Magisterarbeit, 2003
115 Seiten, Note: sehr gut
Diese Magisterarbeit befasst sich mit der sprachhistorischen Entwicklung der Präterito-Präsentia, genauer gesagt mit der Herausbildung eines präterito-präsentischen Flexionsmusters und dessen Verbindung zu den Modalverben. Die Arbeit untersucht, wie sich die Lexeme im Laufe der Zeit hinsichtlich ihrer Form und Bedeutung entwickelt haben, und wie sich dieses Muster im Deutschen manifestiert.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Thematik der Präterito-Präsentia und ihre Bedeutung für die Sprachwissenschaft einführt. Kapitel 2 beleuchtet den Forschungsstand zum Thema und präsentiert wichtige Studien von Birkmann, Jongeboer und Vater. Kapitel 3 erörtert den Begriff des Präterito-Präsens und seine diacronen und synchronen Aspekte.
Kapitel 4 befasst sich mit der Definition des Modalverbs und erläutert dessen Funktion in der Syntax und Semantik. Kapitel 5 beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen den Präterito-Präsentia, ihrem Flexionsmuster und den Modalverben.
Kapitel 6 widmet sich der sprachhistorischen Entwicklung der Präterito-Präsentia von der gotischen bis zur neuhochdeutschen Periode. Es werden die Veränderungen im Flexionsmuster und in der Bedeutung der Lexeme anhand von konkreten Beispielen dargestellt. Kapitel 7 untersucht die Entwicklung der Präterito-Präsentia im Hinblick auf ihre Modalverbfunktion.
Die Arbeit fokussiert auf die folgenden Schlüsselwörter und Themengebiete: Präterito-Präsentia, Modalverben, Sprachgeschichte, Flexionsmuster, Lexem, Grammatikalisierung, Vokaldifferenz, Null-Allomorph, Ablautreihen, Germanistik, Sprachwissenschaft, Morphologie, Semantik, Syntax, Neuhochdeutsch.
Es handelt sich um eine kleine Gruppe von Verben, deren ursprüngliche Präteritalformen (Vergangenheit) eine präsentische Bedeutung (Gegenwart) angenommen haben. Im Neuhochdeutschen gehören dazu wissen, dürfen, können, mögen, müssen und sollen.
Fast alle. Die Gruppe der Modalverben besteht aus den Präterito-Präsentia (außer 'wissen') und dem Verb 'wollen', das sich diesen morphologisch angeglichen hat.
Obwohl 'wollen' ursprünglich kein Präterito-Präsens war, hat es im Laufe der Sprachgeschichte (Gotisch bis Neuhochdeutsch) Analogien zum Flexionsmuster der Präterito-Präsentia entwickelt.
Es ist die Funktionalisierung eines vereinheitlichten Flexionsmusters durch die Bindung an die sich formierende Gruppe der Modalverben im Übergang zum Neuhochdeutschen.
Ablautreihen und Vokaldifferenzen sind zentrale morphologische Merkmale, die die historische Entwicklung und die heutige Sonderstellung dieser Verben erklären.
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