Masterarbeit, 2016
168 Seiten, Note: 2
1. EINLEITUNG
1.1. INDUSTRIE 4.0 FÜR DIE PRODUKTION IN DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE
1.1.1. Bedeutung für die industrielle Produktion
1.1.2. Wertmaßstab des produzierenden Gewerbes für Deutschland
1.1.3. Messung der Produktivität
1.1.4. Vorstellung der Firma BBG Bodenbearbeitungsgeräte Leipzig GmbH & Co.KG
1.2. GANG DER UNTERSUCHUNG
1.3. ZIEL DER ARBEIT
2. EMPIRISCHE STUDIE ZUR ERMITTLUNG VON VORGABEZEITEN IN DER INDUSTRIE 4.0
2.1. DARSTELLUNG DER ONLINESTICHPROBE
2.1.1. Berufszweig
2.1.2. Tätigkeitsbereich
2.1.3. Bundesland
2.1.4. Mitarbeiteranzahl
2.1.5. Alter des Unternehmens
2.1.6. Nachfrage nach dem Geschlecht
2.1.7. Individuelles Lebensalter
3. DIE GRUNDLAGEN DER ARBEITSORGANISATION UND -GESTALTUNG
3.1. BEGRIFFLICHE DEFINITIONEN DER ARBEITSORGANISATION
3.2. DIE ANFORDERUNGEN AN DIE ORGANISATION
3.3. DIE AUFBAUORGANISATION
3.4. DIE ABLAUFORGANISATION
3.4.1. Die Planung
3.4.2. Die Gestaltung
3.4.3. Die Steuerung
3.5. ARBEITSTEILUNG
3.5.1. Klassische Arbeitsgruppen
3.5.2. Fertigungsteams
3.5.3. Teilautonome Arbeitsgruppen
3.5.4. Psychische Belastungen
4. EINORDNUNG UND ABGRENZUNG VON INDUSTRIE 4.0
4.1. GESCHICHTLICHE EINORDNUNG MIT HILFE DER KONDRATIEFFZYKLEN
4.2. UMFELD DER INDUSTRIE 4.0
4.2.1. Datenschutz
4.2.2. Industrieproduktion in bewegten Märkten
4.2.3. Wissensgesellschaft
4.2.4. Zunehmende Variantenvielfalt mit Verkürzung der Lebenszyklen
4.3. MÖGLICHKEITEN DER INDUSTRIE 4.0
4.3.1. Die Produktion und Cyber-Physische Systeme
4.3.2. Manufacturing Execution System
4.3.3. Intelligente Assistenzsysteme
4.3.4. Smart Devices
4.3.5. Social Media-Funktionalitäten
4.3.6. Smart Grid und Micro Grid
5. VERBUND VON MASCHINENBEZOGENEN UND MENSCHLICHEN DATEN
5.1. KENNZAHLEN
5.1.1. Verschiedene Arten von Kennzahlen
5.1.2. Bedeutungen von Kennzahlen
5.1.3. Bedingungen für den Kennzahleneinsatz
6. MODELLE DER VORGABEZEITEN
6.1. TECHNOLOGIE
6.2. AUTOMATISIERUNGSGRAD
6.3. ABLAUFPRINZIPIEN
6.3.1. Fließfertigung
6.3.2. Werkstattfertigung
6.3.3. Gruppenfertigung
6.3.4. Baustellenfertigung
6.3.5. Weitere Prinzipien
6.3.6. Einordnung der Fertigung von BBG Leipzig
6.4. TYPEN DER FERTIGUNG NACH DEM ERZEUGNIS
6.4.1. Fertigungsart
6.4.2. Fertigungsstruktur
6.4.3. Erzeugnisstruktur
6.4.4. Erzeugnisspektrum
6.5. ZEITERMITTLUNG
6.5.1. Ist-Zeitermittlung
6.5.2. Ablaufarten für eine Zeitaufnahme nach REFA
6.5.3. Selbstaufschreibung
6.5.4. Multimomentaufnahmen
6.5.5. Interview
6.5.6. Soll-Zeitermittlung
6.5.7. Verfahren der Systeme vorbestimmter Zeiten
6.5.8. Systeme vorbestimmter Zeiten
6.5.9. Charakterisierung der einzelnen SvZ
6.5.10. Planzeitkataloge
7. ANREIZSYSTEME IN INDUSTRIE 4.0
7.1. ENTLOHNUNGSSYSTEME
7.2. AKKORDENTGELT
7.2.1. Zeitakkord
7.2.2. Geldakkord
7.2.3. Funktionsprinzip des Akkordentgelt
7.2.4. Leistungsgrad
7.3. PRÄMIENENTGELT
7.3.1. Prämie durch den Arbeitsplatz
7.3.2. Prämie durch die Qualifikation
7.3.3. Prämie durch Erfahrungswissen
