Bachelorarbeit, 2020
55 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung/Problemstellung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Querschnittslähmung
2.1.1 Definition
2.1.2 Epidemiologie
2.1.3 Physiologische Entwicklung
2.1.3.1 Veränderungen des Muskelgewebes
2.1.3.2 Veränderungen des Knochengewebes
2.1.4 ASIA-Klassifikation des Querschnittssyndroms
2.2 Elektromyostimulation
2.2.1 Generelle und spezifische Merkmale von EMS
2.2.2 Risiken von EMS
2.2.3 Einstellungsspezifikationen von EMS
2.3 Ziel der Arbeit
3. Methodik
3.1 Suchstrategien und Datenquellen
3.2 Einschluss- und Ausschlusskriterien
3.3 Datenanalyse
4. Ergebnisse
4.1 Suchergebnisse
4.2 Merkmale der Stichproben
4.3 Interventionen
4.4 Stromparameter
4.5 Ergebnisse der Messungen
4.5.1 Parameter des Muskelgewebes
4.5.2 Parameter des Knochengewebes
4.5.3 Blutparameter
4.5.4 Weitere Parameter
5. Diskussion
5.1 Muskulatur
5.2 Knochen
5.3 Blut
5.4 Weitere Parameter
5.5 Zusammenführung der diskussionsrelevanten Ergebnisse
6. Fazit
7. Abstract
Diese Arbeit untersucht systematisch die Anwendbarkeit und die physiologischen Effekte von Elektromyostimulation (EMS) als alternative Trainingsmethode für Personen mit einer Querschnittslähmung, um der lähmungsbedingten Muskelatrophie, Knochendemineralisierung und metabolischen Störungen entgegenzuwirken.
1. Einleitung/Problemstellung
Personen mit einer Querschnittslähmung (QSL) erleiden verschiedene körperliche Schäden unterhalb des Verletzungsniveaus, welche sich negativ auf die Unabhängigkeit und Gesundheit jedes einzelnen auswirkt (Thomaz et al., 2019). Die reduzierte Skelettmuskelmasse durch die fehlende körperliche Aktivität und die willentliche Kontraktion gelähmter Gliedmaßen bei Patienten mit einer kompletten oder inkompletten QSL können sekundäre Gesundheitskomplikationen wie Diabetes mellitus, eine abnorme Glukosetoleranz, kardiovaskuläre Erkrankungen und periphere Gefäßerkrankungen verursachen (Nash, 2005). Daher spielt Bewegung eine wichtige Rolle bei der Verbesserung von Fitness, körperlicher Aktivität und Gesundheit in dieser Bevölkerung (Maffiuletti, 2010). Für Patienten mit einer QSL, die nicht in der Lage sind, traditionelle Formen der körperlichen Betätigung durchzuführen, kann die Elektromyostimulation (EMS) eine alternative Methode zur Verbesserung physiologischer und metabolischer Parameter sein.
Die Elektromyostimulation hat eine lange Geschichte in der Diagnose und Behandlung von Störungen des Zentralnervensystems (Clark & Findlay, 2017). Die Anwendung dieser physikalischen Modalität in der Rehabilitation von Menschen mit einer QSL wurde als mögliche therapeutische Anwendung umfassend untersucht (Gorgey & Khalil, 2015; Thomaz et al., 2019). Klinische und experimentelle Studien weisen darauf hin, dass die neuromuskuläre EMS-Applikation sowohl Veränderungen der Kontraktionseigenschaften der Muskelfasern und des Stoffwechsels, als auch Reaktionen auf physiologischer und funktioneller Ebene beeinflussen und bewirken kann (Maffiuletti et al., 2006).
1. Einleitung/Problemstellung: Einführung in die gesundheitlichen Probleme nach einer Querschnittslähmung und die Relevanz der EMS als rehabilitative Trainingsmethode.
2. Theoretischer Hintergrund: Detaillierte Darstellung der Physiologie der Querschnittslähmung sowie der Funktionsweise, Risiken und Einstellparameter der Elektromyostimulation.
3. Methodik: Beschreibung des systematischen Vorgehens bei der Literaturrecherche, den Suchstrategien in Datenbanken sowie den festgelegten Ein- und Ausschlusskriterien.
4. Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten aus den 14 ausgewählten Studien, unterteilt in Stichprobencharakteristika, Trainingsinterventionen, Stromparameter und Messergebnisse.
5. Diskussion: Kritische Analyse und Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich der Effekte auf Muskulatur, Knochengewebe, Blutfluss und metabolische Parameter sowie eine Zusammenführung der Erkenntnisse.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Forschungslage, Empfehlungen für zukünftige Studien und Einordnung der Bedeutung für die Rehabilitation querschnittsgelähmter Personen.
Querschnittslähmung, Elektromyostimulation, EMS, Muskelatrophie, Knochenmineraldichte, KMD, Rehabilitation, Trainingstherapie, metabolische Gesundheit, Blutfluss, Glukosetoleranz, Insulinsensitivität, Skelettmuskulatur, Knochenumbau, systematischer Review
Die Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten und die physiologischen Effekte von Elektromyostimulation (EMS) als alternative Trainingsform für Menschen mit einer Querschnittslähmung zur Verbesserung von Gesundheitsparametern.
Die zentralen Felder umfassen die Reduktion von Muskelatrophie, den Erhalt der Knochendichte, die Verbesserung des lokalen Blutflusses und die positive Beeinflussung metabolischer Prozesse wie der Glukoseaufnahme.
Das Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zur Anwendung von EMS bei Querschnittsgelähmten kritisch zu beleuchten, um zu verstehen, wie EMS-Protokolle gestaltet sein müssen, um rehabilitative Erfolge zu erzielen.
Es handelt sich um eine systematische Übersichtsarbeit (systematic review), die auf einer methodischen Recherche in Datenbanken wie PubMed basiert und PRISMA-Richtlinien folgt.
Im Hauptteil werden die Merkmale der eingeschlossenen Studien (Interventionen, Stromparameter) analysiert und deren Messergebnisse zu den verschiedenen körperlichen Parametern diskutiert.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Querschnittslähmung, EMS, Muskelatrophie, Knochenmineraldichte, Rehabilitation und metabolischer Gesundheit beschreiben.
Die Analyse zeigt, dass EMS regionale positive Effekte auf die Knochendichte haben kann, wobei besonders die Anzahl der EMS-Ausbrüche und die Intensität des Protokolls für den Erfolg entscheidend sind.
Da die Muskelatrophie und der Knochenabbau in der akuten Phase unmittelbar nach der Verletzung am stärksten verlaufen, ist ein früher Trainingsbeginn essenziell, um diese Prozesse effizient zu bremsen.
Ja, die Arbeit deutet darauf hin, dass sowohl die gewählte Stromstärke als auch das Volumen des Trainings (Anzahl der Ausbrüche) maßgeblich darüber entscheiden, ob die Stimulation eine nennenswerte hypertrophe Reaktion auslöst.
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