Bachelorarbeit, 2021
60 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Sozial-emotionale Entwicklung von Kindern im Grundschulalter
2.1. Aktuelle Lebenslage von Grundschülern
2.2. Entwicklungsaufgaben und ihre Bedeutung für die sozial-emotionale Entwicklung
2.2.1. Soziale Kompetenzen
2.2.2. Emotionale Kompetenzen
2.2.3. Zur Verbindung sozial-emotionaler Entwicklung
2.3. Mögliche Auswirkungen sozial-emotionaler Auffälligkeiten in der Grundschule
2.4. Grundschule als Sozialisationsinstanz
3. Schulsozialarbeit
3.1. Definition und Ziele
3.2. Zielgruppen
3.2.1. Schüler - Kinder und Jugendliche
3.2.2. Erziehungsberechtigte sowie andere erwachsende Bezugspersonen
3.2.3. Lehrkräfte und Schulleitung
3.3. Rahmenbedingungen
3.3.1. Personelle Bedingungen
3.3.2. Trägerbezogene Bedingungen
3.3.3. Räumliche Bedingungen
3.3.4. Materielle Bedingungen
3.3.5. Organisatorische Bedingungen
3.3.6. Rechtliche Bedingungen
3.3.6.1. § 1 SGB VIII: Recht auf Erziehung, Elternverantwortung, Jugendhilfe
3.3.6.2. § 2 SGB VIII Aufgaben der Jugendhilfe
3.3.6.3. § 11 SGB VIII Jugendarbeit
3.3.6.4. § 13 SGB XIII Jugendsozialarbeit
3.3.6.5. § 14 SGB VIII Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz
3.3.6.6. § 80 SGB VIII Jugendhilfeplanung und § 81 SGB VIII Strukturelle Zusammenarbeit mit anderen Stellen und öffentlichen Einrichtungen
3.4. Angebote und Kernaufgaben
3.5. Lebensweltorientierte Schulsozialarbeit
3.6. Schulsozialarbeit als Kooperationsfeld zwischen Schule und Kinder- und Jugendhilfe
4. Tiergestützte Pädagogik (Animal-Assisted Education, AAE)
4.1. Definition und Ziele
4.2. Mensch-Tier-Beziehung
4.2.1. Theoretische Modellvorstellungen
4.2.1.1. Biophilie
4.2.1.2. Du-Evidenz
4.2.1.3. Sozialer Katalysator
4.2.1.4. Bindungstheoretische Überlegung
4.3. Effekte von Tieren auf die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern
4.4. Potenzielle Risiken bei tiergestützten Interventionen
4.5. Auswahl eines geeigneten Tieres zur tiergestützten Pädagogik an Grundschulen
4.6. Sonderstellung Hund
4.7. Hundegestützte Pädagogik
5. Konzeptionelle Überlegungen zur Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung von Grundschülern in der Schulsozialarbeit
5.1. Zielentwicklung
5.2. Methoden
5.2.1. Einzelfallhilfe
5.2.2. Soziale Gruppenarbeit
5.2.3. Elternarbeit
6. Besondere Berücksichtigung der hundegestützten Pädagogik
6.1. Voraussetzungen
6.1.1. Organisatorisch
6.1.2. Hygiene und Gesundheit
6.1.3. Regeln im Umgang mit dem Schulhund
6.2. Einsatzformen des Schulhundes
6.3. Wirkungserwartung unter Zuhilfenahme des Hundes bei der Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung
7. Möglichkeiten und Grenzen der Schulsozialarbeit zur Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung von Grundschülern unter der besonderen Berücksichtigung der hundegestützten Pädagogik
Diese Bachelorarbeit untersucht die Potenziale und Limitationen der Schulsozialarbeit bei der Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung von Grundschülern, wobei ein spezifischer Fokus auf den ergänzenden Einsatz der tiergestützten Pädagogik, insbesondere durch Schulhunde, gelegt wird.
4.2. Mensch-Tier-Beziehung
Beziehungen zwischen Mensch und Tier gibt es seit Anbeginn der Menschheit. Damals war der Mensch mit dem Tier so eng verbunden, dass sich sein Selbstbewusstsein nicht völlig von ihm trennte. Mit Herausbildung der menschlichen Identität kam es zu einer fortschreitenden Trennung des menschlichen Selbstbewusstseins vom Tierreich (vgl. Greiffenhagen & Buck-Werner 2015, S.17).
Während der Jahrhunderte wandelte sich der Wert, dem die Gesellschaft einem Tier beimisst, sodass auch deren Beziehung sich fortwährend veränderte. Der Mensch fing an, das freie Leben der Tiere zu kontrollieren (Domestikation) und sich moralisch gegenüber der Tierwelt zu erhöhen (Speziesismus) (vgl. Wolff, S. 1).
Noch heute werden sogenannte „Nutztiere“ für menschliche Zwecke gezüchtet und ausgebeutet. Allein im Jahr 2019 starben mehr als 763 Millionen Tiere in deutschen Schlachthöfen (1. Link der Internet-Link-Literaturliste). Nicht nur die Lebensmittelindustrie, sondern auch die Bekleidungsindustrie, die Wissenschaft (Tierversuche) und die Unterhaltungsindustrie (z.B. Zoos, Zirkus) stellt die eigenen, vorrangig wirtschaftlichen Interessen, über das Wohl der Tiere. Zudem führt die menschliche Ausbeutung der Natur unter anderem zu einer fortwährenden Zerstörung oder Schädigung der Lebensräume der Tiere und geht mit dem Verlust vieler Tierarten einher (vgl. Schmeller 2008).
