Bachelorarbeit, 2021
46 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die germanische Mythologie
2.1 Die Edda
2.2 Thor
3. Comics und Superhelden
3.1 Die Entstehung der Superhelden
3.2 Die Epochen der Superheldencomics und die Entstehung von Marvel
3.3 Stan Lee und seine Kreation: The Mighty Thor
4. Thor als Prototyp des Superhelden
4.1 Comicanalyse
4.2 Definitionsansätze
4.2.1 Peter Coogan
4.2.2 Änne Söll und Friedrich Weltzein
4.2.3 Felix Giesa und Arno Meteling
4.3 Figurenanalyse
4.3.1 Identität und Herkunft (Origin Story)
4.3.2 Körper und Kraft
4.3.3 Das Verhältnis zu anderen
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, welche spezifischen Merkmale der mythologischen Figur Thor ihn zum Prototypen eines Superhelden machen. Dabei wird analysiert, wie diese Merkmale in den Comics der Thor-Anthologie (1962–1976) manifestiert werden und inwiefern der Donnergott als Bindeglied zwischen klassischer Mythologie und moderner Popkultur fungiert.
4.1 Comicanalyse
Im Laufe der Jahre erhielt Marvels Thor mehrere Comicreihen und Neuinterpretationen, an denen mehr als zehn Zeichner und Autoren gewirkt haben. Um die Comic-Figur Thor in Gänze zu verstehen, ist es daher essentiell, zunächst eine Comic bzw. Graphic Novel Analyse vorzunehmen. Für die Comicanalyse wird explizit die Ausgabe Nr. 126 (II) Der Ruf! betrachtet, da hier die meisten Elemente klassischer Superheldencomics zum Vorschein kommen. Der Ablauf in den Comics funktioniert meistens nach dem gleichen Schema. Protagonist und Antagonist stehen im Konflikt zueinander. Der Held ist der Protagonist, der Antagonist ist der Schurke oder Gegenspieler.
Der Zeichenstil von Jack Kirby ist sehr typisch für die damalige Zeit. Er beinhaltet satte, intensive Farben, wenig Schattierung oder Tiefe. Die damaligen Superheldencomics glichen eher dem Popartstyle von Cartoons – im Unterschied zu den modernen fotorealistischeren Stilen. Die Abfolge der Bilder ist von Marvel zumeist bereits im Voraus vorgegeben. Comics sind geprägt von Selektion. Der Begriff „Gutter“ bezeichnet die Zwischenräume zwischen den einzelnen Panels. Hier verknüpft der Leser Einzelbilder miteinander, weshalb die Gestaltung dieses Bereichs eine große Rolle spielt. Die Gutter sind meist ein Indikator für nicht dargestellte Zeit. In Der Ruf! sind die Zwischenräume nicht auffällig gestaltet, sie sind lediglich durch mitteldicke weiße Streifen markiert, was eine linear fortlaufende Handlung bezeugt. Wie die Seiten oder Panels miteinander verknüpft sind, hängt ganz von der Art der Erzählung ab. Es gibt mehrere Arten dieser Verknüpfungen, die hier am häufigsten vorkommende ist die Subject-to-Subject-Relation, dadurch verliert der Leser nie den Fokus der Handlung. Die Panels bewegen sich von Motiv zu Motiv, beide Motive bleiben dabei thematisch immer innerhalb eines szenischen Gedankengangs.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, welche Merkmale Thor aus der germanischen Mythologie zum Prototypen eines modernen Superhelden machen.
2. Die germanische Mythologie: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der germanischen und nordischen Mythologie, insbesondere die Rolle der Edda als Quelle für die Figur Thor.
3. Comics und Superhelden: Der Abschnitt beleuchtet die historische Entwicklung des Superhelden-Genres, die Entstehung des Marvel-Verlags und den entscheidenden Einfluss von Stan Lee.
4. Thor als Prototyp des Superhelden: Das Hauptkapitel analysiert Thors Rolle mittels Comicanalyse, vergleicht wissenschaftliche Definitionsansätze und untersucht die Figur durch einen Merkmalkatalog.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die These, dass Thor durch seine mythologische Herkunft und seine Charakterisierung eine prototypische Superheldenfigur darstellt.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der Transformation der mythologischen Gottheit Thor zu einer popkulturellen Superheldenfigur der Marvel-Comics.
Die zentralen Felder sind die germanische Mythologie, die Genese des Superhelden-Genres im Comic-Medium sowie die detaillierte Figurenanalyse von Thor.
Die Forschungsfrage lautet: Welche Merkmale manifestieren sich in der Figur Thor aus der germanischen Mythologie, die ihn zum Prototypen eines Superhelden machen?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus literaturwissenschaftlicher Comicanalyse (Graphic Novel Analyse) und die Anwendung verschiedener theoretischer Definitionen des Superheldenbegriffs.
Im Hauptteil werden Comic-Beispiele analysiert, Definitionsmodelle von Forschern wie Peter Coogan vorgestellt und Thors Identität, Körperlichkeit sowie seine sozialen Beziehungen untersucht.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Thor, Superheld, germanische Mythologie, Marvel, Identität, Heroismus und das Motiv des Donnergottes.
Während der mythologische Thor ein Götterwesen mit Bart und Streitwagen ist, wurde der Marvel-Thor von Stan Lee als blondes, Cape-tragendes Pendant zum klassischen Superhelden neu interpretiert.
Loki fungiert als komplexester Antagonist, dessen Egoismus und Hinterlist im direkten Kontrast zu Thors (zumeist) edelmütigem Charakter stehen und diesen somit stärker hervorheben.
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