Diplomarbeit, 2002
124 Seiten, Note: 1,8
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau und Ablauf der Untersuchung
1.3 Abgrenzung des Themas
2 GRUNDLAGE DES KMU-CONTROLLING
2.1 Begriffsdefinition
2.1.1 Kleinstunternehmen, Klein- und mittelständische Unternehmen
2.1.2 Existenzgründungen
2.1.3 Controlling
2.1.4 Unternehmensführung
2.2 Rechnungswesen als Basis des Controlling
2.2.1 Finanzbuchhaltung
2.2.2 Kosten- und Erlösrechnung
2.2.3 Weitere Systeme
2.3 Anforderungen und Grundvoraussetzungen für ein Controlling-System
2.3.1 Die Notwendigkeit zeitnaher entscheidungsrelevanter Informationen
2.3.2 Erforderlicher Input für das Controlling
2.3.3 Grundvoraussetzungen im Unternehmen
2.3.4 Eine Planung als Basis
2.3.5 Kritische Erfolgsgrößen
2.4 Aussagefähiges Berichtswesen als Ergebnis
3 DIE ORGANISATION DES CONTROLLING
3.1 Konventionelle Organisationsformen des Controlling in Groß- und größeren mittelständischen Unternehmen
3.2 Besonderheiten und spezielle Anforderungen bei Klein- und mittelständischen Unternehmen
3.3 Externes vs. internes Controlling
4 AUSGESTALTUNG EINES CONTROLLING-SYSTEMS FÜR KLEIN- UND MITTELSTÄNDISCHE UNTERNEHMEN
4.1 Der Beginn eines Controlling-Projektes
4.1.1 Fragebogen zur Ausgangssituation
4.1.2 Übermittlung der Daten
4.2 Entwicklung und Implementierung auf Softwaregrundlage
4.3 Einbindung in die Finanzbuchhaltung / Softwaretest
4.4 Der Einführungsprozess
4.5 Weitere Ausgestaltung
4.5.1 Die saisonale Komponente in der Planung
4.5.2 Besonderheiten der Planung bei Existenzgründungen
4.5.3 Prognose / Forecast
4.5.4 Statistische Hilfsmittel
4.5.5 Szenarien
4.5.6 Der ganzheitliche Ansatz der Balanced Scorecard
5 VERDEUTLICHUNG AN ZWEI PRAXISBEISPIELEN
5.1 Junges Unternehmen im Bereich Beratung und Seminardurchführung
5.1.1 Vorstellung des Unternehmens
5.1.2 Einordnung des Unternehmens
5.1.3 Der Aufbau des Unternehmens
5.1.4 Die Organisation des Rechnungswesens
5.1.5 Mission, Vision, Strategische Zielsetzung
5.1.6 Die aktuelle Problematik
5.1.7 Kritische Erfolgsgrößen
5.1.8 Konzeption des Controlling
5.1.9 Aufbau und Ablauf des Reporting:
5.1.10 Kritikpunkte am entworfenen System, Verbesserungspotential
5.2 Gründungsunternehmen im Textileinzelhandel
5.2.1 Vorstellung des Unternehmens
5.2.2 Einordnung des Unternehmens
5.2.3 Organisation des Rechnungswesens
5.2.4 Mission und Vision
5.2.5 Die aktuelle Problematik
5.2.6 Kritische Erfolgsgrößen
5.2.7 Organisation und Ausgestaltung des Controlling-Systems
5.2.8 Kritische Würdigung
6 SCHLUSSBETRACHTUNG
Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, wie Controlling-Systeme für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie Existenzgründungen erfolgreich konzipiert und umgesetzt werden können, um als Führungsunterstützungsinstrument zu dienen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identifikation notwendiger Daten, die praxisgerechte Ausgestaltung des Controlling-Prozesses und die Überwindung von Implementierungshürden durch den Einsatz externer Berater.
Die Notwendigkeit zeitnaher entscheidungsrelevanter Informationen
Informationen werden heutzutage oft als vierter Produktionsfaktor (im volkswirtschaftlichen Kontext) neben den traditionellen Faktoren Arbeit, Boden und Kapital, bezeichnet. Schnelle Entscheidungen aufgrund guter Informationen fällen zu können, ist ein klarer Wettbewerbsvorteil. Allerdings ist jeder, sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen, in der heutigen modernen Gesellschaft einer wahren Informationsflut ausgesetzt.
So glauben nach einer Studie des Marktforschungsinstitutes Ganter 90 v.H. aller Unternehmen, „[...] dass sie unter einem Überfluss an Informationen leiden und dass diese Flut ihre Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert.“ Dies gilt sowohl für den privaten Bereich, als auch für jede Unternehmung. Informationen (und Daten als Träger von Informationen) werden immer billiger und immer häufiger generiert. Nur, welche Informationen sind wichtig für betriebliche Entscheidungen und wie komme ich zu diesen? Dies sind die ersten elementare Fragen des Controlling!
