Masterarbeit, 2021
163 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Kontextueller Rahmen
1.2 Problemstellung
1.3 Forschungsinteresse
1.4 Aufbau der vorliegenden Arbeit
2 Kontextuelle und theoretische Grundlagen
2.1 Definition „Ausschöpfungsgrad“
2.2 Geomarketing
2.2.1 Grundgedanke und Daseinsberechtigung
2.2.2 Einsatz- und Methodenspektrum
2.2.3 Begriffsdefinitionen
2.3 Wettbewerbsentstehung und -situation im HS-System
2.4 Hochschul- und Bewerbermarketing
2.5 Anwendung des Geomarketing im Hochschulkontext
2.5.1 Anwendungsstand
2.5.2 Anwendungspotenziale
2.6 Stand der Forschung an der Schnittstelle Geomarketing/Hochschulkontext
2.6.1 Zielgruppenanalysen
2.6.1.1 Räumliche Mobilität potenzieller Studierender
2.6.1.2 Hochschulwahlmotive potenzieller Studierender
2.6.2 Einzugsgebietsanalysen
2.6.3 Gravitationsanalysen
2.6.3.1 Gravitationstheorie und -modelle
2.6.3.2 Anwendungen im Hochschulkontext
3 Forschungsvorhaben
3.1 Forschungslücken und Optimierungspotenziale
3.2 Erkenntnisinteresse, Zielsetzungen und Forschungsfragen
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Spezifizierung des Untersuchungsmodells
4.2 Auswahl der zu untersuchenden Studiengänge
4.3 Wettbewerbsanalyse und Geokodierung
4.4 Ermittlung modellierter Ausschöpfungsgrade
4.4.1 Messung der Attraktivitätsvariablen
4.4.1.1 Studiengangattraktivität
4.4.1.2 Hochschulstandortattraktivität
4.4.2 Messung der Fahrzeiten
4.4.3 Berechnung modellierter Ausschöpfungsgrade
4.5 Ermittlung tatsächlicher Ausschöpfungsgrade
4.5.1 Kunden- und Potenzialanalyse
4.5.2 Berechnung tatsächlicher Ausschöpfungsgrade
4.6 Lineare Regressionsanalyse und Residuenanalyse
4.6.1 Lineare Regressionsanalyse
4.6.2 Residuenanalyse
5 Ergebnisdarstellung und -diskussion
5.1 Güte und Voraussetzungen der Untersuchungsmodell-Varianten
5.1.1 Güte
5.1.2 Voraussetzungen
5.2 Modelloptimierungsmöglichkeiten
5.3 Maßnahmenempfehlungen
6 Fazit
6.1 Zusammenfassung gewonnener Erkenntnisse
6.2 Zukünftige Forschung
6.3 Einbettung in kontextuellen Rahmen
Die Arbeit verfolgt das Hauptziel, das Potenzial des Geomarketing für den deutschen Hochschulsektor zu evaluieren, indem ein gravitationstheoretischer Ansatz genutzt wird, um Ausschöpfungsgrade von Studiengängen an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zu modellieren und zu optimieren.
1.1 Kontextueller Rahmen
Sei es das Plakat der „Tage der offenen Tür“ in der Bahn, der Flyer zur „Kinder-Uni“ in der Schule oder der Post für das „Schnupperprogramm“ auf Instagram in Abb. 1: Dass dem Leser an irgendeiner Stelle Werbung einer Hochschule (HS) begegnet sei, ist eine gewiss nicht allzu weit hergeholte Behauptung.
Die Existenz derartiger Werbung ist ein Indiz des gegenwärtig herrschenden Wettbewerbs zwischen HS um Studierende im hier durchweg betrachteten Deutschland. Dieses Ringen um Studierende liegt insbesondere darin begründet, dass die Finanzierung einer HS u.a. von ihrer Studierendenanzahl abhängt (vgl. HENKE & PASTERNACK 2017). Zweck von Werbung einer HS ist demnach die Generierung einer höheren, rein quantitativen Nachfrage seitens der Zielgruppe potenzieller Studierender nach einem dortigen Studium.
