Diplomarbeit, 2004
47 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Formen von Beschaffungskooperationen
2.1 Eingliederung des Beschaffungswesens in das Unternehmen
2.2 Allgemeine Charakterisierung von Beschaffungskooperationen
2.3 Formale Gestaltung von Beschaffungskooperationen
2.4 Kartellrechtliche Aspekte
2.5 Das Pilotprojekt „Einkaufskooperation mittelständischer Unternehmen in Baden-Württemberg“ als Beispiel
3. Motive für Beschaffungskooperationen
3.1 Erklärung und Motive für Kooperationen generell
3.2 Erläuterung der Motive für Beschaffungskooperationen
3.2.1 Synergiepotenziale in der Beschaffung nutzen
3.2.2 Know-how in der Beschaffung bündeln
3.2.3 Risiko in der Beschaffung senken
4. Beurteilung von Kooperationserfolg und Kooperationsform
4.1 Voraussetzungen für den Erfolg von Beschaffungskooperationen
4.1.1 Partnerwahl
4.1.2 Erfolgskontrolle
4.2 Bewertung der Kooperationsformen auf Basis der Motive
4.2.1 Bewertung der Nutzung des Synergiepotenzials
4.2.2 Bewertung der Know-how-Bündelung
4.2.3 Bewertung der Risikosenkung
4.3 Zusammenfassende Bewertung der Kooperationsformen in der Beschaffung
5. Schlussbetrachtung
Anhang A
Die Diplomarbeit analysiert die Potenziale, Erfolgsvoraussetzungen und die optimale Gestaltung von Beschaffungskooperationen in der Industrie, um durch Volumensbündelung, Know-how-Austausch und Risikosenkung Wettbewerbsvorteile gegenüber Lieferanten zu erzielen.
2.5 Das Pilotprojekt „Einkaufskooperation mittelständischer Unternehmen in Baden-Württemberg“ als Beispiel
Mitte der 90er Jahre wurde in Baden-Württemberg von 13 kleinen und mittleren Unternehmen aus den Bereichen Automobilzulieferindustrie, Maschinenbau und Metallverarbeitung eine Einkaufskooperation als zeitlich befristetes Projekt durchgeführt. Für diese Einkaufskooperation wurde eine Projektorganisation mit Projektleitung, Kernprojektteam und Lenkungsausschuss gewählt. Die Projektleitung wurde von der Universität Stuttgart und von einer Unternehmensberatung gestellt. Sie garantierte durch die neutrale Moderation insbesondere zu Beginn des Projektes die Anonymität der eingebrachten Daten. Das Kernprojektteam bestand aus Einkaufsleitern und Mitarbeitern der Projektleitung. Über allem stand der Lenkungsausschuss, bestehend aus Vertretern des Topmanagements aller Partnerunternehmen und des Wirtschaftsministeriums von Baden-Württemberg.
Das Projekt begann mit einer ABC-Analyse zur Priorisierung der unterschiedlichen Warengruppen. Zu diesem Zweck wurden Informationen über die benötigten Mengen, Qualitäten, Beschaffungskonditionen und Vorzugslieferanten gesammelt. Die betrachteten Warengruppen sollten eine hohe Bedeutung für möglichst viele Kooperationspartner sowie eine möglichst hohe Homogenität aufweisen, um Skaleneffekte durch Volumensbündelung zu erschließen.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Beschaffungskooperationen und Begründung der Relevanz für Industrieunternehmen im Vergleich zum Handel.
2. Formen von Beschaffungskooperationen: Systematische Darstellung der Kooperationsformen unter Berücksichtigung von Porter’s Wertkette, kartellrechtlichen Rahmenbedingungen und Praxisbeispielen.
3. Motive für Beschaffungskooperationen: Analyse der drei Basismotive Synergienutzung, Know-how-Bündelung und Risikosenkung zur Gewinnmaximierung.
4. Beurteilung von Kooperationserfolg und Kooperationsform: Untersuchung der Erfolgsfaktoren wie Partnerwahl und Erfolgskontrolle sowie Bewertung der verschiedenen Kooperationsmodelle.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Herausforderungen industrieller Beschaffungskooperationen.
Beschaffungskooperation, Einkauf, Industrie, Synergiepotenzial, Know-how-Bündelung, Risikosenkung, Volumensbündelung, Kooperationsmanagement, Partnerwahl, Erfolgskontrolle, Kartellrecht, Wettbewerbsvorteile, Wertkette, Materialwirtschaft, Unternehmenskooperation
Die Arbeit untersucht, wie Industrieunternehmen durch die Zusammenarbeit im Beschaffungsbereich Kosten senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Kooperationen steigern können.
Die zentralen Themen umfassen die Systematik von Beschaffungskooperationen, die betriebswirtschaftlichen Motive, kartellrechtliche Aspekte sowie die praktische Umsetzung und Erfolgsbewertung.
Ziel ist es, Gestaltungsempfehlungen für Beschaffungskooperationen in der Industrie zu erarbeiten, die in Abhängigkeit von spezifischen Unternehmensmotiven den bestmöglichen Erfolg garantieren.
Es erfolgt eine theoretische Herleitung über den Transaktionskostenansatz sowie eine methodische Bewertung durch das Fit-Konzept und die Analyse realer Pilotprojekte.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kooperationsformen, die Analyse der Motive (Synergie, Know-how, Risiko) und die anschließende Beurteilung der Kooperationsformen anhand von Erfolgskriterien.
Wesentliche Begriffe sind Beschaffungskooperation, Volumensbündelung, Synergiepotenzial, Kartellrecht und Kooperationsmanagement.
Die industrielle Beschaffung ist aufgrund der hohen Komplexität der Beschaffungsgüter und der Gefahr des Abflusses von produktionsrelevantem Know-how wesentlich anspruchsvoller als im Handel.
Das Fit-Konzept dient als Entscheidungsgrundlage zur systematischen Bewertung potenzieller Partner in den Dimensionen Strategie, Kultur, Beschaffung und fundamentales Geschäftsumfeld.
Der Erfolg wird durch eine Kombination aus quantitativen monetären Ergebnissen und qualitativen nicht-monetären Faktoren (wie Prozessverbesserungen oder Wissenszuwachs) bewertet.
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