Diplomarbeit, 2003
115 Seiten, Note: 1,7
Vorwort I
Aufgabenstellung II
1. Einleitung 1
2. Literaturüberblick 4
2.1 Stand der Wissenschaft 7
2.1.1 Einflussfaktoren auf den Frost- und Frost-Taumittelwiderstand 7
2.1.1.1 Zuschlagsstoffe 7
2.1.1.2 Betontechnologie 10
2.1.2 Physikalische Grundlagen der Zerstörung 14
2.1.3 Prüfverfahren 18
2.2 Gegenstand, Zielsetzung und Vorgehensweise der Untersuchungen 21
3. Vergleichende Untersuchungen der Zuschlagsstoffe 23
3.1 Untersuchungsverfahren im Hinblick auf Frostwiderstand 23
3.2 Auswahlkriterien im Versuchsrahmen 25
3.2.1 Zuschlagsstoffe 25
3.2.2 Prüfverfahren 26
3.3 Die Versuchsreihen 27
3.3.1 Probenvorbereitung 27
3.3.2 Allgemeine Zuschlagsuntersuchungen 28
3.3.3 Frost-Tau-Wechselversuche 34
3.4 Analyse und Vergleich der vorliegenden Ergebnisse und Messdaten 36
4. Vergleichende Untersuchungen der Betone 40
4.1 Untersuchungsverfahren im Hinblick auf Frostwiderstand 40
4.1.1 Das CDF/ CIF -Verfahren 40
4.1.2 Das MPA -Verfahren 43
4.2 Die Auswahl der Betonrezeptur 44
4.2.1 Allgemeine Überlegungen zur Herstellung der Versuchsbetone 44
4.2.2 Mischungsberechnung 45
4.3 Der Versuchsablauf 48
4.3.1 Herstellung und Vorlagerung der Probekörper 48
4.3.2 Die Frischbetonuntersuchungen 49
4.3.3 Die Frost-Tauwechselversuche 51
4.3.3.1 CDF / CIF -Verfahren 51
4.3.3.2 MPA -Verfahren 53
4.3.4 Die Festigkeitsuntersuchungen 55
4.4 Analyse und Vergleich der vorliegenden Ergebnisse und Messdaten 57
5. Schlussbetrachtung und Zusammenfassung 70
Die Arbeit untersucht vergleichend die Frost- und Frost-Tausalzbeständigkeit von Gesteinskörnungen sowie darauf basierenden Betonen. Ziel ist es, die Auswirkungen unterschiedlicher Zuschlagsqualitäten auf die Schadensentwicklung (wie Abplatzungen oder Rissbildung) unter Frost-Tau-Wechsel-Belastung zu analysieren und gängige Prüfverfahren kritisch auf ihre Praxistauglichkeit zu bewerten.
Physikalische Grundlagen der Zerstörung
Reine Frostschäden an einem Betonbauteil begründen sich vorwiegend auf die Sprengwirkung des gefrierenden Kapillarporenwasser. Die Wissenschaft legt hierbei verschiedene Effekte zugrunde.
Wasser erfährt im Phasenübergang von Flüssigkeit zu Eis eine etwa 9%ige Volumenzunahme. Gefriert also das Porenwasser, muss ein um 9% größeres Wasservolumen durch das Betongefüge aufgenommen werden oder an die Oberfläche expandieren. Ist während des Gefriervorgangs kein ausreichender Raum zur Ausdehnung vorhanden, entsteht auf das Betongefüge ein hydraulischer Druck (Hydrodynamischer Effekt). Dieser kann Größenordnungen von bis zu 250 N/mm² erreichen. Je nach Festigkeit können die daraus entstehenden Spannungen elastisch aufgenommen werden oder es entstehen Gefügelockerungen bis zur vollständigen Zerstörung des Beton.