Zugleich dient dies einem sekundären, qualitativen Zweck, der darin besteht, dass sich eine HS bestenfalls aus einem möglichst großen Bewerberpool „die besten Köpfe“ (GATE-GERMANY 2016, 9) heraussuchen kann. Letzteres spielt eine nicht unerhebliche Rolle hinsichtlich ihrer Reputation – eines HS-Wahlmotivs (vgl. SCHNEIDER et al. 2017) –, die im Umkehrschluss wiederum die Aufmerksamkeit, z.B. via HS-Rankings, und folglich die quantitative Nachfrage der Zielgruppe erhöhen kann.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des hochschulischen Wettbewerbs ein, definiert den Kontext des Geomarketing im Hochschulbereich und stellt die Problemstellung sowie das Forschungsinteresse dar.
2 Kontextuelle und theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie der „Ausschöpfungsgrad“ definiert und die theoretischen Grundlagen des Geomarketing sowie dessen Anwendungsfelder und der Stand der Forschung erläutert.
3 Forschungsvorhaben: In diesem Kapitel werden Forschungslücken identifiziert und das konkrete Erkenntnisinteresse sowie die daraus abgeleiteten Forschungsfragen für die Arbeit formuliert.
4 Methodisches Vorgehen: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert das gewählte Untersuchungsmodell, die Auswahl der Studiengänge, die Datenbeschaffung, die Geokodierung sowie die statistische Modellierung und Residuenanalyse.
5 Ergebnisdarstellung und -diskussion: Hier werden die Ergebnisse der Modellierungen präsentiert, hinsichtlich ihrer Güte bewertet und im Hinblick auf Modelloptimierungen und Maßnahmenempfehlungen diskutiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, reflektiert über zukünftige Forschungsmöglichkeiten und bettet die Arbeit in den breiteren kontextuellen Rahmen des Hochschulmanagements ein.
Geomarketing, Hochschulmarketing, Ausschöpfungsgrad, Gravitationsmodell, Studierendenrekrutierung, Studienwahl, Standortanalyse, räumliche Mobilität, Hochschulwettbewerb, Datenanalyse, Regressionsanalyse, Residuenanalyse, Bildungsmanagement, Einzugsgebietsanalyse, Modellierung.
Die Arbeit untersucht die Anwendung von Geomarketing-Methoden im deutschen Hochschulsektor, um den Wettbewerb um Studierende besser zu verstehen und durch datengestützte Modelle effizienter zu gestalten.
Die zentralen Felder umfassen das Hochschulmarketing, die räumliche Mobilität von Studierenden, die Modellierung von Marktanteilen (Ausschöpfungsgraden) und die Anwendung geographischer Analysen auf den Bildungshorizont.
Das primäre Ziel ist es, ein auf der Gravitationstheorie basierendes Modell zu entwickeln, das die Ausschöpfungsgrade von Studiengängen der Universität Bonn in Deutschland beschreibt, um Optimierungspotenziale und Maßnahmenempfehlungen abzuleiten.
Die Arbeit nutzt einen gravitationstheoretischen Modellierungsansatz (basierend auf HUFF und BRUNO & GENOVESE), der durch eine lineare Regressionsanalyse sowie Residuenanalysen statistisch überprüft und kalibriert wird.
Im Hauptteil werden das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung, die Modellentwicklung, die Analyse der Modellgüte für verschiedene Studiengänge (Chemie, Geowissenschaften, Physik) sowie die Diskussion der Ergebnisse und der Residuen behandelt.
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Geomarketing, Ausschöpfungsgrad, Gravitationsmodell, Hochschulmarketing, Standortanalyse und Studierendenrekrutierung.
Die Universität Bonn wurde aufgrund ihrer Vielzahl an Exzellenzclustern, der hohen Relevanz von Reputationsunterschieden zwischen den Studiengängen und der Verfügbarkeit notwendiger unternehmensinterner Daten als prädestiniertes Beispiel ausgewählt.
Das Studiticket fungiert als räumlicher Faktor, der die Kosten der Anreise beeinflusst. Die Analyse deutet darauf hin, dass die Einbeziehung der Ticket-Geltungsbereiche als Dummy-Variable die Modellgenauigkeit (vGM) weiter verbessern könnte.
Residuen bezeichnen die Abweichungen zwischen den modellierten Werten und den tatsächlich gemessenen Ausschöpfungsgraden; sie dienen dazu, ungenutzte Potenziale oder Best-Practice-Beispiele an spezifischen Standorten zu identifizieren.
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