Masterarbeit, 2021
146 Seiten, Note: 1.2
1 Einleitung
2 Theorie
2.1 Romantische Beziehungen
2.2 Begriffserklärung: Partnerschafts- bzw. Beziehungsqualität, Beziehungsstabilität, Beziehungszufriedenheit
2.2.1 Partnerschafts- bzw. Beziehungsqualität
2.2.2 Beziehungsstabilität
2.2.3 Partnerschaftszufriedenheit
2.3 Konflikte und Stress
2.3.1 Stress in Partnerschaften als dyadisches Phänomen
2.3.2 Dyadisches Coping
2.3.3 Formen des dyadischen Copings
2.3.4 Kaskadenmodell
2.3.5 Der Stressprozess in Partnerschaften
2.3.6 Forschungsstand Einfluss von Stress auf die Beziehungsqualität
2.3.7 Forschungsstand dyadisches Coping und Beziehungszufriedenheit
2.3.8 Zusammenfassung
2.4 Interpersonelle Kommunikation
2.4.1 Kanäle der nonverbalen Kommunikation
2.4.2 Modell der triadischen Balance
2.4.3 Fünf apokalyptische Reiter
2.4.4 Kritik
2.4.5 Empirische Befunde zur Kommunikation und Beziehungsqualität
2.4.6 Zusammenfassung
2.5 Computervermittelte Kommunikation
2.5.1 Theorien zur computervermittelten Kommunikation
2.5.2 Forschungsstand zur mobilen Kommunikation und Beziehungsqualität
2.5.3 Zusammenfassung
2.6 Fragestellungen und Hypothesen
3 Methode
3.1 Pretest
3.2 Stichprobenrekrutierung
3.3 Fragebogen und Operationalisierung der Variablen
3.3.1 Soziodemographische Daten
3.3.2 Partnerschaftsfragebogen
3.3.3 Dyadisches Coping Inventar
3.3.4 KOMQUAL
3.3.5 Kurzskala Positive Interaktion
3.3.6 Häufigkeit der wöchentlichen schriftlichen Kommunikation
3.4 Statistische Auswertungsmethoden
3.4.1 Reliabilitätsanalyse
3.4.2 Deskriptive statistische Verfahren
3.4.3 Statistische Verfahren der Hypothesen
4 Ergebnisse
4.1 Reliabilitätsanalyse der verwendeten Messinstrumente
4.2 Stichprobenbeschreibung und Ausschluss
4.3 Deskriptive Statistik der eingesetzten Fragebögen
4.4 Hypothesentestung
4.4.1 Hypothese 1, Hypothese 2.2 und Hypothese 3
4.4.2 Hypothese 2, Hypothese 2.1
5 Diskussion
5.1 Interpretation und Diskussion der Hypothesen
5.2 Stärken und Einschränkungen der Studie
5.3 Praktische Implikationen für die Forschung
5.4 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von persönlicher und digitaler Kommunikation sowie dyadischem Coping auf die Beziehungsqualität und Konfliktbewältigung in romantischen Beziehungen. Das primäre Ziel ist es zu klären, inwiefern sich diese Kommunikationsformen unterscheiden, ob mobile Kommunikation die Beziehungsqualität verbessern kann und ob sie mittels dyadischer Coping-Prozesse zur Konfliktreduzierung beiträgt.
2.4.2 Modell der triadischen Balance
Gottman (1994) führte eine Reihe von Studien durch, um den Zusammenhang von Beziehungsqualität und Beziehungsgestaltung zu untersuchen. Dabei suchte er auch nach prädiktiven Kommunikationsmustern, die eine stabile Ehe auszeichnen. Neben psychophysiologischen und kognitiven Prozessen ging er auch verbalen, nonverbalen und emotionalen Interaktionsmustern nach (Gottman, 1994).
Das Modell der Triadischen Balance stellt das Fundament der Theorie der ehelichen Stabilität dar. Eine stabile Beziehung ist dabei durch die triadische Balance zwischen Verhalten in der Beziehung, Wahrnehmung der Partnerschaft und der physiologischen Reaktion in der Beziehung gekennzeichnet (Gottman, 1994). Neben dem direkten Verhalten in einer Partnerschaft spielen auch andere Verhaltensweisen in der Beziehung eine Rolle (Gottman, 1994). Ein positives Verhältnis von positiven und negativen Verhaltensweisen ist dabei für eine Beziehungsstabilität ausschlaggebend.