7.4. LOHNGERECHTIGKEIT
7.4.1. Wechsel des Lohnmodells
7.4.2. Entgeltgestaltung im Wandel
7.4.3. Zeitverzinsung der Arbeitszeitkonten
8. ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT
9. AUSBLICK
Die Arbeit untersucht, wie Vorgabezeiten im Zeitalter der Industrie 4.0 in produzierenden Unternehmen, konkret bei der BBG Bodenbearbeitungsgerätewerk Leipzig GmbH & Co. KG, ermittelt und gestaltet werden können. Ziel ist es, ein geeignetes Referenz- und Vorgehensmodell zu entwickeln, das sowohl technische Innovationen (CPS, MES) als auch menschliche Anforderungen und angemessene Anreizsysteme integriert.
3.2. DIE ANFORDERUNGEN AN DIE ORGANISATION
Organisationen sind arbeitsteilige sozio-technische Systeme. In diesen werden die Einzelaktivitäten auf ein übergeordnetes Gesamtziel ausgerichtet. Ropohl stellt dahingehend die Behauptung auf, das durch die Wechselwirkung zwischen dem Menschen und der Technologie, dies durch die Arbeitsteilung zu beschreiben ist und er sagt dazu:
„Wenn ein menschliches Handlungssystem bei einem Sachsystem eine Funktion identifiziert hat, die mit einer Teilfunktion des Handelns äquivalent ist, verbindet es sich mit diesem Sachsystem zu einer Handlungseinheit und verwandelt sich in ein soziotechnisches Handlungssystem. Es ist dies freilich keine geheimnisvolle Metamorphose, sondern schlicht und einfach die Tatsache, dass eine Handlung nicht mehr allein von Menschen ausgeführt wird, sondern erst durch die hinzutretende Funktion des Sachsystems zustande kommt. Die handelnde Instanz kann mithin nur mehr als Symbiose von Mensch und Maschine gedacht werden.“
Bei der wirtschaftlichen Gestaltung geht es um die Frage, welche Organisationsstruktur in einem konkreten Fall die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens sichert oder verbessert. Dazu ist es auch zweckmäßig, die Einteilung nach Klein-, Mittel- und Großunternehmen zu berücksichtigen. Kleinunternehmen haben in der Regel, gemessen an der Anzahl ihrer Mitarbeiter flache Organisationsstrukturen, bei der der Unternehmer neben seiner Führungs- und Leitungsfunktion eine Reihe von Zusatzaufgaben erfüllt, die in größeren Unternehmen von Fachabteilungen, z.B. Einkauf übernommen werden. Bei größeren Unternehmen, ab ca. 100 Mitarbeitern bis zu Großunternehmen, bekommen Fachabteilungen mit indirekter Wertschöpfungstätigkeiten mehr Bedeutung. Eben diese Fachabteilungen entwickeln ein Eigenleben aufgrund ihrer eigenen IT-Insellösungen, z.B. durch die Anwendung von Excel. Dann wird über unterschiedlichste Kommunikationssysteme, z.B. ein Firmeninternes „Wiki“ wieder versucht diese Systeme zusammen zu bringen. Bei Kleinunternehmen hat die Geschäftsleitung einen direkten Draht auf die Produktionsleitebene, welches durch den Vorteil der kurzen Informations- bzw.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung erklärt die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit Industrie 4.0 und leitet daraus das Ziel der Arbeit ab.
