Diplomarbeit, 2001
60 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Entwicklung der Post: von der Entstehung bis zum bundeseigenen Unternehmen
2.1 Die Geschichte der Post in Deutschland
2.2 Die Geschichte der Privatisierungsdebatte
2.3 Die jüngste Privatisierungsdebatte
2.4 Zusammenfassung
3. Die normative und die positive Theorie der Regulierung
3.1 Die normative Theorie der Regulierung
3.1.1 Das natürliche Monopol
3.1.1.1 Das Lehrbuchmodell: Der Einproduktfall
3.1.1.2 Das realistischere Modell: Der Mehrproduktfall
3.1.2 Contestable markets und sunk costs
3.1.3 Cross subsidization und cream skimming
3.2 Die positive Theorie der Regulierung
3.3 Zusammenfassung
4. Die Entwicklung der Post: vom bundeseigenen Monopolunternehmen zur Aktiengesellschaft im regulierten Wettbewerb
4.1 Monopol versus Wettbewerb – Argumentationen
4.2 Die schrittweise Reform der Deutschen Bundespost
4.3 Der Stand der Regulierung in Deutschland
4.4 Zusammenfassung
5. Die Endstufe der Umgestaltung: funktionsfähiger Wettbewerb im Briefdienst
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel des Briefdienstes der Deutschen Post von einem staatlich organisierten natürlichen Monopol hin zu einem regulierten Wettbewerbsmarkt und analysiert dabei die theoretischen Grundlagen der Regulierung sowie die praktischen Reformschritte in Deutschland.
3.1.1 Das natürliche Monopol
Ist ein einziges Unternehmen in der Lage, den relevanten Markt zu niedrigeren, kostendeckenden Preisen effizient zu versorgen, als es dies einer größeren Anzahl von Anbietern möglich wäre, liegt ein natürliches Monopol vor.
3.1.1.1 Das Lehrbuchmodell: Der Einproduktfall
Der den folgenden Ausführungen zugrundegelegte neoklassische Modellkontext ist statisch; dynamische Phänomene – neues Wissen, technischer Fortschritt und Innovation – bleiben unberücksichtigt. Es handelt sich um eine langfristige Betrachtung in dem Sinn, als dass alle Kosten variabel sind.
Subadditivität im Einproduktfall
Den Kernpunkt des natürlichen Monopols stellt die sogenannte „Subadditivität“ der Kostenfunktion dar:
Eine Kostenfunktion C(y) bei der die Faktorpreise konstant gehalten werden heißt strikt subadditiv für den Output y für alle Outputniveaus yi, i = 1, ..., n; yi ≠ y, wenn gilt:
1. Einleitung: Erläuterung der Bedeutung des Postsektors für die Volkswirtschaft und Vorstellung der Fragestellung bezüglich der Privatisierung und Marktöffnung.
2. Die Entwicklung der Post: von der Entstehung bis zum bundeseigenen Unternehmen: Historischer Rückblick auf die Entstehung des Postwesens und die Diskussionen zur Privatisierung.
3. Die normative und die positive Theorie der Regulierung: Darlegung der theoretischen Analyserahmen, insbesondere des natürlichen Monopols und der bestreitbaren Märkte.
4. Die Entwicklung der Post: vom bundeseigenen Monopolunternehmen zur Aktiengesellschaft im regulierten Wettbewerb: Analyse der tatsächlichen Reformschritte in Deutschland und des aktuellen Regulierungsrahmens.
5. Die Endstufe der Umgestaltung: funktionsfähiger Wettbewerb im Briefdienst: Bewertung der aktuellen Wettbewerbssituation und kritische Betrachtung der verzögerten Marktöffnung.
Briefdienst, Deutsche Post AG, natürliches Monopol, Regulierung, Privatisierung, Wettbewerb, Subadditivität, Postreform, Universaldienst, Marktöffnung, Exklusivlizenz, Rent-Seeking, Capture-Theorie, Bestreitbare Märkte.
Die Arbeit analysiert den Transformationsprozess des Briefdienstes der Deutschen Post von einem staatlichen Monopolunternehmen hin zu einem wettbewerbsorientierten, aber regulierten Akteur im europäischen Kontext.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese des Postmonopols, den ökonomischen Theorien zur Regulierung natürlicher Monopole sowie der praktischen Umsetzung der Postreformen in Deutschland.
Ziel ist es, die Gründe für die staatliche Regulierung des Postsektors zu hinterfragen und zu verstehen, warum sich der Übergang in den Wettbewerb als schrittweiser Prozess gestaltet.
Die Arbeit nutzt einen theoretischen Analyserahmen basierend auf der Wohlfahrtsökonomie (normative Theorie) sowie Ansätze der Neuen Politischen Ökonomie (positive Theorie der Regulierung) und der Theorie der bestreitbaren Märkte.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Modellierung des natürlichen Monopols (Ein- und Mehrproduktfall), der Capture-Theorie der Regulierung sowie der konkreten Umsetzung der Postreformen I und II in Deutschland.
Zentrale Begriffe sind natürliche Monopole, Economies of Scale, Sunk Costs, Regulierungsbehörde und die schrittweise Marktöffnung durch Exklusivlizenzen.
Die Arbeit argumentiert, dass aufgrund der Daseinsvorsorgeverpflichtungen und der Notwendigkeit einer flächendeckenden postalischen Grundversorgung eine ad-hoc Privatisierung die grundgesetzlich geforderte Infrastruktur gefährden würde.
Die Capture-Theorie erklärt, warum Regulierungsbehörden dazu neigen, die Interessen der regulierten Industrie zu übernehmen, was häufig zu verzögerten Marktöffnungen führt, da das Monopolunternehmen Begünstigungen wie Exklusivlizenzen erfolgreich verteidigt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

