Bachelorarbeit, 2021
31 Seiten
1. Einleitung
2. Die Begriffsklärung der Romantischen Ironie
2.1 Ironie im geschichtlichen Diskurs
2.2 Die Romantische Ironie im philosophischen Diskurs
2.3 Die Romantische Ironie
3. Die Umsetzung der Romantischen Ironie in Ludwig Tiecks Komödie Der gestiefelte Kater: Ein Kindermärchen in drei Akten, mit Zwischenspielen, einem Prolog und Epilog
3.1 Die Darstellung der verschiedenen Dramaebenen
3.2 Das Wechselspiel zwischen Illusion und Desillusion als Umsetzung der Romantischen Ironie
3.2.1 Die Unterbrechung der Bühnenhandlung
3.2.2 Die menschenähnliche Figur des Katers Hinze
3.3 Die Selbstreflexion als Umsetzung der Romantischen Ironie
4. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht das Konzept der "Romantischen Ironie" und analysiert deren praktische Anwendung in Ludwig Tiecks Komödie "Der gestiefelte Kater". Ziel ist es, durch die theoretische Herleitung aus der Philosophie Fichtes und den Fragmenten Friedrich Schlegels ein tieferes Verständnis für die Selbstreflexion und das Wechselspiel zwischen Illusion und Desillusion in der dramatischen Umsetzung zu gewinnen.
3.2.2 Die menschenähnliche Figur des Katers Hinze
Die Unterbrechung der Bühnenhandlung zieht man von der Illusion wieder in die Realität zurück und bildet eine Distanz zwischen Märchenwelt und Wirklichkeitswelt. Überdies erledigt auch die menschenähnliche Figur des Katers Hinze die Aufgabe des Wechselspiels zwischen Illusion und Desillusion, weil der Kater selbst einen Doppelcharakter besitzt und sich in der Märchenhandlung eine natürliche Veranlagung wie ein Kater und einige ungewöhnliche Merkmale wie ein Mensch abwechselnd darbietet.
Der von Ludwig Tieck geschaffene Protagonist Hinze stammt aus einem Prototyp eines Katers und wird von Tieck nach dem alten Märchen von Charles Perrault mit einigen menschlichen Eigenschaften wie Sprachfähigkeit verarbeitet, die eine menschliche Seite von Hinze bzw. seine Illusion vertritt. Beispielsweise ist Gottlieb außergewöhnlich erstaunt kurz nach dem ersten Wort des Katers Hinze und fragt er ihn: „Wie, Kater, du sprichst?“ Neben der Sprachfähigkeit hat Ludwig Tieck auch die menschlichen Besonderheiten wie Dankbarkeit und Logik dazu addiert, um ein menschenähnlicheres Katerimage aufzubauen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Romantischen Ironie ein und definiert die Forschungsfragen bezüglich ihrer theoretischen Herkunft und ihrer Umsetzung bei Ludwig Tieck.
2. Die Begriffsklärung der Romantischen Ironie: Hier wird der historische Kontext von Ironie (rhetorisch, tragisch, sokratisch) sowie der philosophische Hintergrund durch Fichtes Subjektivitätstheorien beleuchtet, um Schlegels Ironiebegriff abzugrenzen.
3. Die Umsetzung der Romantischen Ironie in Ludwig Tiecks Komödie Der gestiefelte Kater: Ein Kindermärchen in drei Akten, mit Zwischenspielen, einem Prolog und Epilog: Dieses Hauptkapitel analysiert konkret die Anwendung der Romantischen Ironie durch Dramaebenen, das Wechselspiel von Illusion und Desillusion sowie die Selbstreflexion innerhalb des Stücks.
4. Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Tiecks Drama als ein ideales Beispiel für die absolute Herrschaft des Künstlers über den Stoff dient, wobei kritische Stimmen, wie die von Hegel, ebenfalls kurz thematisiert werden.
Friedrich Schlegel, Romantische Ironie, Ludwig Tieck, Der gestiefelte Kater, Selbstreflexion, Selbstbeschränkung, Fichte, Illusion, Desillusion, Drama, Subjektivität, Literaturtheorie, Theater auf dem Theater, Ästhetik, Ironie
Die Arbeit befasst sich mit der Definition und praktischen Umsetzung der Romantischen Ironie, insbesondere anhand des literarischen Werkes "Der gestiefelte Kater" von Ludwig Tieck.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Romantischen Ironie, ihre philosophische Fundierung bei Fichte und Schlegel sowie die dramaturgische Anwendung durch Mittel wie Illusion, Desillusion und Selbstreflexion.
Das Ziel ist ein besseres Verständnis des komplexen Begriffs der Romantischen Ironie, indem Tiecks Komödie als konkretes und typisches Anwendungsbeispiel interpretiert wird.
Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse, die sowohl philosophiegeschichtliche Grundlagen (Fichte, Schlegel) einbezieht als auch eine strukturelle Interpretation des Dramentextes vornimmt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung verschiedener Dramaebenen, das Wechselspiel von Schein und Wirklichkeit (Illusion/Desillusion) sowie die Selbstreflexion des Künstlers innerhalb des Kunstwerks.
Die wichtigsten Schlagworte sind Romantische Ironie, Selbstreflexion, Friedrich Schlegel, Ludwig Tieck, Illusion und Desillusion.
Hinze fungiert als Doppelcharakter, der zwischen natürlicher Katzennatur und menschlicher Sprachfähigkeit wechselt, was ständig die Illusion des Märchens unterbricht und den Zuschauer zur Reflexion zwingt.
Die Unterbrechung dient als Desillusionsmittel, das den Zuschauer aus der passiven Einfühlung in die Märchenwelt herausreißt und ihn daran erinnert, dass es sich um eine konstruierte, fiktive Aufführung handelt.
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