auf Globalisierung, Individualisierung und Polarisierung.
7. AUSBLICK: Reflexion über zukünftige Entwicklungen der Kommunikationslandschaft und der gesellschaftlichen Auswirkungen.
8. ZUSAMMENFASSUNG: Komprimierte Übersicht der zentralen Argumente und Ergebnisse der Diplomarbeit.
9. RESÜMEE: Abschließende Beurteilung der ambivalente Entwicklung der computervermittelten Kommunikation.
Computervermittelte Kommunikation, CMC, Internet, Kommunikationstheorie, Systemtheorie, Globalisierung, Individualisierung, Identitätskonstruktion, virtuelle Realität, Anonymität, soziale Netzwerke, Informationsflut, Medienwahl, Netiquette, Textkommunikation.
Die Diplomarbeit untersucht die computervermittelte Kommunikation (CMC) über das Internet, analysiert deren theoretische Grundlagen und erörtert die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Individuum und die Gesellschaft.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Merkmale von CMC, theoretische Kommunikationsmodelle, Nutzungsformen wie E-Mail und Chat, sowie soziologische Phänomene wie Globalisierung, Individualisierung und der Wandel der Identitätskonstruktion.
Das primäre Ziel ist es, die Entwicklung der CMC unter Berücksichtigung ihrer Chancen und Risiken darzustellen und insbesondere die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser neuen Kommunikationsform kritisch zu analysieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer theoretischen Auseinandersetzung mit kommunikationswissenschaftlichen und soziologischen Modellen, um die Phänomene der netzgestützten Interaktion zu erklären.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Charakterisierung von CMC, verschiedenen Standardisierungen im Netz, der Analyse spezifischer Nutzungsarten sowie der eingehenden Betrachtung von Gefahren und Chancen für die zwischenmenschliche Beziehung und die Identitätsbildung.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie computervermittelte Kommunikation (CMC), Identitätskonstruktion, virtuelle Gesellschaft, Anonymität, Wissenskluft und soziale Netzwerke aus.
Die Autorin betrachtet die Anonymität als ambivalentes Merkmal: Sie ermöglicht den Abbau von Schwellenängsten und fördert die Selbstdarstellung, birgt jedoch gleichzeitig Risiken wie Täuschung, Manipulierbarkeit und ein nachlassendes Verantwortungsgefühl gegenüber dem Kommunikationspartner.
Dieser Begriff, unter anderem von Sherry Turkle geprägt, beschreibt das Internet als einen Raum, in dem Individuen experimentell verschiedene Identitäten und Rollen ausprobieren können, um Teilaspekte ihrer Persönlichkeit zu explorieren, die im realen Alltag möglicherweise unterdrückt werden.
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