Nach Gottman (1994) manifestieren sich negative Kommunikationsmuster dann, wenn positive Verhaltensweisen der Partner nicht ausreichend gezeigt werden. Demnach ist eine Beziehung dann stabil, wenn sich diese in einem 5:1 Verhältnis vollzieht. Dies wird als Gottman-Konstante bezeichnet und beschreibt, dass eine negative Interaktion mit einem Partner, durch fünf positive Interaktionen ausgeglichen werden muss. Eine Partnerschaftsunzufriedenheit zeigt einen überwiegenden Anteil an negativen Interaktionen (Gottman, 1993).
Eine vermehrt positive Interaktion führt zu einer positiven Wahrnehmung der Beziehung, was in psychophysiologischer Beruhigung, positiven Gefühlen und Wohlbefinden mündet. Gottman bezeichnet ein positives Verhältnis der Kommunikation als „reguliert“.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Bedeutung gelungener Partnerschaften und den Einfluss neuer Kommunikationstechnologien auf diese, wobei die zentrale Forschungsfrage nach dem Vergleich von persönlicher und digitaler Kommunikation aufgeworfen wird.
2 Theorie: Dieses Kapitel führt in die wissenschaftlichen Grundlagen zu romantischen Beziehungen, Stress, Konflikten, dyadischem Coping sowie interpersoneller und computervermittelter Kommunikation ein.
3 Methode: Der Methodenteil erläutert das Untersuchungsdesign, die Stichprobenrekrutierung und die verwendeten standardisierten Fragebögen zur Erhebung der relevanten Variablen.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Daten, inklusive Reliabilitätsanalysen der Messinstrumente und der Hypothesentestung mittels multipler Regressionsanalyse.
5 Diskussion: Die Diskussion interpretiert die Ergebnisse im Lichte der theoretischen Annahmen, beleuchtet Stärken sowie Limitationen der Studie und zieht praktische Implikationen für die zukünftige Forschung.
Beziehungsqualität, dyadisches Coping, Kommunikation, computervermittelte Kommunikation, Partnerschaft, Konfliktbewältigung, digitale Kommunikation, Ehezufriedenheit, Stress, Beziehungsstabilität, mobile Nutzung, soziale Informationsverarbeitung, Interaktionsverhalten, Konfliktkommunikation, Paarbeziehung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der digitalen und persönlichen Kommunikation auf die Beziehungsqualität und die gemeinsame Stressbewältigung (dyadisches Coping) in romantischen Partnerschaften.
Die Schwerpunkte liegen auf der Partnerschaftsqualität, der Rolle von Stress und Konflikten, den Mustern der interpersonellen Kommunikation sowie den spezifischen Mechanismen der computervermittelten Kommunikation.
Das Ziel ist es, Unterschiede zwischen persönlicher und digitaler Kommunikation zu identifizieren und zu prüfen, ob digitale Kommunikation mittels dyadischer Coping-Prozesse zur Konfliktlösung beitragen und die Beziehungsqualität steigern kann.
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittsstudie, bei der 98 Probanden retrospektiv mittels standardisierter Fragebögen zu ihrem Kommunikationsverhalten und ihrer Beziehungszufriedenheit befragt wurden.
Der Theorieteil beleuchtet Modelle wie das dyadische Coping nach Bodenmann und das Modell der triadischen Balance nach Gottman, gefolgt vom empirischen Methodenteil und der anschließenden Ergebnisdarstellung inklusive Regressionsanalysen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Beziehungsqualität, dyadisches Coping, computervermittelte Kommunikation und Konfliktbewältigung geprägt.
Die Social Information Processing Theory (SIPT) nach Walther postuliert, dass digitale Kommunikation zwar langsamer verläuft als persönliche Interaktion, jedoch durch die Nutzung textueller Symbole dieselbe Qualität für den Beziehungsaufbau erreichen kann.
Die Gottman-Konstante beschreibt ein stabiles Verhältnis von 5:1, was bedeutet, dass für jede negative Interaktion in einer stabilen Partnerschaft mindestens fünf positive Interaktionen erforderlich sind.
Die Analyse ergab, dass eine wöchentliche positive digitale oder mobile Kommunikation keinen signifikanten Einfluss auf eine erhöhte Beziehungsqualität hat.
Die Autorin weist unter anderem auf eine nicht repräsentative Stichprobe, ein unausgewogenes Geschlechterverhältnis (überwiegend weibliche Teilnehmer) und die Herausforderungen einer retrospektiven Befragung hin.
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