Bachelorarbeit, 2020
63 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Migration
2. Diskriminierung
2.1 Der sozialpsychologische Aspekt
2.2 Definition von Diskriminierung
2.3 Dimensionen von Diskriminierung
2.4 Diskriminierung im schulischen Kontext
2.4.1 Diskriminierungserfahrungen an Schulen
2.4.2 Folgen und Auswirkungen von Diskriminierung
3. SCHULSOZIALARBEIT
3.1 Verhältnis von Schule und Jugendhilfe
3.2 Aufgaben und Methoden der Schulsozialarbeit
3.2.1 Einzelfallhilfe
3.2.2 Gruppenarbeit
3.2.3 Schulentwicklung
3.3 Möglichkeiten und Grenzen
4. Projektbezogene Präventionsmöglichkeiten
4.1 „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“
4.1.1 Evaluation
4.2 „Anti-Bias-Ansatz“
4.2.1 Evaluation
5. Diskussion: Wirksamkeit der Ansätze zur Bekämpfung von Diskriminierung an Schule
6. Externe Anlaufstellen bei Diskriminierung
Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, welche Möglichkeiten die Jugendhilfe im Kontext von Schule hat, um ethnischer Diskriminierung präventiv entgegenzuwirken, und analysiert dazu zwei spezifische Interventionsansätze hinsichtlich ihrer Wirksamkeit.
2.4.1 Diskriminierungserfahrungen an Schulen
Im schulischen Kontext lässt sich Diskriminierung in unterschiedlichen Bereichen und bei unterschiedlichen Akteuren beobachten. Anzuführende Beispiele sind, dass eine Grundschullehrerin zu ihrem Schüler mit einem „nicht-deutsch klingenden Namen: „Mit dem Namen kannst Du nur Müllmann werden“, sagt (Yegane 2018, S. 35). „Ein Kind hat in der Schule meinen Bruder beleidigt, weil er eine dunkle Hautfarbe hat. Dann hat er ihn geschlagen. Die Lehrerin hat allesgesehen, aber nichts gemacht“ (ADS 2019, S. 13) wird bei einer Beschwerde der ASD geschildert.
Kinder sind bereits zur Anfangszeit der Bildung von „Ausgrenzungspraxen“ betroffen. Diese lösen Chancenungleichheit aus und fördern diese teilweise. „Das Aufnahmeverfahren und die Einschulungsphase, die Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs, sowie die Übergangsempfehlungen auf weiterführende Schulen am Ende der Grundschulzeit“ (ABD 2013, S.14), sind Bereiche, in denen Kinder in der Schullaufbahn Nachteile erleben können. Vor der Einschulung werden Kinder mit unzureichenden Sprachkenntnissen in den Schulkindergarten zurückgestellt. Rechtlich gesehen sind diese nicht für den Spracherwerb zuständig (Gomolla 2010, S.91). Um solch eine Fehlplatzierung zu umgehen, wurden in vielen Bundesländern, unter anderem in NRW, die Schulkindergärten geschlossen (vgl. GEW NRW 2016). Des Weiteren kann die Selektion nach der Grundschule eine zu frühe Festlegung auf eine weiterführende Schulform sein. Hauptschulen genießen keinen guten Ruf und werden als Problemschule betrachtet, bei dem die Schüler mit negativen Stereotypen und Erwartungseffekten konfrontiert werden (vgl. Neumann/ Schnieder, 2012, S.54).
1. Migration: Das Kapitel bietet einen Überblick über statistische Bevölkerungsdaten mit Migrationshintergrund in Deutschland und definiert die relevanten Begriffe zur Einwanderungsgeschichte.
2. Diskriminierung: Es werden sozialpsychologische Ursachen wie Vorurteile und Stereotype sowie die verschiedenen Ebenen und Formen der Diskriminierung im schulischen Alltag analysiert.
3. SCHULSOZIALARBEIT: Das Kapitel beschreibt das professionelle Rollenverständnis und die zentralen Arbeitsmethoden der Schulsozialarbeit als Kooperationspartner von Schule und Jugendhilfe.
4. Projektbezogene Präventionsmöglichkeiten: Hier werden das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und der „Anti-Bias-Ansatz“ detailliert vorgestellt und deren jeweilige Evaluationen betrachtet.
5. Diskussion: Wirksamkeit der Ansätze zur Bekämpfung von Diskriminierung an Schule: Dieses Kapitel vergleicht die vorgestellten Ansätze, arbeitet ihre spezifischen Stärken und Schwächen heraus und diskutiert die Grenzen der Wirksamkeit in der schulischen Praxis.
6. Externe Anlaufstellen bei Diskriminierung: Der Abschnitt verweist auf weiterführende Unterstützungsangebote und Beratungsstellen für Betroffene außerhalb des unmittelbaren schulischen Systems.
Diskriminierung, Migration, Schulsozialarbeit, Prävention, Rassismus, Anti-Bias-Ansatz, Schule ohne Rassismus, soziale Ungleichheit, Stereotype, Vorurteile, Bildungserfolg, Schulentwicklung, Intersektionalität, Empowerment, Diversitätsbewusstsein
Die Arbeit untersucht die Rolle der Jugendhilfe und von Schulsozialarbeit bei der Prävention von ethnischer Diskriminierung innerhalb des deutschen Bildungssystems.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Diskriminierung, die Auswirkungen auf den Schulerfolg von Kindern mit Migrationshintergrund sowie konkrete Projektansätze zur Antidiskriminierungsarbeit.
Die zentrale Frage lautet: Was kann die Jugendhilfe im Kontext Schule zur Prävention ethnischer Diskriminierung leisten?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Auswertung bestehender Evaluationsstudien und Experteninterviews basiert.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Diskriminierung, die Rolle der Schulsozialarbeit sowie zwei konkrete Projekte („Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und der „Anti-Bias-Ansatz“) detailliert analysiert.
Diskriminierung, Schulsozialarbeit, Prävention, Migration, Anti-Bias-Ansatz und interkulturelle Bildung.
Der Ansatz legt einen Fokus auf die Reflexion eigener Vorurteile bei Pädagogen und betrachtet Diskriminierung als einen mehrdimensionalen Prozess, der nicht nur auf einzelne Gruppen beschränkt ist.
Es bietet ein strukturiertes Modell zur Demokratiebildung, das Schüler aktiv an der Gestaltung des Schulklimas beteiligt und durch ein bundesweites Netzwerk eine breite Sichtbarkeit erzeugt.
Beide Projekte können lediglich als universale Prävention dienen; radikalisierte Ideologien oder tief sitzende Vorurteilsstrukturen erfordern hingegen weitergehende, spezifischere Maßnahmen.
Das Lehrpersonal spielt eine Schlüsselrolle, da eine unreflektierte Haltung zu institutioneller Diskriminierung führen kann, während eine wertschätzende Haltung die Selbstfindungsphase der Schüler maßgeblich positiv beeinflusst.
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