Die Porosität und die Porengrößenverteilung sind für die Aufnahme der Kräfte entscheidend und zeichnen daher ein Betongefüge in hohem Maß für seine Widerstandsfähigkeit gegen Frost aus. Die Anzahl und die Größe der Poren bestimmen den Wassersättigungsgrad und das Eindringen von Taumittellösungen. Je größer solche Poren sind desto geringer ist das kapillare Saugvermögen, d.h. je geringer ist die Wassersättigung. Man unterscheidet drei verschiedene Porenarten :
Gelporen und Kapillarporen sind natürliche, im Betongefüge vorhandene Poren. Luftporen werden künstlich während des Herstellungsprozess in den Beton eingebracht. Sie besitzen gegenüber den Kapillarporen ein um den Faktor 10 größeres Volumen von ca. 10-2000 µm. So können sie zum einen den Durchfeuchtungsvorgang unterbrechen und zum anderen dem im Betongefüge einfrierenden Wasser genügend Ausweichraum bieten.
1. Einleitung: Beschreibt die steigenden Anforderungen an Betonbauwerke sowie die Problematik von Frost- und Tausalzschäden im Ingenieurbau.
2. Literaturüberblick: Bietet einen Überblick über den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu Frostschäden, physikalische Grundlagen und gängige Prüfverfahren.
3. Vergleichende Untersuchungen der Zuschlagsstoffe: Dokumentiert die experimentelle Prüfung der verwendeten Gesteinskörnungen hinsichtlich ihrer Frostbeständigkeit.
4. Vergleichende Untersuchungen der Betone: Detailliert die Herstellung der Betonprobekörper und die Durchführung der Frost-Tau-Wechsel-Prüfungen unter Laborbedingungen.
5. Schlussbetrachtung und Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Untersuchungen zusammen und gibt Empfehlungen zur Herstellung frostsicherer Betone unter Verwendung geeigneter Prüfverfahren.
Betontechnologie, Frostwiderstand, Tausalzbeständigkeit, Gesteinskörnungen, CDF-Verfahren, CIF-Verfahren, MPA-Verfahren, Kapillarporen, Luftporen, Gefügezerstörung, Dauerhaftigkeit, Druckfestigkeit, Abwitterung, Wasseraufnahme, Zuschlag.
Die Arbeit untersucht die Frost- und Frost-Tausalzbeständigkeit von Beton, wobei insbesondere der Einfluss von Zuschlagseigenschaften und der Betonzusammensetzung auf die Schadensanfälligkeit analysiert wird.
Die Schwerpunkte liegen auf der experimentellen Prüfung von Gesteinskörnungen, der Herstellung von Betonen unterschiedlicher Festigkeitsklassen, der Anwendung von Prüfverfahren (CDF, CIF, MPA) und der Bewertung der resultierenden Oberflächen- und Innenschäden.
Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen den Ausgangsstoffen und dem späteren Frostwiderstand nachzuweisen sowie zu bewerten, welche Prüfverfahren die praxisreale Beanspruchung am besten simulieren.
Es kommen normgerechte Frost-Tau-Wechsel-Versuche zur Anwendung, ergänzt durch Rohdichtebestimmungen, Kornfestigkeitsprüfungen, Magnesium-Sulfat-Verfahren sowie Ultraschalluntersuchungen zur Ermittlung des dynamischen E-Moduls.
Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Zuschlagstoffe und die anschließende experimentelle Untersuchung an verschiedenen Betonrezepturen im Labor, inklusive detaillierter Dokumentation der Versuchsabläufe und Messergebnisse.
Zentrale Begriffe sind Betontechnologie, Frostwiderstand, Tausalzbeständigkeit, Gesteinskörnungen, Abwitterung und die verschiedenen Prüfmethoden wie das CDF- oder MPA-Verfahren.
Luftporen dienen als Ausweichraum für das gefrierende Porenwasser. Ohne diesen Raum entstehen bei der Volumenausdehnung des Eises hohe hydraulische Drücke, die zur Gefügezerstörung des Betons führen.
Es zeichnet sich durch hohe Präzision bei der Temperatursteuerung und reproduzierbare Randbedingungen aus, was eine detaillierte Beurteilung der Oberflächen- und Innenschädigung ermöglicht und somit für eine normative Aufnahme als besonders geeignet gilt.
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