Bachelorarbeit, 2019
39 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Definitionen, Begriffserklärungen und -abgrenzungen
2.1 Identität
2.2 Jugend
2.2.1 Definitionsansatz
2.2.2 Historische Entwicklung
2.3 Social Media und die Social Media-Plattform Instagram
2.4 Selfie
3. Die Rolle der Ästhetik auf Instagram
4. Zentrale theoretische Konzepte
4.1 Jugendliche Identitätsarbeit nach Klaus Hurrelmann
4.2 Konzept der Mediensozialisation nach Daniel Süss
4.3 Selbstdarstellung nach Erving Goffman
4.3.1 Die Theatermetapher: „Wir alle spielen Theater“
4.3.2 Die Bedeutung von Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken
4.3.3 Strategien und Merkmale der Selbstdarstellung
4.3.4 Instagram als Bühne
5. Die Social Media-Plattform Instagram
5.1 Instagram als Ort der alltäglichen Identitätsbildung
5.2 Instagram als Ort der Bildung eines Schönheitsideals: ideal oder real?
5.3 Instagram als Ort der Selbstdarstellung
6. Zusammenfassung und Fazit
Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Social Media-Plattform Instagram auf die Identitätsbildung von Jugendlichen sowie die Rolle des Selfies als Instrument der Selbstdarstellung und Indikator für Schönheitsideale.
4.3.1 Die Theatermetapher: „Wir alle spielen Theater“
Erving Goffman behauptet: „Die soziale Welt ist eine Bühne [...] mit Publikum, Darstellern und Außenseitern, mit Zuschauerraum und Kulissen [...]“ (Goffman, 1973, S. 7). Jeder Mensch sei Darsteller und Publikum zugleich. Nach Goffman spiele somit jeder Mensch diverse Rollen (parts) in verschiedenen Interaktionssituationen (vgl. ebd., S. 18).
Jedes Individuum möchte so wahr- und ernstgenommen werden wie es sich präsentiert. Dabei steuere oder täusche es die Eindrücke des Publikums beziehungsweise der Interaktionspartner. Goffman nennt dies Eindrucksmanipulation (impression management) (vgl. Raab, 2008, S. 73). Das Individuum arbeite an dem, was es nach außen tragen, wie es sich darstellen und wie es von anderen interpretiert werden möchte. Ein grundlegender Teil ebendieser Eindrucksmanipulation sei die Rollendistanz. Das Individuum betrachte von außen aus einer gewissen Distanz die ihm zugeschriebenen Rollen und Eindrücke, um Rückmeldungen zu erlangen. Dies ist vor allem dann von hoher Relevanz, wenn das Individuum eine neue Rolle ausübe, um diese zu korrigieren, zu üben oder zu erweitern. In anderen Worten spiele jeder Mensch eine Rolle und passe sein Rollenverhalten an; verbessert und präzisiert durch die Rollendistanz.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz digitaler Medien für den Alltag von Jugendlichen ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss von Instagram auf Identität und Schönheitsideale.
2. Definitionen, Begriffserklärungen und -abgrenzungen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begrifflichkeiten wie Identität, Jugend, Social Media und Selfie definiert und theoretisch eingeordnet.
3. Die Rolle der Ästhetik auf Instagram: Hier wird untersucht, wie ästhetische Standards auf Instagram zur Inszenierung und Aufmerksamkeitssteigerung genutzt werden.
4. Zentrale theoretische Konzepte: Dieses Kapitel verknüpft die Identitätsarbeit nach Hurrelmann, das Konzept der Mediensozialisation nach Süss und die Selbstdarstellungstheorie nach Goffman.
5. Die Social Media-Plattform Instagram: Das Kapitel analysiert die spezifischen Funktionen von Instagram als Ort der Identitätsbildung, der Schönheitsidealvermittlung und der aktiven Selbstdarstellung.
6. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Medienkompetenz im Umgang mit den durch Instagram vermittelten idealisierten Darstellungen.
Identität, Jugend, Instagram, Selbstdarstellung, Selfie, Social Media, Sozialisation, Schönheitsideal, Eindrucksmanipulation, Mediensozialisation, digitale Medien, Identitätsarbeit, Theatermetapher, Medienkompetenz, soziale Interaktion
Die Arbeit analysiert, inwieweit die Plattform Instagram als Instrument zur Selbstdarstellung dient und welchen Einfluss dies auf die Identitätsbildung und die Wahrnehmung von Schönheitsidealen bei Jugendlichen hat.
Die zentralen Themen umfassen die Identitätskonstruktion im Jugendalter, die Dynamik der Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken und die mediale Beeinflussung durch Schönheitsideale.
Das Ziel ist herauszuarbeiten, ob und wie Instagram die Identitätsarbeit Jugendlicher sowie die Entstehung und Verbreitung von Schönheitsidealen maßgeblich beeinflusst.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Sozialisationstheorie nach Klaus Hurrelmann, dem Konzept der Mediensozialisation nach Daniel Süss und der Theorie der Selbstdarstellung von Erving Goffman.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der genannten Konzepte und deren spezifische Anwendung auf die Funktionsweise von Instagram, insbesondere im Hinblick auf Bildgestaltung und Feedbackmechanismen.
Wichtige Begriffe sind Identität, Selbstdarstellung, Instagram, Jugend, Selfie, Sozialisation und Schönheitsideal.
Goffman teilt die Interaktion in Vorder- und Hinterbühne ein; Instagram dient hierbei als Vorderbühne zur aktiven Inszenierung, während es gleichzeitig als Ort der Beobachtung und Rollenprobe (Hinterbühne) fungieren kann.
Likes und Kommentare dienen als Feedbackschleifen, die zur Bestätigung der gewählten Inszenierung beitragen und somit die soziale Identität und das Selbstwertgefühl des Jugendlichen beeinflussen können.
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