Bachelorarbeit, 2015
31 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Theoretische Ansätze zum Euroskeptizismus
2.1 Grundlagen zu Einstellungen zur EU
2.2 Euroskeptizismus
2.3 Das Verhältnis von Großbritannien zur Europäischen Union
2.4 Das Verhältnis von Deutschland zur Europäischen Union
2.5 Hypothesen
3 Daten und Vorgehensweise
4 Ergebnisse
4.1 Die Entwicklung des Vertrauens in die EU und die nationale Regierung
4.2 Deskriptive Analyse der Untersuchungsvariablen
4.3 Effekte auf das Vertrauen in die EU
5 Fazit
Das Hauptziel dieser Studie besteht darin, erklärende Faktoren für das vergleichsweise geringe Vertrauen der britischen Bevölkerung in die Europäische Union zu identifizieren. Durch einen systematischen Vergleich der Haltungen in Großbritannien und Deutschland wird untersucht, inwiefern nationale Institutionen, Wissensstände und ideologische Selbstverortungen den Euroskeptizismus beeinflussen.
2.2 Euroskeptizismus
Der Begriff des Euroskeptizismus kam erstmals 1992 in der Zeitschrift The Economist auf (Hooghe/Marks 2007, 120) und hat sich bis heute etabliert. Er drückt Widerstand gegen spezielle politische Inhalte oder den Integrationsprozess der Europäischen Union als Ganzes aus (Boomgarden et al. 2011, 242). Dabei bestand lange Zeit nach der Entstehung der heutigen Europäischen Union ein permissive consensus der Öffentlichkeit, der ein allgemeines Vertrauen in die eigene Regierung und in die von ihr getroffenen Entscheidungen auf EU-Ebene bezeichnete, ohne diese in Frage zu stellen.
Die meisten EU-Bürger waren eher desinteressiert im Hinblick auf die EU und hatten keine Meinung dazu, oder sie waren ihr tendenziell positiv zugewandt und ließen ihrer Regierung viel Spielraum bei der Gestaltung der europäischen Integration. Verursacht durch das Desinteresse waren auch die Information und das Wissen der Bevölkerung zu der Politik und den Vorgängen in der EU gering, was zu einer wohlwollenden, aber desinteressierten Grundstimmung gegenüber der EU führte (Tausendpfund 2013, 49).
Bis in die 90er Jahre waren die Einstellungen zur EU und der Euroskeptizismus der Bürger fast ausschließlich von Entwicklungen in der europäischen Wirtschaft geprägt, da die EU als reine Wirtschaftsunion fungierte. Waren negative Schwingungen in der Wirtschaft bis in die Bevölkerung zu spüren, wurde zu diesem Zeitpunkt auch der Euroskeptizismus stärker (Hooghe/Marks 2007, 121f).
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet das historisch angespannte Verhältnis Großbritanniens zur EU und definiert das Forschungsinteresse an den Ursachen des britischen Euroskeptizismus.
2 Theoretische Ansätze zum Euroskeptizismus: Dieses Kapitel erarbeitet theoretische Grundlagen zu Einstellungen gegenüber der EU, definiert Euroskeptizismus und kontrastiert die historischen Entwicklungen in Großbritannien und Deutschland.
3 Daten und Vorgehensweise: Hier wird die methodische Basis der Arbeit, insbesondere die Nutzung von Eurobarometer-Daten und der Variablen, sowie der Analyseansatz für die Hypothesenprüfung dargelegt.
4 Ergebnisse: Die empirische Analyse zeigt die Entwicklung des Vertrauens im Zeitverlauf, beschreibt die Untersuchungsvariablen deskriptiv und präsentiert die Ergebnisse der Regressionsanalysen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet die Hypothesen und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Forschungen.
Euroskeptizismus, Großbritannien, Deutschland, Vertrauen, Europäische Union, Nationale Regierung, Politische Einstellung, Links-Rechts-Skala, Krisen, Integration, Politische Institutionen, Eurobarometer, Regressionsanalyse, Wahlabsicht, Demokratie.
Die Arbeit untersucht die Ursachen des ausgeprägten Euroskeptizismus in Großbritannien und vergleicht diese Ergebnisse mit der Situation in Deutschland.
Im Fokus stehen das Vertrauen in politische Institutionen (national und supranational), der Wissensstand über die EU sowie ideologische Einordnungen auf einer Links-Rechts-Skala.
Das Ziel ist es, erklärende Faktoren für die kritische Sonderstellung der britischen Bevölkerung gegenüber der EU zu finden und empirisch zu belegen.
Die Arbeit nutzt eine quantitative Analyse von Eurobarometer-Daten, inklusive deskriptiver Auswertungen und logistischer Regressionen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Euroskeptizismus, eine Darstellung der nationalen Verhältnisse, die methodische Datenbeschreibung sowie die detaillierte Ergebnispräsentation.
Die Kernbegriffe umfassen Euroskeptizismus, politisches Vertrauen, europäische Integration, nationale Regierungen und politische Identität.
Briten zeigen konsistent geringeres Vertrauen sowohl in nationale als auch europäische Institutionen und ordnen sich politisch eher am rechten Spektrum ein als die deutsche Bevölkerung.
Die Krise führte zu einem deutlichen Vertrauensverlust in supranationale Institutionen, wobei der Effekt in Großbritannien durch ein bereits schwaches Vertrauen in die eigene Regierung verstärkt wurde.
Nein, der positive Effekt von Wissen auf das EU-Vertrauen konnte für die einzelnen Staaten nicht signifikant nachgewiesen werden; eine Bestätigung findet sich nur auf Ebene der gesamten EU.
In Großbritannien ist eine rechtere politische Selbstverortung signifikant mit geringerem Vertrauen in die EU verbunden, was die entsprechenden Hypothesen der Studie stützt.
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