„Wissen ist Macht!“ Zu dieser Einsicht kam schon der englische Staatsmann und Philosoph Francis Bacon (Baco von Verulam; 1561 – 1626). Dieser Ausspruch hat seitdem nichts an Aktualität verloren. Information fällt unter den Oberbegriff des Wissens, sie ist aber nicht Wissen im Allgemeinen, sondern auf bestimmte Zwecke ausgerichtet. Die Qualität einer Information ist abhängig von verschiedenen Merkmalen wie z.B. Problemrelevanz, Wahrscheinlichkeit, Überprüfbarkeit, Genauigkeit und Aktualität. Für jedes Unternehmen ist es wichtig, Informationen sowohl über interne als auch über externe Faktoren zu haben, die das Unternehmen beeinflussen. Interne Faktoren beziehen sich auf das eigene Unternehmen, und zwar auf alle Ebenen der Leistungserstellung und -vermarktung. Sie resultieren aus Entscheidungen früherer Perioden, deren Auswirkungen sich in der Gegenwart (Ist-Werte) und in den folgenden, zu planenden Periode, abzeichnen werden. Informationen hierzu sind vor allem aus dem eigenen Rechnungswesen zu bekommen.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftliche Bedeutung von KMU, stellt die Probleme bei der Unternehmenssteuerung dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit, ein Controlling-System als Führungsunterstützungsinstrument zu etablieren.
2 GRUNDLAGE DES KMU-CONTROLLING: Hier werden zentrale Begriffe geklärt, das Rechnungswesen als Informationsbasis definiert und die Anforderungen an Planung, Steuerung sowie kritische Erfolgsgrößen im Controlling-Kontext analysiert.
3 DIE ORGANISATION DES CONTROLLING: Dieses Kapitel vergleicht konventionelle Organisationsformen mit den spezifischen Anforderungen in kleinen Unternehmen und diskutiert die Vor- und Nachteile interner versus externer Controlling-Instanzen.
4 AUSGESTALTUNG EINES CONTROLLING-SYSTEMS FÜR KLEIN- UND MITTELSTÄNDISCHE UNTERNEHMEN: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Aufbau eines Controlling-Projekts, die Datenübermittlung, den Softwareeinsatz sowie Methoden wie Saisonbereinigung, Prognoserechnung und Szenarioplanung.
5 VERDEUTLICHUNG AN ZWEI PRAXISBEISPIELEN: Die Theorie wird anhand der KIZ ZfE AG (Beratung) und Maximilian (Textileinzelhandel) illustriert, wobei konkrete Controlling-Berichte, Kennzahlensysteme und die kritische Würdigung der Ansätze im Fokus stehen.
6 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassend wird festgestellt, dass Controlling für KMU existenziell ist, die Ausgestaltung jedoch stark von Branche, Größe und Struktur abhängt und weiterer Forschungsbedarf besteht.
Controlling, KMU, Existenzgründung, Unternehmensführung, Planung, Kostenrechnung, Berichtswesen, Strategische Planung, Operative Planung, Kritische Erfolgsgrößen, Unternehmenssteuerung, Datenmanagement, Finanzbuchhaltung, Balanced Scorecard, Externalisierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und praktischen Umsetzung von Controlling-Systemen in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie bei Existenzgründungen, um die Unternehmensführung durch fundierte Datenanalyse zu unterstützen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Controlling-Grundlagen, die Organisation des Controllings, die praktische Ausgestaltung von Planungssystemen auf Softwarebasis und die Anwendung dieser Methoden in der Unternehmenspraxis.
Ziel ist es, Daten und Informationsgrundlagen für ein effektives KMU-Controlling herauszuarbeiten und konkrete Lösungsansätze für eine sinnvolle, praxisorientierte Ausgestaltung unter Berücksichtigung der Besonderheiten von Gründerunternehmen aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine praxisorientierte Arbeit, die auf Literaturanalyse, Expertenwissen des Autors aus der Tätigkeit bei der KIZ ZfE AG und der Modellierung von Controlling-Bausteinen sowie Fallbeispielen basiert.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen des KMU-Controlling, Organisationsformen, die praktische Ausgestaltung des Systems inklusive Softwareeinsatz (MS Excel) sowie die Anwendung an zwei konkreten Praxisbeispielen (Beratung und Textileinzelhandel) detailliert ausgearbeitet.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Controlling, KMU, Existenzgründung, Unternehmensführung, Planung, Kostenrechnung, Berichtswesen und kritische Erfolgsgrößen maßgeblich charakterisiert.
Existenzgründer haben häufig keine historischen Vergangenheitswerte, verfügen über begrenzte zeitliche Ressourcen und sind oft durch administrative Anforderungen überlastet, was den Aufbau eines schlanken, zukunftsorientierten Controlling-Systems erschwert.
Da in kleinen Betrieben oft das fachliche Know-how oder die Zeit für ein eigenes Controlling fehlt, kann ein externer Berater neutrale Sichtweisen einbringen, Fehlentwicklungen frühzeitig identifizieren und eine professionelle Struktur etablieren, ohne die internen Ressourcen dauerhaft zu binden.
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