Im Gegensatz dazu steht die Wertschätzung und Fürsorge von „Heimtieren“ oder „Haustieren“. Das Bedürfnis nach einem tierischen Mitbewohner scheint deutlich zu steigen. So lebten 2009 nur in etwa jedem dritten Haushalt Tiere, während es 2019 schon jeder zweite deutsche Haushalt von Tieren mit bewohnt wurde (vgl. Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. 2019).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die wachsende Bedeutung der Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen bei Grundschülern und führt in die Fragestellung zur Rolle der Schulsozialarbeit unter Einbeziehung tiergestützter Pädagogik ein.
2. Sozial-emotionale Entwicklung von Kindern im Grundschulalter: Dieses Kapitel erörtert die aktuellen Lebensbedingungen von Grundschülern und definiert zentrale Entwicklungsaufgaben im Bereich sozialer und emotionaler Kompetenzen sowie deren Bedeutung für den Schulerfolg.
3. Schulsozialarbeit: Es werden das fachliche Selbstverständnis, die Zielgruppen, die organisatorischen Rahmenbedingungen sowie die gesetzlichen Grundlagen der Schulsozialarbeit im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe detailliert beschrieben.
4. Tiergestützte Pädagogik (Animal-Assisted Education, AAE): Dieses Kapitel beleuchtet theoretische Modelle der Mensch-Tier-Beziehung, wie Biophilie und die Rolle des Hundes als sozialer Katalysator, sowie deren Effekte auf die kindliche Entwicklung.
5. Konzeptionelle Überlegungen zur Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung von Grundschülern in der Schulsozialarbeit: Hier werden methodische Ansätze und praktische Angebote zur Zielentwicklung, Einzelfallhilfe und Gruppenarbeit im schulischen Alltag vorgestellt.
6. Besondere Berücksichtigung der hundegestützten Pädagogik: Dieses Kapitel erläutert die organisatorischen, hygienischen und sicherheitsrelevanten Voraussetzungen für den Einsatz von Schulhunden sowie deren spezifische Einsatzformen.
7. Möglichkeiten und Grenzen der Schulsozialarbeit zur Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung von Grundschülern unter der besonderen Berücksichtigung der hundegestützten Pädagogik: Ein kritischer Abgleich, der Chancen für die Entwicklungsförderung durch tiergestützte Ansätze gegen praktische Grenzen abwägt.
Schulsozialarbeit, Grundschule, Sozial-emotionale Entwicklung, Tiergestützte Pädagogik, Schulhund, Sozialkompetenz, Emotionsregulation, Mensch-Tier-Beziehung, Inklusion, Prävention, Soziales Lernen, Jugendhilfe, Lebensweltorientierung, Bindungstheorie, Interventionsmethoden.
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der Schulsozialarbeit an Grundschulen, speziell bei der Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung von Kindern, unter Berücksichtigung tiergestützter Interventionen.
Zentrale Schwerpunkte sind die kindliche Entwicklung, die professionelle Ausgestaltung der Schulsozialarbeit sowie die theoretischen und praktischen Grundlagen der hundegestützten Pädagogik im schulischen Kontext.
Die Arbeit untersucht, welchen Beitrag die Schulsozialarbeit – ergänzt durch tiergestützte Ansätze, insbesondere den Einsatz von Hunden – zur Unterstützung der sozialen und emotionalen Entwicklung von Grundschulkindern leisten kann.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, um aktuelle Konzepte, rechtliche Rahmenbedingungen und empirische Erkenntnisse zusammenzuführen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Sozial-emotionalen Entwicklung, die Struktur der Schulsozialarbeit, die Wirkung von Mensch-Tier-Beziehungen und eine konzeptionelle Herleitung für den praktischen Einsatz von Schulhunden.
Die wichtigsten Begriffe sind Schulsozialarbeit, Grundschule, Sozial-emotionale Entwicklung, tiergestützte Pädagogik, Schulhund, soziale Kompetenz und Lebensweltorientierung.
Das soziale Lernen wird als ausdrückliches Ziel der schulischen Bildung identifiziert, wobei die Schulsozialarbeit durch ihre spezifische Ausrichtung eine intermediäre Rolle einnimmt, um dieses Lernen auch bei Kindern mit Entwicklungsdefiziten zu fördern.
Hunde fungieren als "soziale Katalysatoren", die Ängste reduzieren, die Motivation steigern und als "Bindungsfiguren" einen sicheren Rahmen für emotionale und soziale Lernprozesse im Schulalltag bieten können.
Die Arbeit betont die Notwendigkeit einer regelmäßigen tierärztlichen Betreuung, Impfungen, Parasitenprophylaxe sowie die Erstellung eines verbindlichen Hygieneplans zur Vermeidung von Zoonosen und allergischen Reaktionen.
Beim Präsenz-Kontakt ist der Hund lediglich anwesend und fördert atmosphärisch die Entspannung, während er bei der aktiven Beteiligung gezielt in spezifische Übungen und Aufgabenstellungen zur Lernförderung einbezogen wird.
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