2. EMPIRISCHE STUDIE ZUR ERMITTLUNG VON VORGABEZEITEN IN DER INDUSTRIE 4.0: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer Online-Umfrage unter 70 Experten zur Bewertung zukünftiger Tendenzen in der Industrie 4.0.
3. DIE GRUNDLAGEN DER ARBEITSORGANISATION UND -GESTALTUNG: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Arbeitsorganisation sowie die Anforderungen an moderne sozio-technische Systeme erläutert.
4. EINORDNUNG UND ABGRENZUNG VON INDUSTRIE 4.0: Dieses Kapitel definiert Industrie 4.0, ordnet sie historisch ein und beleuchtet die technologischen Möglichkeiten für die Produktion.
5. VERBUND VON MASCHINENBEZOGENEN UND MENSCHLICHEN DATEN: Es wird die Bedeutung von Kennzahlen als Steuerungs- und Bewertungsinstrumente im digitalen Produktionsumfeld untersucht.
6. MODELLE DER VORGABEZEITEN: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Modelle zur Vorgabezeitermittlung und analysiert deren Anwendungseignung in unterschiedlichen Betriebstypologien.
7. ANREIZSYSTEME IN INDUSTRIE 4.0: Die Arbeit diskutiert zeitgemäße Entlohnungssysteme und deren Anpassung an die Anforderungen der Industrie 4.0.
8. ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und bietet eine praktische Vorgehensweise für BBG Leipzig.
9. AUSBLICK: Der Ausblick identifiziert die künstliche Intelligenz als relevantes Thema für zukünftige Forschungsarbeiten.
Industrie 4.0, Vorgabezeiten, Arbeitsorganisation, Arbeitsgestaltung, BBG Leipzig, Produktionsumfeld, Cyber-Physische Systeme, MES, Kennzahlen, Entlohnungssysteme, Anreizmodelle, Zeitermittlung, REFA, Arbeitsproduktivität, Digitalisierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Arbeitsorganisation und der Ermittlung von Vorgabezeiten unter den Bedingungen der Industrie 4.0 am Beispiel eines produzierenden Unternehmens.
Die zentralen Themen umfassen die industrielle Produktion, moderne Methoden der Zeitermittlung, den Einsatz von Cyber-Physischen Systemen (CPS) und die Gestaltung von anreizorientierten Entlohnungssystemen.
Das Hauptziel besteht darin, ein passgenaues Vorgehensmodell für die Ermittlung von Vorgabezeiten in der Industrie 4.0 zu entwickeln, um die Wettbewerbsfähigkeit der BBG Bodenbearbeitungsgerätewerk Leipzig GmbH & Co. KG zu sichern.
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus einer Literaturanalyse und einer quantitativen empirischen Studie (Online-Umfrage unter Experten) sowie einem Experteninterview.
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen der Organisation, die Einordnung von Industrie 4.0, die Anwendung von Kennzahlen, Modelle der Zeitermittlung sowie die Gestaltung zeitgemäßer Entlohnungs- und Anreizmodelle.
Wichtige Begriffe sind Industrie 4.0, Vorgabezeiten, Arbeitsorganisation, Manufacturing Execution System (MES), Produktivität und Entlohnungssysteme.
Das Unternehmen BBG Leipzig hat eine 150-jährige Geschichte, wurde 1998 von Amazonen-Werken übernommen und befindet sich in einem spezifischen Marktumfeld des Landmaschinenbaus, was spezifische Anpassungen in der Fertigungsstruktur erfordert.
Der Autor schlägt verzinste Arbeitszeitkonten als Modell vor, um in schwankenden Produktionsperioden eine beiderseitige Gerechtigkeitssituation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu schaffen.
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