Diplomarbeit, 1999
109 Seiten, Note: 1,0
GRUNDLAGENFORSCHUNG
GESCHICHTE DES ALPINISMUS
Ort der Götter und Fabelwesen
Im Dienste der Wissenschaft
Poesie der Berge
Ansturm auf die Gipfel
ARCHITEKTUR DER BERGE
Gibt es eine alpine Architektur?
Regeln für den, der in den Bergen baut
Das Berghotel
Die Schutzhütte
Die Biwakschachtel
LANDSCHAFTSGEBUNDENES BAUEN
Eigenschaften von Landschaft
Konfrontation der Natur mit dem Bauwerk
Wie sollen wir bauen?
ARCHITEKTUR IN DER REGION
Zum Begriff der Region
Regionales Bauen
Regionalistische Architektur
Zur Sache
Schluß
DER COPLAND TRACK
Geographische Parameter
Geschichte
Bestand
INSPIRATIONEN
NEUSEELÄNDISCHE ARCHITEKTEN
Ian Athfield
Michael Wyatt
ARCHITEKTURBÜRO VANDKUNSTEN
ERSATZBAU DER STÜDLHÜTTE VON ALBIN GLASER
ENTWURFSKONZEPT
GRUNDGEDANKEN
KARANGARUA LODGE
Standort
Entwurfsidee
Material und Konstruktion
Ver- und Entsorgung
SPLINTER CREEK HUT
Standort
Entwurfsidee
Material und Konstruktion
Ver- und Entsorgung
LEAN PEAK SHELTER
Standort
Entwurfsidee
Material und Konstruktion
Ver- und Entsorgung
Die vorliegende Diplomarbeit entwickelt ein bergtouristisches Konzept für den Copland Track in Neuseeland. Ziel ist es, eine architektonische Antwort auf die Anforderungen sanften Tourismus im Hochgebirge zu finden, die sich sensibel in die Landschaft einfügt, ohne die Natur durch stereotype Bauweisen zu imitieren.
Die Schutzhütte
Im 19. Jahrhundert stießen Pionieralpinisten aus vorwiegend wissenschaftlichem Interesse in die bisher unberührten hochalpinen Regionen vor. Sie betrieben geographische Untersuchungen und begannen mit Geländevermessungen, aus denen die Landkarten hervorgingen. Die nachfolgende Alpinistengeneration suchte in den Bergen ein romantisches Naturerlebnis, später auch sportliche Bestätigung. Dadurch hat sich auch der Charakter, aber auch die Funktion und Aufgabe der alpinen Hütten gewandelt.
Erfüllen sollten die ersten Einfachhütten aus Stein oder Holz lediglich die Schutz- und Stützpunktfunktion. Dazu waren sie spartanisch ausgestattet mit Strohsack und Heulager. Die Menschen waren genügsam und mit den einfachsten Speisen und Getränken zufrieden. Hygiene und Sanitäransprüche beschränkten sich auf den Brunnen vor dem Haus und auf den berüchtigten Donnerbalken.
Nach der europaweiten Gründung von Alpenvereinen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann in den Alpen eine immense Bautätigkeit. Der Besitz eines Unterkunftshauses war der Stolz einer jeden Sektion. Sobald es die Finanzlage einigermaßen erlaubte, wurde zum Bau eines solchen geschritten. Viele Urhütten entstanden in dieser Zeit.
Die 1868 vom Ing. Egid Pegger erbaute Stüdlhütte auf 2801 m über NN entwickelte sich zum ersten Bergsteigerstützpunkt auf Dauer in der Hochregion der Glocknergruppe.
GRUNDLAGENFORSCHUNG: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Alpinismus von religiösen Vorstellungen hin zur wissenschaftlichen und touristischen Erschließung der Berge.
ARCHITEKTUR DER BERGE: Hier wird die Geschichte der Bauformen im Hochgebirge, vom Berghotel bis zur Biwakschachtel, analysiert und kritisch hinterfragt.
LANDSCHAFTSGEBUNDENES BAUEN: Dieses Kapitel widmet sich der ethischen und ästhetischen Verantwortung, die beim Bauen in sensiblen Naturlandschaften zu beachten ist.
ARCHITEKTUR IN DER REGION: Hier erfolgt eine theoretische Reflexion über den Regionalismusbegriff und wie dieser die Architektur in Bergregionen beeinflusst hat.
DER COPLAND TRACK: Detaillierte Darstellung der geographischen Beschaffenheit, Geschichte und des Ist-Zustands des Wanderweges in Neuseeland.
INSPIRATIONEN: Vorstellung zeitgenössischer Architekturansätze in Neuseeland und Dänemark als konzeptionelle Anregung.
ENTWURFSKONZEPT: Zusammenfassung der theoretischen Leitlinien, die den konkreten Entwürfen für Unterkünfte am Copland Track zugrunde liegen.
Alpinismus, Bergarchitektur, Regionale Identität, Nachhaltiger Tourismus, Copland Track, Hochgebirgsbau, Schutzhütte, Biwakschachtel, Neuseeland, Landschaftsplanung, Holzbau, Hüttenarchitektur, Regionalismus, Natur-Kultur-Verhältnis, Infrastrukturentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines bergtouristischen Erschließungskonzepts für den Copland Track in Neuseeland und entwirft dafür passende, architektonisch anspruchsvolle Infrastrukturbauten.
Die Arbeit verknüpft die Geschichte des Alpinismus und der Bergarchitektur mit ökologischen und regionaltheoretischen Fragestellungen, um daraus konkrete Entwurfsstrategien abzuleiten.
Ziel ist es, den Spagat zwischen notwendiger touristischer Erschließung und der Bewahrung der Ursprünglichkeit der neuseeländischen Hochgebirgslandschaft durch intelligente Architektur zu lösen.
Es handelt sich um eine entwerferische Diplomarbeit, die auf einer umfassenden Analyse historischer und theoretischer Grundlagen sowie auf ortsbezogenen Fallstudien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Bauens in den Bergen sowie in einen praktischen Teil, der das Entwurfskonzept inklusive Materialwahl und technischer Ausstattung für Lodges und Hütten am Copland Track detailliert darlegt.
Wichtige Begriffe sind Alpinismus, Bergarchitektur, nachhaltiger Tourismus, Landschaftsbindung, neuseeländische Identität und modernes Bauen im Hochgebirge.
Der Autor nutzt die alpine Entwicklung als Lernfeld. Durch die Analyse begangener Fehler (z.B. falscher Regionalismus) in den Alpen lassen sich für die noch ursprünglichen Gebiete in Neuseeland präzisere und nachhaltigere Strategien formulieren.
Die Stüdlhütte dient als historisches und technisches Referenzmodell, an dem der Autor zeigt, wie sich eine Schutzhütte über Jahrzehnte hinweg an wandelnde Anforderungen und Bedingungen anpassen und weiterentwickeln kann.
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